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Ablauf: Was passiert bei einer Darmspiegelung?

Durch die risikoarme Methode können Veränderungen des Darms sicher und schnell erkannt werden

Bei einer Darmspiegelung wird ein flexibler dünner Schlauch (Koloskop) durch den After in den Darm eingeführt und bis an die Grenze von Dickdarm zu Dünndarm geschoben. Die Untersuchung erfolgt in der Regel ambulant in Kurznarkose – der Patient fällt in einen Dämmerschlaf und bekommt vom Vorgang nichts mit. Somit verläuft die Darmspiegelung ohne Schmerzen.

Das Koloskop ist an der Spitze mit einer winzigen Kamera ausgestattet, die die Bilder auf einen Monitor überträgt. Der durchführende Arzt, meist ein Gastroenterologe, kann auf diese Weise die Beschaffenheit der Darmschleimhaut genau untersuchen. Er erkennt, ob sie chronisch entzündet ist – zum Beispiel bei Morbus Crohn –, ob sich dort Darmkrebsvorstufen, sogenannte Polypen, befinden oder ob es zu sonstigen verdächtigen Veränderungen gekommen ist.

Kleinere Polypen entfernt er direkt während der Untersuchung mit einer kleinen Schlinge oder Zange. Für das Abtragen größerer Polypen kann in seltenen Fällen eine zweite Darmspiegelung in einer Klinik nötig sein. In jedem Fall werden die meist gutartigen Polypen nach der Entfernung im Labor untersucht.

Die Vorbereitung auf die Darmspiegelung

Damit die Darmspiegelung erfolgreich durchgeführt werden kann, müssen sich Patienten bereits am Vortag darauf vorbereiten: Sie dürfen nur bis zum Mittag etwas essen, anschließend nehmen sie in Wasser gelöstes Abführmittel zu sich. Am nächsten Morgen vor der Untersuchung muss die Prozedur noch einmal wiederholt werden.

Risiken: Ist eine Darmspiegelung gefährlich?

Die Darmspiegelung ist eine sehr risikoarme Untersuchungsmethode. Werden dabei Polypen entfernt, kann es zu Blutungen kommen, die der Arzt jedoch schnell stillen kann. In sehr seltenen Fällen kommt es zu Verletzungen der Darmschleimwand. Auch eine Überempfindlichkeitsreaktion auf das Narkosemittel ist nicht auszuschließen. Doch all diese Risiken sind so gering, dass die Vorteile der Untersuchung als hocheffektive Früherkennungsmaßnahme ganz klar überwiegen.

Kostenübernahme: Das zahlt die DAK-Gesundheit

Da Darmkrebs durchschnittlich erst im Alter von etwa 65 Jahren auftritt, ist es sinnvoll, die erste Vorsorge-Darmspiegelung mit Mitte 50 durchführen zu lassen. Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten dafür bei Patienten ab einem Alter von 55 Jahren. Ist das Ergebnis der ersten Darmspiegelung unauffällig, ist die nächste Kontrolle erst wieder zehn Jahre später nötig. Auch diese Zweit-Untersuchung wird von der DAK-Gesundheit übernommen. Eine weitere Darmspiegelung ist bei unauffälligem Befund nicht ratsam, da das Risiko für Komplikationen bei Menschen über 70 Jahren wächst. Werden bei einer der Vorsorgeuntersuchungen Polypen oder bösartige Veränderungen festgestellt, erfolgt die nächste Darmspiegelung auf ärztliche Anweisung meist bereits ein Jahr später. Diese Kosten übernimmt die DAK-Gesundheit.

Eine Kostenübernahme erfolgt in jedem Alter immer dann, wenn ein medizinischer Grund für eine Darmspiegelung vorliegt wie etwa unklare Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder Blut im Stuhl.