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Geburt in Rückenlage

Die meisten Frauen in Deutschland bringen ihr Kind im Liegen auf dem Rücken zur Welt. Diese Position ist schon lange die „klassische“ Entbindungsart und wird daher immer noch bevorzugt. Ihr großer Vorteil ist, dass die werdende Mutter in Rückenlage gut medizinisch versorgt werden kann, falls es zu Komplikationen kommt. Aber: Bei der Entbindung in Rückenlage kann die Frau nicht von den Vorteilen der Schwerkraft profitieren – wie es bei Geburten in aufrechter Haltung der Fall ist.

Kaiserschnitt

Etwa jedes dritte Kind in Deutschland kommt per Kaiserschnitt zur Welt. In den meisten Fällen ist er aus medizinischen Gründen ratsam oder notwendig – entweder als geplanter oder ungeplanter Kaiserschnitt. In seltenen Fällen entscheiden sich die werdenden Mütter aus persönlichen Gründen für diese Art der Entbindung. In diesem Fall müssen sie den Eingriff jedoch selbst zahlen. Ein Kaiserschnitt wird in der Regel mit örtlicher Betäubung, selten auch in Vollnarkose durchgeführt. Nach einem Kaiserschnitt müssen sich Betroffene zur Nachsorge noch einige Tage im Krankenhaus aufhalten.

Wassergeburt

Etwa jedes 20. Kind in Deutschland kommt in der sogenannten Gebärwanne zur Welt. Das warme Wasser wirkt entspannend und lindert die Wehenschmerzen. Da auch die Muskulatur entspannter und elastischer ist, sinkt das Risiko für Dammrisse. Für das Neugeborene ist eine Wassergeburt ebenfalls „sanfter“, da es vom Fruchtwasser direkt in das warme Wasser der Gebärwanne kommt. Aber: Bei Zwillingen, einer Steißlage des Babys oder einer unregelmäßigen Herzfrequenz kommt eine Wassergeburt nicht infrage. Und: Eine Periduralanästhesie (PDA) ist in Verbindung mit der Wassergeburt nicht möglich.

Geburt in aufrechter Position

Immer mehr Frauen entscheiden sich dafür, ihr Kind im Knien, Hocken, Sitzen, Stehen oder im Vierfüßlerstand zu gebären. Was erst einmal ungewöhnlich klingt, hat mehrere Vorteile: Das Gewicht des Kindes und des Fruchtwassers drücken automatisch nach unten, was die Geburt erleichtert. Zudem hat die Frau in aufrechter Position mehr Kraft zum Pressen. Geeignete Hilfsmittel für das Hocken oder Sitzen sind der Gebärstuhl, Gebärhocker oder ein Sitzball. Frauen, die bei der Geburt ihres Kindes stehen möchten, können sich an einem sogenannten Gebärseil festhalten oder sich in das Seil hineinhängen.