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Welche Symptome macht eine Anpassungsstörung?

Wer unter einer Anpassungsstörung leidet, fühlt sich überfordert, ist depressiv oder ängstlich. Viele Betroffene äußern Gedanken wie „nichts ist mehr so, wie es war“. Es kann zu Phobien kommen. Manchmal treten Schmerzen auf, vor allem Rückenschmerzen und Magen-Darm-Probleme. Einige Patienten reagieren mit verändertem Verhalten. Sie sind aggressiv, flüchten sich in Alkohol- oder Drogenkonsum, manche neigen sogar zu Gewalt. Kommen Suizidgedanken hinzu, kann die Anpassungsstörung lebensbedrohlich sein. Im Unterschied zu anderen psychischen Erkrankungen sind Anpassungsstörungen von eher kurzer Dauer: In der Regel halten sie nach Beendigung des belastenden Ereignisses nicht länger als sechs Monate an.

Welche Ursachen hat eine Anpassungsstörung?

Als Anpassungsstörung bezeichnen Experten die krankhafte Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis. In der Regel betrifft es dauerhafte Veränderungen der Lebenssituation. Das kann der Tod des Partners sein, die Flucht aus einem Krisengebiet oder eine schwere Krebserkrankung. Aber auch Probleme am Arbeitsplatz können so belastend werden, dass es zu einer Anpassungsstörung kommt. Wie schwer sich das Leiden äußert, hängt auch von der seelischen Gesundheit und der Widerstandsfähigkeit jeder einzelnen Person ab. Fest steht, dass die Zahl der Menschen, die an einer Anpassungsstörung erkranken, in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Die höchste Steigerungsrate haben Jugendliche und Männer zwischen 15 und 29 Jahren.

Welche Formen von Anpassungsstörung gibt es?

Experten unterscheiden nach einer Anpassungsstörungen mit:

  • depressiver Grundstimmung
  • Angstgefühlen
  • sowohl Depressionen als auch Ängsten
  • einer Störung des Sozialverhaltens
  • gestörtem Sozialverhalten und Depressionen

Wie wird die Diagnose Anpassungsstörung gestellt?

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Dieser führt eine Anamnese durch. Wichtig ist, körperliche Ursachen für die Probleme auszuschließen. Eine Anpassungsstörung liegt vor, wenn die Symptome auf ein bestimmtes Ereignis zurückzuführen sind und wenn dieses innerhalb der vergangenen vier Wochen aufgetreten ist. Zu den Fragen, die der Arzt stellt, gehören:

  • Fand in den letzten Wochen ein belastendes Ereignis statt?
  • Fühlen Sie sich traurig und antriebslos?
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen alles über den Kopf wächst?
  • Haben Sie Konzentrationsprobleme?
  • Haben Sie deutlich weniger Interesse oder Freude an Ihren Tätigkeiten?

Sollte sich in der ärztlichen Untersuchung herausstellen, dass es sich um eine Anpassungsstörung handelt, erfolgt die Überweisung an einen Psychologen oder Psychotherapeuten.

Welche Therapie hilft bei einer Anpassungsstörung?

Bei einer leichten Form der Anpassungsstörung kann bereits die Unterstützung durch Freunde und Familie als Behandlung ausreichen. Wenn die Symptome länger anhalten oder sehr belastend sind, ist eine Therapie die beste Maßnahme. Bewährt haben sich die Gesprächstherapie und die kognitive Verhaltenstherapie. Ziel ist eine vollständige Heilung. Bei sehr schwerem Verlauf kommen auch Antidepressiva zum Einsatz.