Viele Frauen sind von Zysten betroffen - ein Grund zur Beunruhigung sind sie selten

Zysten: Ursache und Behandlung

DAK-Experte Dr. Mark Dankhoff erklärt, was Sie über Zysten wissen sollten

Obgleich Zysten meist harmlos sind, können sie unter besonderen Umständen doch Probleme verursachen. DAK-Experte Dr. Mark Dankhoff erklärt, was Zysten sind, welche Beschwerden sie auslösen können und was Sie bei Verdacht auf eine Zyste tun sollten.

Was sind Zysten?

Eine Zyste ist ein Hohlraum im Körpergewebe, der von einer Bindegewebskapsel umgeben ist. Sie kann aus mehreren Kammern bestehen. Der Hohlraum ist mit Gewebeflüssigkeit, Blut oder auch Eiter gefüllt.

DAK-Arzt Dr. Dankhoff klärt auf zum Thema Zysten

Medizin-Experte Dr. Mark Dankhoff von der DAK-Gesundheit zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten von Zysten

Wo Zysten entstehen können

Zysten steht praktisch der gesamte Körper zur Verfügung: „Sie können sich in Organen und fast allen Geweben bilden“, erklärt Medizin-Experte Dr. Mark Dankhoff. Sie sind äußerlich sichtbar, wenn sie sich unter der Haut bilden, zum Beispiel am Handgelenk oder am Rücken. Oder sie wachsen im Verborgenen, wenn sie sich in Organen bilden, sehr häufig zum Beispiel in der Leber oder der Niere. Aber auch die Bauchspeicheldrüse, die Brust oder die Eierstöcke können von einer Zystenbildung betroffen sein.

Zysten sind meistens nicht gefährlich

„Häufig sind Zysten gutartig und harmlos, weil sie sich selbst zurückbilden“, beruhigt Dankhoff besorgte Betroffene. Bleibt eine Zyste, muss der Mediziner individuell entscheiden, wie sie behandelt wird, denn: „Wie Zysten behandelt werden, ist nicht pauschal zu beantworten, sondern hängt vom Einzelfall ab.“ Demnach ist die Therapie individuell abhängig davon, wo sich die Zyste befindet. Es wird dann abgewogen, wie groß das Risiko ist, dass die Zyste entartet, sich also in Krebs umwandelt, und wie stark sie schmerzt.

Wie erkennt man Zysten?


Zysten, die unter der Haut sitzen, bemerken Betroffene meist selbst. Sie sind oft leicht zu ertasten und können dann schnell vom Mediziner untersucht werden. Schwieriger ist die Situation bei einer Zyste im Bauchraum. Sie wird oft eher per Zufall bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Zysten im Kiefer entdecken Zahnmediziner meist ebenfalls beiläufig, zum Beispiel, wenn sie angegriffene Zähne röntgen. Computertomographien können Zysten im Kopf sichtbar machen.

Wann müssen Zysten entfernt werden?

Inwieweit eine Zyste therapiert werden muss, entscheidet der Arzt individuell. Bereitet eine Zyste Schmerzen oder schädigt sie das umliegende Gewebe, kann sie in einer kleineren Operation entfernt werden. Einige Zysten, die mit Gewebeflüssigkeit gefüllt sind, können mit einer Nadel punktiert werden. Zysten an inneren Organen werden überwiegend nicht behandelt, sondern häufig per Ultraschall lediglich regelmäßig kontrolliert, um Veränderungen feststellen zu können.

Können Zysten platzen?

Ja, eine Zyste kann platzen. Dies betrifft in erster Linie Zysten am Eierstock – das Aufplatzen kann schmerzhaft sein und zum Teil Blutungen verursachen. Wenn Sie betroffen sind und befürchten, Ihre Zyste könnte platzen, fragen Sie Ihren Arzt nach dem Risiko und besprechen Sie die beste Therapie-Option.

Zyste oder Knoten entdeckt? Schnell zum Arzt

Sie glauben, Sie haben eine Zyste entdeckt? Wer eine Art Knoten spürt, sollte in jedem Fall schnell zum Arzt gehen, um eine ernsthafte Erkrankung wie Krebs auszuschließen. Egal, ob die Verhärtung in der Brust, am Rücken oder im Kiefer auftritt – nur ein Mediziner kann die richtige Diagnose stellen.

Zurück zur Übersichtsseite

Zuletzt aktualisiert:
Fri Aug 12 13:14:59 CEST 2016

Weitere Informationen

Zum Seitenanfang