Die DAK-Gesundheit erklärt: Was ist Internetsucht?

Was ist Internetsucht?

Wenn Online-Games süchtig machen: die neue Abhängigkeit im Kinderzimmer

Was ist eigentlich Internetsucht? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Denn obwohl das Internet unser Leben erleichtert, kann es auch abhängig machen: Während wir im Alltag vor allem die vielen praktischen Vorteile des Word Wide Web schätzen, hat die ständige Erreichbarkeit des Internets auch eine negative Seite. Denn zur Online-Welt gehört eine emotionale Komponente, die zum Nachteil werden kann und sogar zu einer Internetsucht führen kann.

Max Kramer in "Internetsucht"

World of Warcraft, Minecraft, Clash of Clans – der Reiz der Online-Games


Die Möglichkeiten, die uns das Internet bietet, haben für uns einerseits einen rein funktionalen Nutzen, andererseits aber auch einen emotionalen. Während der funktionale Nutzen vor allem praktische Vorteile bringt, weil das Internet die Informationssuche oder organisatorische Tätigkeiten vereinfacht, birgt der emotionale Nutzen auch viel Suchtpotenzial. Denn das Internet ist eine gute Ablenkung und bietet viele neue Möglichkeiten, Anerkennung zu bekommen. So können sich zum Beispiel viele Menschen stundenlang in Online-Rollenspielen verlieren. Sie dienen ihnen aber nicht nur als reine Freizeitbeschäftigung, sondern können auch eine Flucht vor alltäglichen Problemen ermöglichen. Außerdem finden viele „Gamer“ im Internet Anerkennung von Mitspielern, die sie im echten Leben nicht erhalten.

Smartphones und Co.: Wenn das Surfen zur Sucht wird


Spätestens seit der Verbreitung des Smartphones haben wir ununterbrochen und überall die Möglichkeit, online zu sein. Während das Internet früher nur an stationären Computern verfügbar war oder Geräte wenigstens auf ein WLAN-Netz zugreifen mussten, ist das heute nicht mehr notwendig. Mit dem entsprechenden Internettarif kann jeder jederzeit online Freunde kontaktieren, Spiele spielen oder Informationen zusammensuchen. Und das macht sich bemerkbar: In den öffentlichen Verkehrsmitteln, in Einkaufszentren, auf Schulhöfen – überall haben Menschen ihr Smartphone in der Hand. Das ist nicht per se ein Problem, kann aber dennoch eines werden.

Was ist Internetsucht und wann ist der Onlinekonsum noch normal?


Die Übergänge von einem häufigen Internetgebrauch hin zu einem suchterregenden Konsum sind oft fließend und nur schwer zu erkennen. Von einer Internetsucht spricht man aber grundsätzlich erst dann, wenn der Betroffene seinen Onlinekonsum nicht mehr unter Kontrolle hat und bereits erste gravierende Folgen aufgetreten sind. Ein erstes Anzeichen für eine Internetsucht sind häufig Anmerkungen aus dem eigenen sozialen Umfeld, die den gehäuften Internetkonsum thematisieren.

Nicht alle Aktivitäten machen süchtig


Natürlich machen nicht alle Aktivitäten im Internet süchtig. So können wir zum Beispiel schnell und unkompliziert online eine Überweisung von Zuhause aus tätigen oder Recherche-Aufgaben für die Schule oder die Arbeit erledigen, ohne dafür eine Bibliothek aufzusuchen. Solange diese Form der Internetnutzung nicht überhand nimmt, wie zum Beispiel bei der exzessiven Informationssuche, ist sie ungefährlich und legitim.

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie selbst oder ein Angehöriger möglicherweise internetsüchtig sind? Dann informieren Sie sich jetzt über weitere Symptome.

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Zuletzt aktualisiert:
Mon Nov 30 09:24:12 CET 2015
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