Die vegetarische Ernährung ist ein Trend, der ohne Fleisch auskommt und dennoch abwechslungsreich ist.

Ernährungstrend: Vegetarische Ernährung

DAK-Expertin Silke Willms: „Wer kein Fleisch, aber abwechslungsreich isst, lebt gesund“

Die vegetarische Ernährung setzt vor allem auf pflanzliche Lebensmittel und verzichtet auf Fleisch. Die Vor- und Nachteile dieses Ernährungstrends und die Einschätzung unserer Ernährungsexpertin Silke Willms lesen Sie hier.

Vegetarische Ernährung – was ist das?

Obwohl die vegetarische Ernährung grundsätzlich auf Fleisch verzichtet, nehmen viele Vegetarier jedoch Produkte von lebenden Tieren zu sich, wie Milch und Eier. Gründe, Vegetarier zu werden, gibt es viele: die eigene Gesundheit, Sorge um die Umwelt oder Rückstände im Fleisch, die Zustände in der Massentierhaltung. Vegetarier profitieren von ihrer Ernährung, denn Pflanzenkost hat einen hohen Gehalt an Ballaststoffen und Antioxidantien. Meist leben Vegetarier auch sonst überdurchschnittlich gesundheitsbewusst. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die eine vegetarische Ernährung bevorzugen, seltener übergewichtig sind und seltener Herzinfarkte und Diabetes bekommen als Menschen mit fleischlastiger Ernährung.

Welche Risiken gibt es bei der vegetarischen Ernährung?
Die vegetarische Ernährung verzichtet auf Fleisch und setzt auf abwechslungsreiche Kost

Ein beliebtes Fleischersatzprodukt für Vegetarier ist Tofu

Wer kein Fleisch isst, muss besonders auf die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen achten, wie etwa Eisen, Protein und Vitamin B12. Tierisches Eisen ist für den menschlichen Organismus leichter verwertbar als pflanzliches, doch auch ohne Fleisch lässt sich ein Mangel vermeiden. Eisen steckt etwa in roter Beete, Linsen, Pfifferlingen, Haferflocken und Spinat. Kombiniert mit Vitamin C (etwa in Orangensaft) wird es besser vom Körper aufgenommen - Milchprodukte, Tee und Kaffee haben den gegenteiligen Effekt. Eisentabletten sollten während einer vegetarischen Ernährung nur eingenommen werden, wenn Sie tatsächlich unter Eisenmangel leiden. Gute Proteinquellen sind zum Beispiel Linsen, Kerne, Nüsse oder Magerquark. Vegetarier können mit dem Verzehr von Fisch, Käse und Eiern Vitamin B12 aufnehmen, das wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen und die Funktionsfähigkeit des Nervensystems ist.

Vegetarische Ernährung – das sind die Regeln

Auf den Tisch kommen ganz nach Geschmack Gemüsegerichte, Salate, Nudeln, Obst, Getreide. Angeboten werden auch industriell hergestellte Fleisch-, Fisch- und Wurstersatzprodukte auf Basis von Tofu, dem Weizengluten Seitan oder Lupinen. Viele dieser Produkte für eine vegetarische Ernährung enthalten allerdings reichlich Zusatzstoffe.

Die verbotenen Lebensmittel der vegetarischen Ernährung
DAK-Ernährungsexpertin Silke Willms findet eine vegetarische Ernährung für jeden abwechslungsreichen Esser unbedenklich

Ernährungsexpertin Silke Willms von der DAK-Gesundheit

Vegetarier essen kein Fleisch, manche verzehren jedoch Geflügel oder auch Fisch (Pescetarier). Lacto-Vegetarier nehmen zwar Milchprodukte zu sich, aber keine Eier. Ovo-Vegetarier dagegen essen Eier, aber keine Milchprodukte. Wer die vegetarische Ernährung konsequent umsetzt, meidet auch Lebensmittel, die zum Beispiel Gelatine enthalten, wie Gummibärchen.

Fazit: „Vegetarische Ernährung ist gut für abwechslungsreiche Esser“

DAK-Ernährungsexpertin Silke Willms: „Vegetarische Ernährung ist für alle Menschen geeignet, denn gesundheitlich ist es ist nicht unbedingt notwendig, Fleisch zu essen. Wer sich abwechslungsreich ernährt, nimmt genügend Grundnährstoffe zu sich. Wer sich fit fühlt und Sport treibt, ist mit dem Ernährungstrend der vegetarischen Ernährung gut versorgt.“

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Zuletzt aktualisiert:
Wed May 04 16:37:15 CEST 2016

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