Der Ernährungstrend der vegane Ernährung ist etwas aufwendiger, aber für Kenner auch gut umsetzbar ohne unter Mangelerscheinungen zu leiden.

Ernährungstrend: Vegane Ernährung

DAK-Expertin Silke Willms: „Der Ernährungstrend der veganen Ernährung ist für Kinder, Ältere und Schwangere nicht zu empfehlen.“

Die vegane Ernährung geht noch einen Schritt weiter als der Ernährungstrend der Vegetarier: Sie lehnt alle Produkte von Tieren ab: nicht nur Fleisch, Milch und Eier, sondern auch Leder, Daunen, Wolle und Kosmetika, die in Tierversuchen getestet wurden.

Vegane Ernährung – was ist das?

Veganismus ist im Grunde kein reiner Ernährungstrend, sondern eine Lebenseinstellung. Der Grundgedanke: Tiere sollen für unsere Konsumgüter nicht leiden.

Welche Risiken gibt es bei der veganen Ernährung?

Die vegane Ernährung muss sorgfältig geplant werden und man braucht gute Lebensmittel-Kenntnisse, um mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt zu sein. Ohne Nahrungsergänzungsmittel ist es schwer, Mangelerscheinungen zu vermeiden. Das betrifft besonders die Versorgung mit Vitamin B12, das nur in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vorkommt. Aber Veganer müssen auch besonders darauf achten, dass es ihnen nicht an Jod, Eisen und Kalzium fehlt.

Veganismus – das sind die Regeln

Beim Veganismus stehen frische Zutaten wie Obst, Gemüse, aber auch Hülsenfrüchte, Nüsse, kaltgepresste Öle auf dem Speiseplan. Für viele tierische Produkte gibt es Alternativen: Agavensirup statt Honig, Soja- oder Hafermilch, vegane Käsealternativen, veganes Eis, vegane Schokolade. Wer als Veganer wissen möchte, was in seinem Essen enthalten ist, kocht am besten selbst. Aber auch in vielen Restaurants und Kantinen sind vegane Gerichte erhältlich, auch, wenn man sie womöglich leicht abwandeln lassen muss. Das Angebot an veganen Lebensmitteln und an passenden Rezepten nimmt stetig zu. Für Neueinsteiger kann es bereichernd sein, bisher unbekannte pflanzliche Zutaten kennenzulernen wie zum Beispiel Quinoa. Die kleinen Körner stammen ursprünglich aus Südamerika und sind nicht nur sehr reich an Proteinen, sondern auch noch glutenfrei und eignen sich deshalb auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit.

Die verbotenen Lebensmittel der veganen Ernährung
DAK-Ernährungsexpertin Silke Willms: Wer sich vegan ernähren möchte, sollte sich gut mit Lebensmitteln auskennen.

Ernährungsexpertin Silke Willms von der DAK-Gesundheit

Liebhaber des veganen Ernährungstrends meiden Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse. Viele Anhänger der veganen Ernährung essen auch keinen Honig. Und sogar Brot und Brötchen können auf dem Index stehen – wenn zum Beispiel zum Ausbacken tierisches Fett benutzt wurde. Ebenso wie Lakritz (Gelatine), klarer Apfelsaft und Wein (in der Herstellung wird oft Gelatine zur Klärung der Flüssigkeit verwendet) oder E-Nummern auf der Liste der Inhaltsstoffe, hinter denen sich oft ein tierischer Stoff versteckt.

Fazit: „Vegane Ernährung ist gut für Lebensmittel-Kenner“

DAK-Ernährungsexpertin Silke Willms: „Wer sich konsequent vegan ernährt, sollte sich mit Lebensmitteln und Nährstoffen besonders gut auskennen. Es ist zum Beispiel wichtig, die richtigen Eiweißbausteine der pflanzlichen Lebensmittel miteinander zu kombinieren. Zum Beispiel Getreide und Hülsenfrüchte oder Hülsenfrüchte und Nüsse. Veganer sollten viel Wert auf kalziumreiche Nahrungsmittel legen. Auch Nahrungsergänzungsmittel oder mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel sind notwendig. Der Ernährungstrend der veganen Ernährung ist für Kinder, Ältere und Schwangere nicht zu empfehlen, denn sie haben einen höheren Nährstoffbedarf.“

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Zuletzt aktualisiert:
Fri Apr 29 06:33:39 CEST 2016

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