Effektive Strategien zum Umgang mit Stress

Der richtige Umgang mit Stress

So werden Sie mit Belastungen und anstrengenden Situationen fertig

Ganz ohne Stress geht es in der Regel nicht. In vielen Situationen brauchen wir ihn sogar, um leistungsfähig zu sein. Entscheidend ist der richtige Umgang mit Belastungen. Anstatt seine Grenzen beispielsweise ständig zu überschreiten und erste Überlastungsanzeichen mit Hilfe von Tabletten zu betäuben, gilt es, eigene Kräfte zu mobilisieren. Das A und O dabei ist es, die eigenen Grenzen zu erkennen. Nur wer im hektischen Job oder turbulenten Familienalltag rechtzeitig die Reißleine zieht, kann trotz vielfältiger Anforderungen ein ausgeglichenes Leben führen. Welche effektiven Strategien dabei helfen, mit anstrengenden Phasen und Belastungen richtig umzugehen, zeigen die folgenden goldenen Regeln gegen Stress:

  1. Dem Körper zuhören
    Der menschliche Körper hat eine Art Frühwarnsystem - wird die Belastung zu hoch, läuten alle Alarmglocken. Wer sich durch Medikamente oder Alkohol einen Schalldämpfer einbaut, riskiert seine Gesundheit. Genauer hinhören heißt hier die Devise: Wenn Sie mehr als zweimal in der Woche schlecht schlafen oder Schmerzen in Rücken, Kopf oder Magen empfinden, sollten Sie Ihren Stresspegel drastisch reduzieren! Natürlich muss der Arzt auch mögliche körperliche Ursachen abklären.
  2. Einen kühlen Kopf bewahren
    Oft machen wir uns mehr Druck als nötig. Anstatt sich ständig zu sagen "Ich schaffe das nicht!", sollte man lieber strategisch vorgehen. Um seine Zeit effektiver zu nutzen, gibt es verschiedene "Schlachtpläne". Nach dem Eisenhower-Prinzip zum Beispiel werden alle anfallenden Aufgaben nach den Kriterien wichtig bzw. unwichtig und dringend bzw. nicht dringend unterteilt. Arbeiten, die gleichzeitig wichtig und dringend sind, haben danach oberste Priorität. Auch Pausen sind ein geeigneter Stresspuffer: Jede Stunde fünf Minuten aufstehen, durchatmen und neu sortieren – das schafft Überblick und neue Motivation.
  3. Egoistischer werden
    Gesundheit ist unser höchstes Gut, das wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten. Neben all der Arbeit ist daher auch der private Ausgleich wichtig. Denn nur durch Dinge, die Spaß machen, können wir nach Feierabend abschalten und entspannen. Also: Mal wieder pünktlich Feierabend machen und ab ins Kino oder aufs Fahrrad! Von einem ausgewogenen Lebensstil profitiert übrigens auch der Arbeitgeber, denn nur zufriedene und gesunde Mitarbeiter können produktiv arbeiten. Genau wie für seine Karriere sollte daher auch jeder für sein seelisches Wohlergehen eintreten.
  4. Mitstreiter finden
    Zusammen ist man weniger allein – das gilt auch für den Ausgleich. Zu gerne geben wir unserem inneren Schweinehund nach, wenn nach einem harten Arbeitstag noch die einsame Joggingrunde wartet. Mit Gleichgesinnten geht alles leichter. Am besten animiert man die Kollegen zum Mitmachen. Denn wer nach der Arbeit gar nicht erst nach Hause geht, hat beste Chancen dabei zu bleiben. Übrigens: Es muss nicht gleich der Marathon sein. Wer sich realistische Etappenziele setzt, verursacht nicht noch zusätzlichen Freizeitstress und sorgt für kleine Erfolgserlebnisse.
  5. Krisen zulassen
    Auch wenn wir gut darauf verzichten könnten - Liebeskummer, Trauer und Geldsorgen gehören zum Leben dazu. Wer Ängste und Nöte erlebt, darf auch mal unglücklich oder verzweifelt sein. Überwiegt jedoch das Gefühl, mit den Problemen allein nicht fertig werden zu können, sollte man sich unbedingt Hilfe suchen. Der Arzt kann beispielsweise eine professionelle Gesprächstherapie vermitteln. Medikamente, und seien sie auch „nur zum Einschlafen“, sollten auf keinen Fall in Eigenregie eingenommen werden, sondern lediglich als kurzzeitiger Notnagel dienen. Denn Vorsicht: Viele betäuben nur und machen schnell abhängig!

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Auch Unternehmen erkennen mittlerweile: Stress belastet die Mitarbeiter und senkt nachweislich ihre Produktivität. Damit überlastete Arbeitnehmer nicht krank werden oder auf leistungssteigernde Medikamente zurückgreifen, setzen immer mehr Arbeitgeber auf eine "Work-Life-Balance" – die Ausgewogenheit von Beruf und Privatleben.

Zu diesem Zweck bieten Unternehmen ihren Mitarbeitern neben konventionellen Anreizen, wie guter Bezahlung und transparenten Aufstiegschancen, immer häufiger auch Angebote für mehr Ausgeglichenheit: Yogakurse im hauseigenen Ruheraum, Weiterbildungen in Sachen Stressmanagement oder flexible Arbeitszeitmodelle, damit das Privatleben nicht zu kurz kommt. Eine Win-Win-Situation, denn so bleiben Arbeitnehmer gesund und motiviert und werden nachhaltig in ihrer Leistungsfähigkeit unterstützt.

Die Gesundheitsinvestitionen rentieren sich nachweislich: Zum einen belegen regelmäßige Befragungen eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und zum anderen lässt sich der Erfolg auch in Zahlen messen, wie beispielsweise geringere Fehlzeiten, weniger Kündigungen und niedrigere Gesundheitsleistungen pro Mitarbeiter. Experten sprechen von einem „Return on Investment“ von mindestens eins zu vier - ein investierter Euro bringt vier Euro Gewinn.

Die Gesundheitsexperten der DAK-Gesundheit unterstützten Unternehmen bei der Einführung oder Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Aug 31 12:45:06 CEST 2016

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