Eincremen ist das A und O, um sich vor der Sonne zu schützen.

Schnelle Hilfe bei Sonnenbrand

DAK-Umfrage zeigt: Vier von zehn Deutschen hatten 2015 einen Sonnenbrand

Sommer, Sonne, Sonnenbrand? Wie halten es die Deutschen mit dem Sonnenschutz? Die DAK-Gesundheit wollte es genau wissen und hat gemeinsam mit dem Forsa-Institut eine Umfrage zu den Themen Sonnenbrand und Sonnenschutz durchgeführt.

Vor allem junge Erwachsene erlitten Sonnenbrand

Das Ergebnis: 41 Prozent der Deutschen hatten 2015 mindestens einen Sonnenbrand. Dabei gab es deutliche Unterschiede zwischen Jung und Alt. Vor allem junge Erwachsene nahmen das Sonnenbaden auf die leichte Schulter. Von den 18- bis 29-Jährigen hatten sich 71 Prozent mindestens einmal in der Sonne verbrannt. Die über 60-Jährigen hatten dagegen mit 16 Prozent vergleichsweise selten einen Sonnenbrand. Ein knappes Viertel der jungen Erwachsenen unter 30 hatte sogar mehrmals gerötete Haut

So unterschiedlich wirken die Sonnenstrahlen

Wie empfindlich ein Mensch auf die Sonne reagiert, hängt vom Hauttyp und der Sonnenbestrahlung ab. Auch äußere Umstände, wie beispielsweise die Ozonwerte, der Einfallswinkel der Sonne oder die Nähe zum Wasser, können einen Sonnenbrand in seiner Intensität beeinflussen. Unterschätzt werden die Sonnenstrahlen häufig am Strand oder im Wasser. Der Sand und das Wasser reflektieren die Strahlen auf unsere Haut und führen zu der unbeliebten Nebenerscheinung im Urlaub – dem Sonnenbrand. Aber auch bei Wind und Wolken ist Vorsicht geboten, denn wir nehmen die Strahlungsintensität der Sonne dann weniger wahr.

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Ein langer Aufenthalt in der Sonne hat häufig einen Sonnenbrand zur Folge. Dieser entsteht dann, wenn der eigene Schutz der Haut überlastet ist. Spezielle Zellen in der Haut, die sogenannten Melanozyten, geben das Farbpigment Melanin ab. Dieses Pigment färbt die Haut braun und schützt sie gleichermaßen. Bei einem Überschuss an Sonnenlicht dringen die UV-Strahlen ungehindert in die Haut ein und schädigen dort das Zellgewebe. „Die Folge sind Entzündungsreaktionen der Haut, die allerdings erst nach einigen Stunden in Gang kommen. Das Vollbild eines Sonnenbrandes ist meistens erst nach 12 bis 24 Stunden sichtbar", erklärt DAK-Experte Dr. med. Mark Dankhoff. Viele der Befragten kennen die Folgen eines Sonnenbrandes: Dreiviertel der Befragten verbinden mit einem Sonnenbrand vor allem Schmerzen, 63 Prozent haben Angst vor Hautkrebs.

Medizin-Experte Dr. med. Mark Dankhoff

DAK-Arzt Dr. med. Dankhoff gibt Tipps zum Thema Sonnenbrand

Wie schütze ich mich gegen Sonnenbrand?

Sonnenschutz ist das A und O zur Vorbeugung des Sonnenbrandes. Neben Sonnencreme ist die richtige Kleidung ebenfalls entscheidend. Bei extremer Hitze schützen Sonnenhüte vor Sonnenbrand und Hitzestich. Generell ist das Eincremen ein Pflichtprogramm. Die DAK-Umfrage ergab jedoch, dass jeder sechste Deutsche praktisch nie ein Sonnenschutzprodukt, wie Sonnencreme oder Sonnenmilch, nutzt. Unter den Männern ist der Anteil der Creme-Verweigerer besonders hoch: 21 Prozent gegenüber 14 Prozent bei den Frauen.

Sonnenschutz: Was hilft außer Cremen noch?

Ein Schutz der Augen wird oft ganz vergessen oder unterschätzt. Sonnenbrillen mit UV-Schutz sind wichtig, um Netzhautentzündungen vorzubeugen. In der Zeit von 11 bis 15 Uhr sollte man die Sonne vermeiden. Die Intensität der Sonnenstrahlen und das Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen, sind in dieser Zeit am höchsten. Ein Plätzchen in der prallen Sonne unterstützt die Sonnenbrandentwicklung. Braun wird man auch im Schatten. Die Sonnenkraft liegt da trotzdem bei 50 Prozent.
Die Umfrage ergab: Neben dem Cremen verzichten 70 Prozent der Deutschen auf intensives Sonnenbaden, 63 Prozent schützen sich durch Kleidung oder eine Kopfbedeckung und 36 Prozent vermeiden konsequent die Sonne in der Mittagszeit.

Tipps: Was kann ich gegen den Sonnenbrand tun?

Unser DAK-Gesundheit-Experte Dr. med. Mark Dankhoff empfiehlt:

  • Die Haut sollte nach einem Sonnenbrand nicht mehr der Sonne ausgesetzt werden.
  • Ein bewährtes Heilmittel gegen Sonnenbrand ist Wasser! Wassertrinken kurbelt den Regenerationsprozess der Haut an und kompensiert den Flüssigkeitsverlust. Wasser als Hautspray lindert das Spannungsgefühl, das durch einen Sonnenbrand verursacht wird, und kann entzündungshemmend sein.
  • After-Sun-Produkte kühlen die von einem Sonnenbrand stark belastete Haut schonend und spenden Feuchtigkeit. Der Inhaltsstoff Aloe Vera regt sogar das Zellwachstum an.
  • Kalte Umschläge mit Hausmitteln, wie beispielsweise Quark oder Joghurt, wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Achtung! Keine Coolpacks oder Eiswürfel verwenden: es kann zu Erfrierung kommen, was die Haut neben dem Sonnenbrand zusätzlich belastet.

Gehen Sie zum Hautscreening! Jeder Sonnenbrand erhöht die Hautkrebsgefahr

Regelmäßiger Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko. DAK-Experte Dr. Mark Dankhoff: „Wir empfehlen unseren Versicherten, alle zwei Jahre zur Hautkrebsvorsorgeuntersuchung zu gehen."

Zuletzt aktualisiert:
Fri Aug 12 13:14:59 CEST 2016

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