Schnelle Hilfe und früher Therapiebeginn lindern die Folgen eines Schlaganfalls.

Schlaganfall: Schnelle Hilfe ist lebenswichtig

So können Therapien die Folgen eines Schlaganfalles lindern

Schlaganfall bedeutet, dass in einem Teil des Gehirns eine Durchblutungsstörung auftritt. Dies kann durch einen Gefäßverschluss oder auch durch eine Blutung der Fall sein. Dadurch wird das Gehirn geschädigt. Je nachdem, welcher Teil des Gehirns betroffen ist, drohen unterschiedliche Folgen. Der medizinische Fachbegriff für einen Schlaganfall lautet Apoplex. Ein Schlaganfall kann zu dauerhaften Behinderungen führen. Betroffene können verlorene Fähigkeiten aber teilweise neu erlernen.

DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich berät über die Behandlung von Bluthochdruck.

Dr. Susanne Bleich, Ärztin der DAK-Gesundheit

Schlaganfall: Das sind die Symptome

Symptome eines Schlaganfalls hängen davon ab, in welchem Bereich des Gehirns die Durchblutung unterbrochen wurde. So kann sich ein Schlaganfall auf das Sehvermögen auswirken, indem das Gesichtsfeld plötzlich eingeschränkt oder das räumliche Sehvermögen gestört ist. Es können auch Sprachstörungen auftreten. Betroffene sprechen dann abgehackt, stockend, verwaschen oder lallend. Einige fangen an, Silben zu verdrehen oder Buchstaben zu verwechseln. Manche Betroffene sprechen gar nicht mehr. Bei anderen ist das Sprachverständnis gestört.

Weitere Symptome sind Lähmungserscheinungen auf einer Körperseite, die sich zum Beispiel durch einen herabhängenden Mundwinkel zeigen. Möglich sind Schluckstörungen. Körperteile können sich taub und wie eingeschlafen anfühlen. Es kann auch zu Schwindel kommen. Sehr heftige Kopfschmerzen, zum Teil mit Übelkeit und Erbrechen, zählen ebenfalls zu den Symptomen eines Schlaganfalls. 

Risikofaktoren: Alter, Gene, Lebensweise

Zu den wichtigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall zählt das Alter. Etwa die Hälfte der Menschen, die einen Schlaganfall erleidet, ist über 75 Jahre alt. Aber auch junge Menschen kann es treffen. Das Risiko ist auch vererbbar.

Als beeinflussbare Risikofaktoren gelten: Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörung, falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkoholkonsum. Die Risikofaktoren begünstigen direkt oder indirekt das Entstehen von Blutgerinnseln oder die Verstopfung und Schädigung von Blutgefäßen. 

Ursachen für einen Schlaganfall

Die häufigste Ursache für einen Schlaganfall sind Gerinnsel, die ein Gehirngefäß verstopfen und so die Durchblutung stören. Die Gerinnsel werden meist durch den Blutkreislauf aus anderen Körperregionen in das Gehirn geschwemmt. Sie entstehen im Herzen oder in entzündeten und verkalkten Gefäßen. Ist ein verstopftes Gefäß die Ursache für den Schlaganfall, spricht man von einem ischämischen Schlaganfall. In anderen Fällen kommt es zu Durchblutungsstörungen, weil Blutgefäße im Gehirn reißen.

Schlaganfall: So lindern Sie die Folgen

„Die dauerhaften Folgen hängen bei einem Schlaganfall von seiner Schwere ab und von der Zeit, die bis zur Behandlung verstreicht‟, sagt DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich. Behinderungen können bestehen bleiben. Sie können sich aber auch ganz oder teilweise wieder zurückbilden, wenn die Durchblutungsstörung schnell behandelt wurde. Patienten müssen häufig in einer Rehabilitation verlorene Fähigkeiten neu erlernen. 

Therapie rechtzeitig beginnen

Ein Schlaganfall muss so schnell wie möglich behandelt werden. Bei Symptomen sollte man daher umgehend einen Notarzt rufen. Im Krankenhaus wird versucht, Gerinnsel mit Medikamenten aufzulösen. Manchmal ist eine Hirnoperation erforderlich. Bis der Rettungswagen eintrifft, sollten Angehörige den Betroffenen möglichst beruhigen und mit erhöhtem Oberkörper lagern. Bei Ohnmacht bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Beengende Kleidung schnell lockern. Weil Schluckstörungen auftreten können, geben Sie keine Getränke oder Medikamente. Es besteht Erstickungsgefahr. Bei Herz- oder Atemstillstand müssen Wiederbelebungsmaßnahmen erfolgen. 

Schlaganfall bei Jugendlichen

Kinder und Jugendliche erleiden deutlich seltener als Erwachsene einen Schlaganfall. Daher wird er in jungen Jahren oft nicht erkannt. Herzerkrankungen und eine erbliche Veranlagung zählen zu den Risikofaktoren für einen Schlaganfall bei Kindern und Jugendlichen. Öfter als bei Erwachsenen sind Gerinnungsstörungen die Ursache, die die Bildung von Blutgerinnseln begünstigen. 

Wie kann man einen Schlaganfall vorbeugen?

Den Schlaganfall können Sie vorbeugen, indem Sie Risikofaktoren meiden. Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Stoffwechselstörungen sollten rechtzeitig untersucht und behandelt werden. Das A und O sind gesunde Ernährung, Übergewicht vorbeugen, Bewegung und Sport und am besten kein Alkohol und Nikotin. „Hat ein Patient bereits einmal einen Schlaganfall erlitten oder besteht ansonsten ein erhöhtes Risiko, ist eine vorbeugende Behandlung mit Gerinnungshemmern zu empfehlen‟, sagt Dr. Susanne Bleich, Expertin der DAK. Wenn Sie Ihre Lebensweise ändern wollen, nutzen Sie unsere Online-Coachings. Sie begleiten Sie in ein gesünderes Leben.

Angebote der DAK-Gesundheit

Gehen Sie auch regelmäßig zum Arzt und nutzen Sie die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen der DAK-Gesundheit. Für die Behandlung sämtlicher Herzerkrankungen von Kindern und Erwachsenen wurden auch besondere regionale Verträge geschlossen. Erfahrene, spezialisierte Fachärzte führen die Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und die Nachsorge durch. Schauen Sie in unserer Spezialistensuche, ob auch in Ihrer Nähe ein Vertrag für die Behandlung und Therapie von Schlaganfällen besteht.

Zuletzt aktualisiert:
Thu Sep 29 12:51:28 CEST 2016

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