Betroffene einer Schimmelpilzallergie haben mit lästigen Beschwerden zu kämpfen

Schimmelpilzallergie

Wenn das Immunsystem allergisch auf Sporen von Schimmelpilzen reagiert

Igitt, Schimmel! Auch ohne Schimmelpilzallergie reagieren die meisten Menschen so. Das ist auch völlig verständlich und richtig, denn Schimmelpilze wie Aspergillus, Cladosporium oder Alternaria können uns krank machen. Zum Beispiel, indem sie Allergien auslösen. Die Schimmelpilzallergie ist oft schwierig zu diagnostizieren.

Schimmelpilzallergie: Ursachen

Die Ursache einer Schimmelpilzallergie sind Sporen oder Teile von Schimmelpilzen, die beim Einatmen in die Atemwege gelangen, oder beim Essen belasteter Lebensmittel in den Verdauungstrakt. Schimmelpilze kommen fast überall vor, vor allem dort, wo das Klima feucht-warm ist. Sie wachsen in feuchten Wohnungen an Tapeten und Fensterrahmen, aber auch an verdorbenen Lebensmitteln, Obst, Gemüse und Blumenerde. Außerdem können Pilzallergene bereits bei der Produktion in Lebensmittel geraten, etwa in Wein oder Ketchup.

Schimmelpilzallergie: Symptome

Eine Schimmelpilzallergie kann vielfältige Symptome haben: Niesen und Fließschnupfen, Husten, aber auch Brechreiz und Magen-Darm-Beschwerden. In schwereren Fällen kann eine Schimmelpilzallergie auch allergisches Asthma auslösen.

Schimmelpilzallergie: Diagnose

Schimmelpilze kommen in unüberschaubar vielen Arten und Varianten vor. Deshalb ist der Nachweis einer Schimmelpilzallergie sehr schwierig. Bei Verdacht sucht man am besten einen Allergologen auf. Er kann die Allergie durch verschiedene Tests diagnostizieren, zum Beispiel durch einen Pricktest: Dabei werden verschiedene allergieauslösende Stoffe in flüssiger Form auf die Unterarme getropft und die Haut wird mit einer feinen Nadel oberflächlich angestochen. Nach 20 Minuten zeigt eine Schwellung und Rötung eine Allergie an. Ein Bluttest auf Antikörper kann die Diagnose stützen.

Schimmelpilzallergie: Therapie

Bei einer akuten Schimmelpilzallergie können Medikamente wie Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren oder auch Kortison vorübergehend helfen. Auch eine Hyposensibilisierung kann sinnvoll sein. Dabei wird der Körper schrittweise an die allergieauslösenden Substanzen gewöhnt. Bei Schimmelpilzen in der Wohnung gilt es in jedem Fall, die Ursache abzustellen.

Schimmelpilzallergie: Vorbeugen

Auch bei dieser Form der Allergie gilt: Je weniger Kontakt mit den allergieauslösenden Substanzen, desto besser. In der Wohnung sollte man Schimmelpilzquellen entfernen. Bei einem großflächigen Befall erledigt das am besten ein Fachmann. Räume sollten gut gelüftet und trocken gehalten werden, und nicht zu stark auskühlen. Teppiche und Polster müssen regelmäßig gereinigt werden. In der Wohnung und vor allem im Schlafzimmer gilt es, auf „Staubfänger‟ verzichten, und es empfehlen sich eher Holz- und Ledermöbel. In der Küche sollte man Obst und Gemüse im Kühlschrank lagern und Küchenabfälle nicht offen liegen lassen. Mehr zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln erfahren Sie auch in unserer Rubrik Lebensmittelsicherheit.

Vor allem im Sommer und Herbst sind die meisten Schimmelpilzsporen zu finden. Betroffene einer Schimmelpilzallergie müssen dann bei der Gartenarbeit vorsichtig sein: Schimmelpilze kommen auch auf abgestorbenen Pflanzenteilen und Kompost vor. Und sie sollten zum Beispiel das Rasenmähen unterlassen, denn dabei werden Schimmelpilz-Sporen in großer Zahl aufgewirbelt.

Zuletzt aktualisiert:
Fri Jul 29 13:15:54 CEST 2016

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