Prostatakrebs erkennen Ärzte häufiger bei Senioren.

Prostatakrebs: So erkennen und besiegen Sie ihn

Der Krebs der Vorsteherdrüse tritt nicht nur bei älteren Herren auf

Prostatakrebs erkennen, besiegen und potent bleiben – auf diese Formel lässt sich bringen, was laut Robert Koch-Institut für jährlich 70.000 Männer in Deutschland, bei denen die Ärzte Prostatakrebs erkennen, ein großes Thema ist. Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen unter Männern. In Deutschland sterben drei von 100 Männern an Prostatakrebs, das entspricht zehn Prozent der Krebstoten insgesamt.

Wissens­wertes

Gut zu wissen zum Thema Prostatakrebs


Entgegen landläufiger Meinung handelt es sich nicht um eine reine Altherrenkrankheit. Auch bei manchem jüngeren Mann erkennen die Ärzte Prostatakrebs. Allerdings steigt die Krankheitsrate im Alter steil an: Untersuchungen haben ergeben, dass die Hälfte aller Senioren an Prostatakrebs erkrankt ist. Dennoch leiden nicht alle Betroffenen an dieser Krankheit. Viele sterben schließlich sogar, ohne dass der Prostatakrebs erkannt werden würde – und zwar nicht an, sondern mit ihrem Krebs. 

Mehr oder weniger aggressiver Prostatakrebs
 

Die Prostata ist eine kastaniengroße Drüse zwischen Harnblase und Beckenboden, die einen Teil der Samenflüssigkeit bildet. Prostatakrebs (Fachbegriff: Prostatakarzinom), also ein bösartiger Tumor in der Prostata, tritt in mehr oder weniger aggressiver Form auf. Beim lokal begrenzten Prostatakrebs wächst der Tumor entweder langsam oder zeitweise auch gar nicht. In solchen Fällen bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Prostatakrebs-Therapie mit Aussicht auf Heilung an. Dagegen sinken bei schnell wachsenden, aggressiven Karzinomen die Chancen, wenn diese die Gewebekapsel der Prostata durchbrechen und sich über die Lymph- und Blutbahnen im Körper verbreiten. 

Prostatakrebs erkennen: Symptome
 

Im Frühstadium verursacht Prostatakrebs nur selten Beschwerden. Typische Prostatakrebs-Symptome wie erschwertes oder häufiges Wasserlassen, starker Harndrang in der Nacht oder Erektionsstörungen treten erst auf, wenn der Tumor die Harnröhre einengt. Bei fortschreitender Erkrankung können Prostatakrebs-Metastasen in der Wirbelsäule oder im Becken zu starken Schmerzen führen. Aber Achtung: Auch bei einer gutartigen Prostatavergrößerung sind Beschwerden beim Wasserlassen ein typisches Problem. 

Prostatakrebs erkennen: Wie steht es um mein Risiko?

Risikofaktoren sind:

  • das Alter. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.

  • familiäre Vorbelastung. Wenn Vater oder Bruder Prostatakrebs hatten, besteht ein etwas höheres Risiko. Sind Vater und mehrere Brüder betroffen, steigt das Risiko weiter an.

  • Nahrungsergänzungsmittel. Hohe Dosen an Vitamin E erhöhen nachweislich das Risiko für Prostatakrebs.

Übrigens: Es gibt Hinweise darauf, dass Sport vor Prostatakrebs schützt. Außerdem erleiden Prostatakrebs-Patienten mithilfe von regelmäßigem moderatem Sport weniger Rückfälle und sterben seltener an ihrem Tumor.

Diagnose

Die Diagnose bei Prostatakrebs


Die Suche nach Anzeichen von Prostatakrebs ist ein fester Bestandteil des Programms zur Krebsfrüherkennung. Durch den Enddarm tastet der Arzt den hinteren Bereich der Prostata ab. Eine weitere Methode der Früherkennung ist die Ultraschalluntersuchung, bei der eine Sonde in den Darm eingeführt wird. 

Prostatakrebs erkennen: Umstrittener Test
 

Umstritten ist die Früherkennung auf Grundlage des Prostataspezifischen Antigens (PSA). Das PSA ist ein Eiweiß, das in der Prostata gebildet wird. Erhöhte Werte über 4 ng/ml können auf einen Tumor hinweisen, müssen es aber nicht. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum Nutzen des PSA-Werts in der Krebsfrüherkennung liegen noch nicht vor. Zudem verlagert ein frühes Erkennen von Prostatakrebs-Anzeichen anders als bei anderen Krebserkrankungen, bei denen eine Therapie möglichst früh starten sollte, möglicherweise nur die Therapiephase mit ihren eventuellen Nebenwirkungen zeitlich nach vorn, ändert aber nur wenig an der Prognose. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie rät vom PSA-Test als generelles Früherkennungsprogramm ab.

Prostatakrebs zuverlässig zu erkennen wird bei Krebsverdacht durch eine Gewebeprobe (Biopsie) möglich. Äußerst aussagekräftig ist das PSA dagegen in der Tumornachsorge nach operativer Therapie und nach einer Strahlentherapie sowie für die Verlaufskontrolle bei Hormontherapie.

Therapie

Therapie bei Prostatakrebs


Bei lokal begrenztem Prostatakrebs gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten: die Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie), die Perkutane Strahlentherapie von außen durch die Haut, die Permanente Seed Implantation (Brachytherapie) als Form der inneren Bestrahlung durch implantierte radioaktive Teilchen (englisch: seeds) oder die aktive Überwachung von Prostatakrebs ohne Behandlung, dafür aber mit regelmäßigen Kontrollen. Um die Wirksamkeit dieser Therapien und ihren Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten zu vergleichen, läuft seit Januar 2013 die PREFERE-Langzeitstudie. Wenn Ihr Arzt Ihnen die Teilnahme an dieser Studie vorschlägt, bedenken Sie, dass Sie damit wichtige Forschungsfortschritte in Sachen Prostatakrebs ermöglichen und auf eine besonders hohe Qualität bei Diagnose und Behandlung zählen können. 

In fortgeschrittenen Stadien von Prostatakrebs kommen Hormon- und Chemotherapie zum Einsatz.

DAK-Gesundheit

Die Angebote der DAK-Gesundheit zu Prostatakrebs


Die DAK-Gesundheit zahlt als Regelleistung das jährliche Abtasten der Prostata für Männer ab 45 Jahren. Für den PSA-Test kommt die Kasse bei Krebsverdacht als Ergebnis der Tastuntersuchung auf oder auch um den weiteren Verlauf der Krankheit zu kontrollieren. Damit entspricht die DAK-Gesundheit den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Wegen des nicht belegten Nutzens lehnt das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland eine Kostenübernahme für den PSA-Test zum frühzeitigen Erkennen von Prostatakrebs ab. 

Vom DAK-Spezialisten-Netzwerk profitieren
 

Bei der Diagnose Prostatakrebs finden DAK-Kunden sichere und schnelle Hilfe über das DAK-Spezialisten-Netzwerk: Ein Kooperationsvertrag mit der Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) garantierte auch dem DAK-Kunden Söncke Christiansen eine Therapie, die alle Forschungsfortschritte in puncto Prostatakrebs berücksichtigte. Was für Erfahrungen er gemacht hat, lesen Sie in seinem unten stehenden Patientenbericht.

Nutzen Sie das DAK-Versorgungsmanagement


Zu den vielen Fragen, die nach der Diagnose Prostatakrebs sicher aufkommen, ist das Versorgungsmanagement der DAK-Gesundheit der beste Ansprechpartner: Wenn Sie mögen, begleitet Ihr DAK-Gesundheitsberater vor Ort Sie mit Tipps und Informationen durch die Zeit der Krankheit bis hin zum Beantragen einer Rehamaßnahme oder dem Finden einer Selbsthilfegruppe.

Zuletzt aktualisiert:
Fri Jun 10 13:44:19 CEST 2016

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