PMS und Menstruationsbeschwerden kennen die meisten Frauen - alles zu Unterleibsschmerzen bei der DAK-Gesundheit.

PMS (Prämenstruelles Syndrom)

DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich erklärt, woher Menstruationsbeschwerden kommen

PMS und Menstruationsbeschwerden kennt nahezu jede Frau. Meist sind die Schmerzen aus medizinischer Sicht unbedenklich. In manchen Fällen können regelmäßige, starke Unterleibsschmerzen allerdings auf eine Krankheit hinweisen. Lesen Sie hier, was es mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) auf sich hat und woher die Krämpfe im Unterleib kommen. Zudem gibt DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich hilfreiche Tipps gegen Regelschmerzen.

DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich klärt über Menstruationsbeschwerden auf und gibt wertvolle Hausmittel-Tipps.

Dr. Susanne Bleich, Ärztin der DAK-Gesundheit

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Was ist das eigentlich?

„PMS bezieht sich auf die Tage vor der Menstruation und gehört zu den häufigsten gynäkologischen Beschwerdebildern“, sagt Dr. Susanne Bleich, Ärztin der DAK-Gesundheit. Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, nennen eine Vielzahl von Beschwerden wie zum Beispiel Reizbarkeit, Abgeschlagenheit, Überempfindlichkeit oder sogar Depressionen. „Es gibt viele körperliche und psychische Symptome, die in unterschiedlicher Häufigkeit und Intensität zehn bis 14 Tage vor der Regelblutung einsetzen und am ersten oder zweiten Tag der Periode wieder verschwinden“, ergänzt Dr. Bleich.

Warum haben Frauen Menstruationsbeschwerden?

Um Menstruationsbeschwerden zu verstehen, sollte man zunächst wissen, was bei der Menstruation eigentlich genau geschieht. Jeden Monat aufs Neue baut sich in der Gebärmutter die Schleimhaut für die Ankunft eines möglichen Embryos auf. Wird die Frau in dem Monat nicht schwanger, setzt ihre Regel ein.

Woher kommen Unterleibsschmerzen während der Periode?

Bei der Regelblutung baut der weibliche Körper diese Schleimhaut ab und scheidet sie aus. Für diesen Vorgang müssen sich die Muskeln der Gebärmutter zusammenziehen und wieder entspannen. „Der Rhythmus der Muskelkontraktion ist unregelmäßig. Manche Frauen spüren ihn als ein Ziehen im unteren Bauch, andere Frauen merken es überhaupt nicht“, sagt Dr. Bleich. Die Muskelarbeit kann auch krampfartige Menstruationsbeschwerden verursachen, die bis in die Beine und den Rücken ausstrahlen. Diese Krämpfe können auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen.

Menstruationsbeschwerden: Die Schmerzen sind unterschiedlich stark

Bislang ist unklar, warum die Periode bei manchen Frauen schmerzhafter ist als bei anderen und warum manche Frauen fast gar keine Beschwerden haben. „Sicher ist, dass die Schmerzen mit Prostaglandinen, einem bestimmten Botenstoff, zusammenhängen“, weiß Dr. Bleich, denn: „Wenn der Körper zu viel davon produziert oder sehr empfindlich darauf reagiert, ist dies vermutlich der Grund für eine schmerzhafte Periode“. Entwarnung gibt es für junge Frauen: Nach wenigen Jahren gewöhnt sich der Körper an den Botenstoff und die Menstruationsbeschwerden lassen bei den meisten Frauen nach oder verschwinden ganz. Bis dahin lindern bestimmte Hausmittel Regelschmerzen.

Regelmäßig starke Menstruationsbeschwerden – ein Fall für den Frauenarzt

Frauen, die regelmäßig unter sehr starken Regelschmerzen leiden, sollten einen Gynäkologen aufsuchen, um ernsthafte Erkrankungen wie beispielsweise eine Endometriose auszuschließen.

Menstruationsbeschwerden oder schwanger – welche Anzeichen gibt es?

Schwangere spüren zu Beginn der Schwangerschaft häufig ein Ziehen im Unterleib, das an Menstruationsbeschwerden erinnert. Das liegt daran, dass die Gebärmutter wächst und stärker durchblutet werden muss. Es ist nicht immer leicht, erste Anzeichen einer Schwangerschaft von Menstruationsbeschwerden zu unterscheiden: „Die Symptome bis zum Ausbleiben der Blutung und einem anschließend positiven Schwangerschaftstest sind oft unspezifisch“, erklärt Dr. Bleich. Sie rät Frauen, auf folgende Anzeichen einer Schwangerschaft zu achten:

  • Ihre Brüste spannen, sind extrem empfindlich und die Brustwarzen sind dunkler als sonst
  • Sie sind sehr oft müde
  • Sie haben eine plötzliche Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel
  • Ihnen ist öfter übel, besonders am Morgen
  • Sie müssen häufig auf die Toilette

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Zuletzt aktualisiert:
Fri Aug 12 13:14:59 CEST 2016

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