Lungenkrebs ist oft eine Folge des Rauchens

Lungenkrebs erkennen – und dann?

Risikopatienten sollten bei möglichen Symptomen besonders hellhörig sein

Lungenkrebs erkennen zum frühestmöglichen Zeitpunkt – bei dieser Erkrankung ist das wegen ihrer ungünstigen Prognose besonders wichtig. Meist gelingt es nur per Zufall, frühen Lungenkrebs durch Röntgen zu erkennen. Mit pro Jahr rund 50.000 Neuerkrankungen zählt Lungenkrebs zu den häufigeren Krebsleiden in Deutschland. Bei Männern ist Lungenkrebs mit Abstand die häufigste Krebstodesursache, die Frauen die dritthäufigste.

Wissens­wertes

Lungenkrebs erkennen: Was Sie wissen sollten

Lungenkrebspatienten sind in etwa drei von vier Fällen männlich. Da Frauen in den letzten Jahrzehnten in puncto Rauchen nachgezogen haben, geht es aber immer öfter auch um Frauen, bei denen die Ärzte Lungenkrebs erkennen. Die meisten Neuerkrankungen treten um das 60. Lebensjahr herum auf. Die Anzeichen für Lungenkrebs sind unspezifisch, im frühen Stadium verursacht er kaum Beschwerden – oder jedenfalls keine, die starke Raucher nicht gewöhnt wären. Deshalb wird die Erkrankung häufig erst spät entdeckt. 

Die Lebenserwartung bei Lungenkrebs 


Die Heilungschancen bei Lungenkrebs (Fachbegriff: Bronchialkarzinom) hängen stark von Art und Ausdehnung des Karzinoms ab. Die Prognose ist bei Frauen etwas besser: In Deutschland liegt das relative Fünfjahresüberleben für sie bei 21 Prozent, gegenüber 16 Prozent bei den Männern. Beim kleinzelligen Bronchialkarzinom erleben unter zehn Prozent der Betroffenen den fünften Jahrestag ihrer Diagnose. 

Woran erkennt man Lungenkrebs? 


Lungenkrebs erkennen – das klappt am ehesten, wenn man hellhörig für mögliche Lungenkrebs-Anzeichen ist und deren Abklärung beim Arzt nicht verschleppt. Besonders aufmerksam sollten Risikopatienten sein, auf die die bekannten Ursachen für Lungenkrebs zutreffen, also starke oder langjährige Raucher, Patienten mit chronischer Bronchitis, Menschen mit einer früheren Krebserkrankung, Krebserkrankungen in der Familie oder einer beruflich bedingten Schadstoffbelastung. 

Mögliche Symptome für Lungenkrebs 


Achten Sie besonders auf …

  • Husten, der ohne bekannte Ursache länger als drei Wochen anhält, oder chronischen Husten, der sich verschlimmert
  • länger anhaltenden Auswurf mit und ohne Blutbeimengung
  • unklare Fieberschübe
  • Atemnot
  • Brustschmerzen
  • Abgeschlagenheit, Leistungsminderung und Gewichtsverlust
  • chronische Heiserkeit und Schluckbeschwerden
  • Knochenschmerzen
  • Lymphknotenschwellungen oberhalb des Schlüsselbeins

Als erste Anzeichen für Lungenkrebs zeigen sich in der Regel Husten, Fieber, Schmerzen des Brustkorbs sowie Atemschwierigkeiten. Es führt aber nicht jede Art von Lungenkrebs zu diesen Symptomen. Besonders beim kleinzelligen Karzinom, das 20 bis 25 Prozent aller Bronchialkarzinome ausmacht, können Metastasen in Gehirn, Knochen, Herz und anderen Organen die frühesten Lungenkrebs-Anzeichen auslösen. 

Lungenkrebs erkennen: Wie hoch ist mein Risiko? 


Schätzungen zufolge können bis zu neun von zehn Lungenkrebsfällen auf das Rauchen zurückgeführt werden. Je länger und je mehr jemand geraucht hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man bei ihm irgendwann Lungenkrebs erkennen wird. Besonders bei Menschen, die schon als Jugendliche Raucher waren, steigt das Risiko. 

Auch Passivrauchen kann zu Lungenkrebs führen 


Achtung: Auch passives Rauchen erhöht das Lungenkrebsrisiko! Der sogenannte Nebenstromrauch, den Passivraucher einatmen, enthält zwar weniger Teer, Nikotin und andere Giftstoffe im Vergleich zum aktiven Rauchen, ist aber immer noch deutlich krebserregend. Der Passivraucher-Lungenkrebs trifft beispielweise Menschen, die viele Jahre in verqualmten Büros oder Lokalen gearbeitet haben; bei Frauen ist er häufiger als bei Männern.

Lungenkrebs erkennen: Nicht immer sind Zigaretten schuld 


Auch Substanzen, denen man in Beruf oder Umwelt ausgesetzt ist, führen in manchen Fällen zu Lungenkrebs. Erkennen lässt sich der Zusammenhang etwa bei Belastung durch Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder Quarz- und Nickelstäube. Noch 40 Jahre später kann sich aus einer Asbest-Schädigung Lungenkrebs entwickeln. Dieselabgase sind ein weiterer Risikofaktor, ebenso das radioaktive Edelgas Radon, das natürlicherweise im Erdreich vorkommt. Besonders in älteren Häusern kann das Gas in Keller und Erdgeschoss eindringen; einfaches Lüften senkt die Belastung. Wenn Ärzte in einer Familie mehrfach Lungenkrebs erkennen, steht oft eine genetische Komponente dahinter. Zudem haben chronisch-entzündliche Reizungen Einfluss auf die Entstehung von Bronchialkarzinomen.

Diagnose

Lungenkrebs-Diagnose: Röntgen und mehr


Um Lungenkrebs zu erkennen, leitet der Arzt bei verdächtigen Symptomen Untersuchungen in die Wege. Im ersten Schritt macht er sich ein Bild vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und erkundigt sich nach möglichen Risikofaktoren. Sind Lymphknoten an typischer Stelle geschwollen, kann dies einen Krebsverdacht begründen. Auch durch Abhören und Abklopfen ist es mitunter bereits möglich, Anzeichen für Lungenkrebs zu erkennen. 

Lungenkrebs-Diagnose durch Röntgen


Bei der Lungenkrebs-Diagnose spielt Röntgen eine wichtige Rolle: um den Lungenkrebs zu erkennen sowie um Lage und Größe der Tumore zu ermitteln. Falls das Ergebnis der Untersuchung nicht eindeutig ist oder auf Lungenkrebs hindeutet, folgt eine Computertomografie (CT). Per CT kann auch nach Metastasen in Kopf-, Brust- und Bauchbereich gesucht werden. Ein weiteres Verfahren zur Metastasendiagnostik ist die Magnetresonanztomografie (MRT).

Lungenkrebs-Diagnose durch Bluttest? 


Durch eine Blutuntersuchung Lungenkrebs erkennen – das ist, wie bei den meisten anderen Krebsarten auch, nicht so einfach möglich: Veränderungen des Blutbilds können viele Ursachen haben und treten im frühen Stadium oft noch nicht auf. Deshalb liefern Bluttests nur ergänzende Informationen. Lediglich ein bestimmter Tumormarker, ein körpereigener Stoff, der bei einer Krebserkrankung vermehrt auftreten kann, mit Namen NSE (neuronspezifische Enolase) ist recht typisch für das kleinzellige Karzinom. Weitere Verfahren, etwa zur Analyse von Blutproben auf Erbgutreste von Tumorzellen, sind noch in der Entwicklung. 

Lungenkrebs erkennen per Lungenspiegelung 


Bei einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) wird ein flexibler Schlauch (Endoskop) in die Atemwege eingeführt. So kann der Arzt die Bronchien einsehen und gegebenenfalls gleich kleine Gewebeproben (Biopsien) entnehmen. Dies ist meist nicht schmerzhaft, der Patient erhält eine örtliche Betäubung der Schleimhäute in den Atemwegen mit einem Spray. Auch eine leichte Narkose ist möglich. Ist die verdächtige Stelle nicht direkt erreichbar, kann von außen durch die Haut oder über ein Endoskop durch die Speiseröhre eine Probe entnommen werden (Nadelbiopsie). 

Lungenkrebs erkennen: Weitere Untersuchungen 


Um die Lungenkrebs-Behandlung zu planen, ist es wichtig herauszufinden, um welche Art von Tumor es sich handelt – dazu dienen Gewebeproben – und in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet (Staging). Die Ausbreitung des Tumors wird mit diversen nach Bedarf eingesetzten Verfahren bestimmt. Dazu gehören Ultraschalluntersuchung (Sonografie) insbesondere der Leber, Knochenszintigrafie, Positronen-Emissionstomografie (PET) und Mediastinoskopie, eine Spiegelung des zwischen den Lungen gelegenen Mittelfellraumes.

Therapie

Die Therapie bei Lungenkrebs 


Die wesentlichen Säulen der Therapie bei Lungenkrebs sind Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. Wie die Therapie genau aussieht, hängt vor allem von der Art des Tumors und dem Krankheitsstadium ab. Bei nicht-kleinzelligen Karzinomen im frühen Stadium bietet eine Operation die Chance auf langfristige Heilung.

Schlechtere Prognose bei Fernmetastasen 


Hat der Lungenkrebs bereits zu Metastasen geführt, die sich nicht in der Nähe des Primärtumors oder in den benachbarten Lymphknoten befinden, sinken die Heilungschancen deutlich. Die Lungenkrebs-Behandlung zielt dann in erster Linie darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.

DAK-Gesundheit

Was die DAK-Gesundheit bei Lungenkrebs für Sie tun kann

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Das DAK-Versorgungsmanagement hilft gern


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Zuletzt aktualisiert:
Wed Oct 14 16:39:52 CEST 2015

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