Leukämie bei Kindern ist die häufigste Krebsform bei kleinen Patienten – mit guten Heilungschancen!

Leukämie bei Kindern erkennen

Blutkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern – zum Glück mit guten Heilungschancen

Leukämie bei Kindern: Erkennen Ärzte diese Erkrankung, folgt für die betroffenen Familien eine Zeit extremer Belastung, aber auch mit viel Hoffnung. Glücklicherweise ist Krebs bei Kindern generell sehr selten: Pro Jahr gibt es in Deutschland etwa 1.800 Fälle von unter 15-Jährigen. 34 Prozent von ihnen leiden an einer Leukämie. Damit sind Leukämien die häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern.

Wissens­wertes

Leukämie bei Kindern erkennen: Was Sie wissen sollten
 

Die gute Nachricht zuerst: Bei Kindern mit Leukämie sind die Heilungschancen in den letzten dreißig Jahren stark gestiegen. Durchschnittlich überleben 80 Prozent der betroffenen Kinder. Bei akuter lymphatischer Leukämie sind es sogar fast 90 Prozent. Mehr zu den einzelnen Leukämieformen sowie weitere Informationen finden Sie in unserem allgemeinen Beitrag zu Leukämie

Die häufigsten Leukämieformen bei Kindern
 

Wenn Ärzte bei Kindern Leukämie erkennen, handelt es sich in acht von zehn Fällen um die akute lymphatische Leukämie (ALL). Diese Erkrankung tritt vor allem im Alter von drei bis sieben Jahren auf. Leukämie bei Säuglingen kommt aber auch vor, allerdings sehr selten: Nur bei fünf Prozent aller Fälle, in denen Ärzte bei Kindern Leukämie erkennen, ist ein Baby betroffen. Zwei von zehn kindlichen Leukämiepatienten leiden an der akuten myeloischen Leukämie (AML), für die ein Auftreten zwischen dem zweiten und dritten sowie zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr typisch ist. Auch bei jungen Erwachsenen kommt Leukämie in verschiedenen Formen vor. 

Blutkrebs bei Kindern – die Symptome
 

Eine Leukämie erkennt man oft am Blutbild, weil die Zusammensetzung des Blutes verändert ist. Deshalb ruft Leukämie bei Kindern Symptome hervor, die mit dem Blut und dessen Funktionen zusammenhängen, zum Beispiel: 

  • Blässe, Schwäche, Müdigkeit
  • Spielunlust, verminderte Leistungsfähigkeit
  • allgemeines Unwohlsein 

Bei solchen Beschwerden handelt es sich aber längst nicht immer um erste Anzeichen einer Leukämie bei Kindern! Vergleichbare Symptome können bei den verschiedensten, oft harmlosen Erkrankungen auftreten. Halten sie jedoch ohne erkennbare Ursache längere Zeit an, suchen Sie einen Kinderarzt auf: Ein Blutbild des Kindes kann den Verdacht Leukämie frühzeitig ausräumen oder festigen. Je früher Experten Leukämie bei Kindern erkennen und behandeln, desto besser. 

Mögliche weitere Symptome, die helfen, Leukämie bei Kindern zu erkennen 

  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
  • Kurzatmigkeit
  • Fieber
  • Appetitverlust
  • Schwindel
  • Nachtschweiß
  • geschwollene Lymphknoten
  • Vergrößerung von Leber und Milz 

Häufig führt eine Leukämie bei Kindern zu Schmerzen in den Gelenken und Knochen, vor allem in Armen und Beinen. Diese können so stark sein, dass jüngerer Nachwuchs nur noch getragen werden möchte statt selbst zu laufen. Weitere Anzeichen können vermehrte Blutungen sein, zum Beispiel stecknadelkopfgroße Hautblutungen (Petechien), blaue Flecken oder häufiges Nasenbluten. 

Leukämie bei Kindern: Rätsel um die Ursachen
 

Die Ursachen von Leukämie bei Kindern sind nicht vollständig geklärt. Vermutlich wirken eine genetische Veranlagung und Umweltfaktoren zusammen. Wichtig: In den allermeisten Fällen besteht keinerlei Grund für Eltern, sich wegen vermuteter Fehler oder Vererbung Vorwürfe zu machen. In der Regel bleiben die Ursachen für die Leukämieerkrankung eines Kindes im Dunkeln. Bei Kindern, deren Immunsystem nicht richtig funktioniert – etwa wegen des Down-Syndroms (Trisomie 21) –, ist das Risiko für Leukämie erhöht. Mögliche Leukämie-Ursachen aus der Umwelt sind radioaktive Strahlung, Röntgenstrahlung sowie Zigaretten- und Alkoholkonsum der Eltern.

Diagnose

Leukämie bei Kindern – so erkennen Ärzte den Blutkrebs
 

Findet der Arzt durch die Beschreibung der Symptome und die körperliche Untersuchung‎ des jungen Patienten Hinweise auf Leukämie, nimmt er zunächst eine umfassende Blutuntersuchung vor. Falls sich der Verdacht Leukämie erhärtet, wird er das Kind oder den Jugendlichen zur Entnahme von Knochenmark (Knochenmarkpunktion) in ein Krankenhaus überweisen, das auf Krebs- und Bluterkrankungen im jugendlichen Alter spezialisiert ist (Klinik für pädiatrische Onkologie/Hämatologie). 

Das Ausmaß der Erkrankung
 

Ist die Diagnose Leukämie bei Kindern gesichert, geht es um das genaue Ausmaß der Erkrankung. Mit verschiedenen bildgebenden Verfahren (Ultraschall‎- und Röntgenuntersuchung‎, Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT), Skelett-Szintigraphie) werden Gehirn, Leber, Milz, Lymphknoten‎ und Knochen untersucht. Ob das Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) betroffen ist, wird per Lumbalpunktion ermittelt. Dazu entnimmt der Arzt aus dem Rückenmarkskanal ein paar Tropfen Rückenmarksflüssigkeit, die auf Leukämiezellen untersucht wird.

Therapie

Blutkrebs bei Kindern erkennen und besiegen
 

Die Behandlung einer Leukämie bei Kindern hängt von der genauen Form des Blutkrebses ab. Außerdem spielt eine Rolle, wie stark sich die Leukämiezellen bereits ausgebreitet haben und wie die Leukämie auf die Therapie anspricht. Wichtige Bausteine sind Chemotherapie, Strahlentherapie und auch eine Stammzell- beziehungsweise Knochenmarktransplantation. In Einzelfällen werden Medikamente eingesetzt, die gezielt wirken. 

Leukämie bei Kindern behandeln in vier Phasen
 

Üblicherweise wird Leukämie bei Kindern in vier Phasen von unterschiedlicher Dauer therapiert: Auf die Induktionstherapie folgen Konsolidierungs- und Intensivierungstherapie, Reinduktionstherapie sowie Erhaltungs- oder Dauertherapie bis zu einer Gesamt-Therapiedauer von etwa zwei Jahren. Die Erhaltungs- oder Dauertherapie wird vorwiegend ambulant vorgenommen‎.

DAK-Gesundheit

Leukämie bei Kindern: Was die DAK-Gesundheit für Sie tun kann

Leukämie bei Kindern: Erkennen die Ärzte diese Erkrankung, ist es für die Eltern ein Schock. Dabei wollen wichtige Entscheidungen getroffen sein: Welcher Klinik vertrauen wir unser Kind an? Wie schaffen wir den Spagat zwischen krankem Kind, Geschwisterkindern und dem Job? Die erfahrenen Gesundheitsberater der DAK-Gesundheit und unser Versorgungsmanagement möchten gerne dazu beitragen, Ihnen diese schwierige Zeit etwas leichter zu machen. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Die DAK-Gesundheit arbeitet in ihrem Spezialisten-Netzwerk mit diversen Spezialisten und Kliniken zusammen – Ihr Gesundheitsberater kennt die Angebote in Ihrer Nähe. Als Beispiel für die Region Weser-Ems: die „Pädiatrische Onkologie Weser-Ems“ für an Leukämie oder anderen Krebsarten erkrankte Kinder und Jugendliche.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Oct 21 13:25:46 CEST 2015

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