Die koronare Herzkrankheit kann ohne sichtbare Symptome voranschreiten.

Koronare Herzkrankheit: Wie Behandlung und Therapien das Leben erleichtern

Symptome können erst Jahre später auftreten

Bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) sind wichtige Blutgefäße des Herzens, die Herzkranzgefäße, verengt. Dadurch wird das Herz über das Blut nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Es handelt sich um eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die zum Herzinfarkt führen kann. 

Koronare Herzkrankheit: Jahrelang ohne Symptome

Die koronare Herzkrankheit kann jahrelang voranschreiten, ohne dass Symptome auftreten. Sind die Gefäße bereits stärker verengt, kommt es zu mehr oder weniger starken Schmerzen in der Brust mit gefühlter Brustenge. Der medizinische Fachbegriff dafür lautet Angina Pectoris. Meist treten gleichzeitig Angst- oder Beklemmungsgefühle auf. Die Schmerzen können auf den Oberkörper, Arme, Nacken oder Kiefer ausstrahlen.

Weitere mögliche Symptome der koronaren Herzkrankheit sind Atemnot oder Kurzatmigkeit. Oft werden Beschwerden erst durch körperliche Belastung ausgelöst. Man spricht dann von einer stabilen Angina Pectoris. Eine instabile Angina Pectoris oder ein akutes Koronarsyndrom liegt vor, wenn Sie auch im Ruhezustand plötzlich starke Schmerzen fühlen. Bei einer instabilen Angina Pectoris ist die Gefahr besonders groß, dass es zu einem vollständigen Verschluss der Gefäße und somit zu einem Herzinfarkt kommt. 

DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich berät über die koronare Herzkrankheit

Dr. Susanne Bleich, Ärztin der DAK-Gesundheit

Ursache: Gefäßverkalkung

Die Verengung der Gefäße bei der koronaren Herzkrankheit wird durch Arteriosklerose, umgangssprachlich Gefäßverkalkung, verursacht. Bei Arteriosklerose kommt es zu Entzündungen und zur Ablagerung von Zellen, Fetten und anderen Substanzen in den Gefäßwänden. Durch diese Ablagerungen in der Gefäßwand, die sogenannten Plaques, wölbt sich die Gefäßwand immer mehr nach innen und der Durchmesser verengt sich.    

Koronare Herzkrankheit mit ernsten Folgen

„Bei einer weit fortgeschrittenen Herzkrankheit sind Betroffene kaum mehr leistungsfähig. Schon bei kleinster Anstrengung oder sogar im Ruhezustand treten Beschwerden auf‟, sagt DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich. „Zudem besteht die Gefahr, dass die Plaques aufbrechen. Dann bilden sich Blutgerinnsel, die das Gefäßinnere vollständig verschließen und einen Herzinfarkt auslösen." Auch kann die Gefäßwand eines erkrankten Herzkranzgefäßes reißen, und es kommt zur einer lebensgefährlichen Blutung im Herzmuskel. Eine weitere Folge der KHK kann eine Herzinsuffizienz, eine Schwächung des Herzmuskels, sein.

Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit

Das Risiko, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln, kann bei einigen Menschen erblich bedingt sein. Ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko ist es daher, wenn Familienmitglieder erkrankt sind. Auch steigt die Wahrscheinlichkeit, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln, mit dem Alter an. Weitere Risikofaktoren sind Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, starkes Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und Diabetes mellitus

Therapien verbessern die Lebensqualität

Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Behandlung der KHK. Im Allgemeinen zielen diese darauf ab, das Risiko für einen Herzinfarkt und eine Herzinsuffizienz zu senken, das Fortschreiten der Arteriosklerose zu verringern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Welche Form der Therapie im Einzelfall erforderlich ist, hängt unter anderem vom individuellen Krankheitsbild und vom Risiko und den Beschwerden eines Betroffenen ab.

Behandlung mit Medikamenten 

Verschiedene Medikamente werden zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit eingesetzt. Sogenannte Koagulationshemmer oder Koagulantien sollen der Bildung von Blutgerinnseln und damit der Entstehung eines Herzinfarkts vorbeugen. Lipidsenker können den Blutfettgehalt reduzieren, um weiteren Ablagerungen entgegenzuwirken. Betablocker kommen zum Einsatz, um die Zahl der Herzschläge zu verringern. Das Herz wird dadurch entlastet und es kommt seltener zur Angina Pectoris. Schnellwirkende Nitrate, zum Beispiel das Nitrospray, können zur Behandlung eines akuten Angina-Pectoris-Anfalls eingesetzt werden. In schwereren Fällen wird die Weitung der Herzkranzgefäße mithilfe eines Ballonkatheters vorgenommen. Bei einer Bypass-Operation wird chirurgisch eine Umgehung verengter Blutgefäße geschaffen.

Angebote der DAK-Gesundheit

„Zur Therapie der koronaren Herzkrankheit empfiehlt sich in jedem Fall eine Änderung des Lebensstils‟, sagt DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich. „Betroffene sollten Bewegung in den Alltag integrieren, auf eine gesunde Ernährung umstellen, das Rauchen einstellen und Stress abbauen. Bluthochdruck oder Diabetes mellitus müssen richtig behandelt werden, da sie das Fortschreiten der KHK begünstigen können.‟ Nutzen Sie für eine Umstellung Ihrer Lebensgewohnheiten unsere Online-Coachings. Sie begleiten Sie in ein gesünderes Leben.

Gehen Sie außerdem regelmäßig zum Arzt. Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen. Wer bereits an der koronaren Herzkrankheit leidet, kann an dem entsprechenden DAK-Gesundheitsprogramm teilnehmen. Es hilft, die Behandlung der koronaren Herzkrankheit und die Lebensqualität zu verbessern.

Zuletzt aktualisiert:
Thu Sep 29 12:25:39 CEST 2016

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