Ein Mann hält sich vor Schmerz den Kopf, wenn er bloß wüsste, welche der vielen Kopfschmerzarten ihm zu schaffen machen

Kopfschmerzarten, die Sie kennen sollten

Wo könnte mein Kopfschmerz einzuordnen sein? Ein Überblick

Kopfschmerzarten gibt es in großer Zahl – die wichtigsten lernen Sie auf dieser Seite kennen. Zu einigen Kopfschmerzarten wie beispielsweise der Migräne haben wir für Sie außerdem vertiefende Informationen auf eigenen Unterseiten zusammengestellt. 

Kopfschmerzarten I: Wen trifft es eigentlich?


Wer vom Kopfschmerz geplagt wird, ist nicht allein: Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich darunter. Bei jedem Zehnten schlägt sein persönlicher „Lieblingsfeind“ unter den Kopfschmerzarten sogar wöchentlich zu, das ergab im Jahr 2013 eine Umfrage der DAK-Gesundheit. Auch interessant: Frauen trifft es häufiger als Männer, Jüngere öfter als Ältere. Die beiden häufigsten Kopfschmerzarten sind Spannungskopfschmerz und Migräne. Häufig treten die verschiedenen Kopfschmerzarten auch kombiniert auf. So haben beispielsweise manche Migränepatienten auch gleichzeitig Spannungskopfschmerzen.

Kopfschmerzarten II: Welche ist es bei Ihnen?


Die drei wichtigsten Kopfschmerzarten sind:

  • Spannungskopfschmerz: ein drückend-ziehender, leichter bis mittelschwerer Schmerz im gesamten Kopf, der – anders als andere Kopfschmerzarten wie Migräne – bei körperlicher Aktivität nicht stärker wird. (Mehr über Spannungskopfschmerzen)
  • Migräne: ein chronisches Leiden, für das ein anfallartiger, pulsierender halbseitiger Kopfschmerz typisch ist. Zusätzlich können Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit auftreten. (Mehr über Migräne)
  • Clusterkopfschmerz (auch Bing-Horton-Neuralgie oder Histaminkopfschmerz): einseitige extrem heftige Schmerzattacken im Bereich von Schläfe und Auge. Tritt phasenweise gehäuft auf, worauf Monate oder gar Jahre ohne Beschwerden folgen können. (Mehr über Clusterkopfschmerzen) 

Weitere Kopfschmerzarten und -ursachen


  • Kältekopfschmerz: ein durch kalte Speisen oder Getränke ausgelöster stechender Schmerz, der in der Regel nach 30 Sekunden seinen Höhepunkt erreicht und dann ebenso schnell wieder nachlässt. Wird auch Hirnfrost genannt.

  • Sexualkopfschmerz: tritt während oder kurz vor dem Orgasmus auf, beginnt meist im Nacken, schießt zur Stirn und klingt danach aus. Migränepatienten sind besonders oft betroffen, Männer häufiger als Frauen.

  • Medikamenteninduzierter Kopfschmerz: Kopfschmerzart, die durch übermäßigen Gebrauch von Schmerzmitteln beziehungsweise deren Entzug verursacht wird oder direkte Nebenwirkung anderer Medikamente ist.

  • Kopfschmerzen bei Nebenhöhlenentzündungen: Schmerzen im Stirnbereich, über der Nase, zwischen und unter den Augen. Zusätzlich kommt es dort zu einem deutlichen Druckgefühl, das beim Bücken stärker wird, und die Nase fühlt sich verstopft an.

  • Kopfschmerzen bei Erkrankungen der Halswirbelsäule (HWS): ein HWS-Syndrom wird durch Verschleiß oder andere Ursachen ausgelöst und kann von Kopfschmerz begleitet sein. Typisch für das Syndrom sind vor allem Schmerzen im Nacken-Schulter-Bereich über der Wirbelsäule, die schlimmer werden, wenn der Kopf bewegt wird.

  • Kopfschmerzen nach einem Halswirbelsäulen-Trauma (Schleudertrauma): Auslöser ist häufig ein Autounfall. Meist gehen die Beschwerden nach einigen Tagen oder Wochen zurück, es kann aber auch zu dauerhaften Kopfschmerzen kommen.

  • Kopfschmerzen durch ein Glaukom: die Augenerkrankung („grüner Star“) kann zu Kopfschmerzen führen. Weitere Symptome: rotes Auge, Augapfel fühlt sich hart an, Augenschmerzen, Sehstörungen.

  • Riesenzellarteriitis: eine Gefäßentzündung der Schläfenarterien, an der vor allem ältere Frauen erkranken und deren erstes Symptom oft ein starker, bohrend-stechender Kopfschmerz ist, der sich durch Kauen noch verschlimmert.

  • Vernichtungskopfschmerz: plötzlich einsetzende sehr starke Kopfschmerzen, die ihr Maximum innerhalb der ersten 60 Sekunden erreichen und die im Gegensatz zu den meisten Kopfschmerzarten ein Fall für den Notarzt sind. Die häufigste und gefährlichste Ursache ist eine Subarachnoidalblutung, eine spezielle Form der Hirnblutung.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Sep 30 09:34:22 CEST 2015

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