Gesunde Kinderernährung ist mir den Tipps der DAK-Gesundheit ein leckeres Vergnügen

Gesunde Kinderernährung – Grundlagen und Tipps

Machen Sie Schleckermäulchen gute Essgewohnheiten schmackhaft!

Kinderernährung ist für Eltern ein großes Thema: Was muss ich kochen, damit mein Kind wächst und gedeiht? Wie gehe ich mit ungesunden Leibspeisen um – oder mit einem Kind, das Gesundes kategorisch ablehnt? Zur Kinderernährung gehört auch das Stichwort Familientisch – denn optimalerweise isst die Familie möglichst oft gemeinsam. Dabei wird man nicht nur satt. Man spürt auch Liebe, Aufmerksamkeit, Nähe – alles, was für die gesunde Entwicklung eines Kindes wichtig ist.

Übergewicht durch gesunde Kinderernährung vorbeugen

Gesunde Kinderernährung rückt auch deshalb vermehrt in den Blick, weil viele Heranwachsende heute mit Übergewicht zu kämpfen haben. Das liegt nicht nur an Bewegungsmangel, sondern auch an Fertiggerichten, die oft zu fett sind. Hinzu kommen süße Snacks zwischendurch. Wer dann noch regelmäßig den Durst mit zuckerhaltigen Softdrinks löscht, hat schnell zu viele Kilos auf den Hüften. Die Formel für gesunde Kinderernährung: wenig Fertiggerichte, viel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und dazu Wasser und Schorlen ohne Zuckerzusatz.

Gesunde Snacks

Geheimtipps bei der gesunden Kinderernährung: frische Snacks

  • Salatrollen

    Eine reife Avocado zerdrücken, eine Tomate klein würfeln und mit etwas Creme fraîche, Sprossen, Salz und Pfeffer unter die Avocado-Creme ziehen. Kleine Menge auf ein Salatblatt geben und zusammenrollen. Gesunde Kinderernährung vom Feinsten!

  • Knäckebrot mit Frischkäse-Thunfisch-Schnittlauch-Aufstrich

    Oder mit Banane, Avocado, Radieschen, Tomaten, alles in feine Scheiben geschnitten. Oder mit Hummus, einer Paste aus dem Orient: Zwei große Knoblauchzehen, 1500 Gramm getrocknete Kichererbsen, 1/3 Tasse Sesam, etwas Limettensaft und ¼ bis ½ Tasse Wasser. Alle Zutaten in den Mixer und pürieren.

  • Rohkost – der gesunde Kinderernährungs-Klassiker

    Karotten, Gurken, Kohlrabi, Paprika (in Streifen geschnitten) im Glas. Mit Hummus oder Joghurt- Kräuter- Dip.

  • Eine bunte Obstauswahl

    Birnen und Äpfel, Orangen, Datteln, Mandarinen, Bananen. Bieten Sie vorwiegend kleine Apfelsorten an, zum Beispiel Rubinette.

  • Nüsse & Kerne

    Mandeln, Hasel-, Wal- und Pecannüsse. Sonnenblumen-, Pinien- und Kürbiskerne. Auch Trockenobst und frische rohe Maiskolben lassen sich gut in die Kinderernährung einbauen.

  • Die besten Durstlöscher

    Wasser, Apfelschorle und Früchte- oder Kräutertee. Es gibt mehr als hundert Mischungen. Eine wird Ihrem Kind bestimmt schmecken.

    Achtung: Zwischenmahlzeiten sind in Ordnung, wenn Ihr Kind bei Tisch ausreichend isst. Problematisch wird die Kinderernährung, wenn der Teller halb voll bleibt – und kurz darauf der Obstkorb geplündert wird. Deshalb eine Zeitspanne (zum Beispiel eine halbe Stunde) ausmachen, in der es vor und nach dem Essen nichts extra gibt.


Wenn Sie weitere Fragen zur gesunden Kinderernährung oder zur gesundheitlichen Entwicklung Ihrer Kinder haben, wenden Sie sich gern an die Elternberatung der DAK-Gesundheit. Wir freuen uns, Ihnen behilflich zu sein.

Zucker – die süße Sucht

Zu viel Zucker ist Gift für die gesunde Kinderernährung

Leider nehmen Kinder immer mehr Zucker zu sich – den größten Teil davon über Softdrinks, wie das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund festgestellt hat. Zucker steckt aber nicht nur in Softdrinks und Süßigkeiten, sondern auch da, wo man ihn gar nicht vermutet: in Frucht- und Gemüsesäften, in Tütensuppen und -soßen, in Milchprodukten, Fischkonserven und Tiefkühlkost, in Senf, fertigen Salatdressings, Tomatenketchup. Viele Kinder sind bereits so sehr an Zucker gewöhnt, dass sie natürlich süße Obstsorten wie beispielsweise Erdbeeren oder Ananas im Naturzustand als „sauer“ empfinden.

Gesunde Kinderernährung – Tipps der DAK-Gesundheit:

  • Nur wenig aus Tüte, Truhe und Dose: Verzichten Sie, wo immer es geht, auf Fertignahrung. Statt Tiefkühlpizza oder Instantsoßen zu kaufen, kochen Sie lieber große Mengen auf einmal, frieren diese dann ein und tauen sie bei Bedarf portionsweise auf – das geht genauso schnell, ist billiger und gesünder.

  • Den Süßhunger steuern: Damit Ihre Kinder nicht ständig nach Schokolade oder Gummibärchen gieren, bieten Sie drei- bis viermal pro Woche eine Süßspeise an. Quark mit Früchten, Pudding und Milchreis sind für gesunde Kinderernährung Ihre besten Verbündeten.
  • Vorsichtig einkaufen: Nuss-Nougat-Cremes und Frühstücksflockenmischung sind keine Nahrungsmittel, sondern Süßigkeiten. Und sollten daher nur in kleinen Mengen bei der Kinderernährung vorkommen. Wenn es gar nicht ohne Cornflakes geht: Mischen Sie reichlich Haferflocken, selbst geknackte Nüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne darunter.
  • Selbermachen: Marmeladen Marke Eigenbau enthalten weniger Zucker und mehr Obst als gekaufte.

  • Süßigkeiten rationieren: Eine angemessene Tagesration umfasst bei der Kinderernährung sechs Bonbons oder zwei Dickmanns oder einen kleinen Schokoriegel, für Teenager eine halbe Tafel Schokolade. Wenn der Sucht nach Süßem nicht mit Vernunft und guten Worten beizukommen ist, hilft manchmal nur noch das: Taschengeld kürzen (denn das wird statistisch gesehen zu über 60 Prozent für Süßigkeiten ausgegeben) und den Betrag auf ein Sparbuch legen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es sich nicht um eine Strafe handelt, sondern um eine Maßnahme, die seine Gesundheit schützt.


Trink­tipps

Trinktipps für die gesunde Kinderernährung

Spielen, die Welt entdecken und lernen – dafür benötigen Kinder viel Energie. Eine ordentliche Grundlage dafür schafft eine ausgewogene Kinderernährung, zu der selbstverständlich auch das richtige Trinken gehört. Denn nur wenn der Wasserhaushalt ausgeglichen ist, können Zellen und Organe optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Bereits ein Wasserverlust von zwei Prozent führt zur Verminderung der Leistungsfähigkeit: Die Konzentration sinkt und man fühlt sich müde. Deswegen ist regelmäßiges Trinken – über den Tag verteilt, vormittags in der Schule und nachmittags bei Hausaufgaben, Freizeit und Sport – besonders wichtig, um körperlich fit und geistig leistungsfähig zu bleiben.

Kinder sollten kalziumreiche Mineralwässer (ab 150 Milligramm pro Liter, besser noch 250 Milligramm) trinken, denn Kalzium spielt eine wichtige Rolle beim Wachstum, sorgt für stabile Knochen und Zähne und rundet so die Kinderernährung ab. Beim Lernen empfehlen sich magnesiumreiche Mineralwässer mit 50, besser noch 100 Milligramm Magnesium pro Liter. Das enthaltene Magnesium hat einen positiven Einfluss auf das Nervensystem und damit auf die Konzentrationsfähigkeit.

So essen Kinder täglich gesund        

  • Bereits zum Frühstück ein Glas Mineralwasser trinken – das macht wach!
  • Eine Flasche Mineralwasser für die Schule einpacken.
  • Bei hohen Temperaturen im Sommer oder wenn noch Sport ansteht, ausreichend Getränke mitnehmen.
  • Jede Pause nutzen, um einen Schluck zu trinken.
  • Abends die Trinkmenge des Tages überprüfen. (Als Maßstab für gesunde Kinderernährung: 7 bis 13 Jahre: circa 1,2 Liter, 13 bis 15 Jahre: circa 1,3 Liter, 15 bis 19 Jahre: circa 1,5 Liter.)

Zuletzt aktualisiert:
Tue Feb 23 07:30:36 CET 2016

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