Schlafprobleme bei Kindern sind weit verbreitet, oft hilft ein vertrautes Einschlafritual

Wenn Kinder Probleme mit dem Schlafen haben

So klappt es mit dem Sandmännchen

Kleine Kinder schlafen häufig unruhig. Doch nicht immer stecken dahinter Schlafprobleme oder gar eine ernstliche Schlafstörung. Hier erfahren Sie, wie Sie Probleme Ihrer Kinder mit dem Schlafen erkennen und was Sie dagegen unternehmen können.

Viele Reize – und die Kinder schlafen schlecht

Aufregende Computerspiele, stundenlanges Fernsehen, E-Mails und SMS: Kinder sind am Tag vielen Reizen ausgesetzt. Abends fällt es ihnen oft schwer, zur Ruhe zu kommen. Das kann zu Konflikten führen. Denn viele Eltern reagieren ungeduldig, wenn ihr Nachwuchs nicht einschläft oder sie nachts aus dem Schlaf reißt. 

Ein Dilemma: der frühe Start in den Tag

Vielen Kindergarten- und Schulkindern macht der frühe Start in den Tag zu schaffen. Um acht Uhr auf der Matte zu stehen, weil Mama ins Büro muss oder die Schulglocke klingelt, passt nicht zu ihrem Biorhythmus. Im Schnitt kommen Grundschulkinder mit rund zehn Stunden Schlaf aus. Ob Kinder lange schlafen oder Frühaufsteher sind, bestimmen vor allem die Gene. 

Was Sie tun können bei Schlafproblemen Ihrer Kinder

Kinder schlafen am besten, wenn sie gerne ins Bett gehen. Etablieren Sie feste Schlafenszeiten und abendliche Rituale für Ihre Kinder. Schlafen klappt nach einer Gute-Nacht-Geschichte und Kuscheln mit Mama oder Papa gleich besser. Ein kurzes Gespräch hilft, die Ereignisse des Tages zu verarbeiten. Hingegen nützt es nichts, Kinder schlafen zu schicken, wenn sie noch nicht müde sind. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder sich tagsüber richtig austoben, zum Beispiel beim Sport oder auf dem Spielplatz.

Die Kinder schlafen schlecht? Das ist ein Fall für den Kinderarzt, wenn sie …

  • vor dem Einschlafen häufig länger als 30 Minuten wach liegen

  • nachts ständig aufwachen und schlecht wieder einschlafen

  • länger als vier Wochen über Schlafprobleme klagen

  • nachts oft einnässen

  • tagsüber immer müde und schlapp wirken

  • extrem aufgedreht wirken

  • sich nicht konzentrieren können

  • regelmäßig Ringe unter den Augen haben

Falls Sie unsicher sind, führen Sie ein Schlaftagebuch (pdf, 413 KB). Dort tragen Sie ein, wann Ihre Kinder schlafen gehen, wie lange sie schlafen und wann sie nachts wach liegen. Nehmen Sie dieses Tagebuch auch zum Kinderarzt mit.

Zuletzt aktualisiert:
Mon Aug 10 16:25:49 CEST 2015

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