Impotenz: Viele Männer leiden an Erektionsstörungen – die DAK-Gesundheit erklärt, was hilft.

Impotenz: Ursachen & Behandlung der erektilen Dysfunktion

Hier erklärt DAK-Arzt Dr. Mark Dankhoff, was bei einer Erektionsstörung hilft

Impotenz. Ein mächtiges Wort – es löst bei fast jedem eine emotionale Reaktion aus, vor allem natürlich bei Männern. Und gerade für die Betroffenen sind Erektionsstörungen ein Problem, das weit über die körperlichen Aspekte der Sexualität hinausgeht und massive Auswirkungen auf die Psyche haben kann: Scham, Angst und Minderwertigkeitsgefühle sind oft die Folge. Doch es gibt einen Ausweg, denn die erektile Dysfunktion – dem heute gebräuchlichen Begriff für das, was der Volksmund häufig noch immer als Impotenz bezeichnet – ist behandelbar.

Impotenz – so beheben Sie Erektionsstörungen

Für Männer ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg, Impotenz und die damit verbundene erektile Dysfunktion zu behandeln, oft zugleich die größte Hürde. Deshalb rät unser DAK-Mediziner Dr. Mark Dankhoff vor allem: „Wenn Sie an Erektionsstörungen leiden, sprechen Sie darüber, vertrauen Sie sich jemandem an. Das ist der wichtigste Schritt, um wirksame Hilfe zu bekommen.“ Für Männer, die in einer dauerhaften Beziehung leben, kann die Partnerin oder der Partner eine wichtige Hilfe sein, um in Gesprächen füreinander da zu sein und gemeinsam mit dem Arzt den Ursachen der Erektionsstörung auf den Grund zu gehen und eine wirksame Behandlung zu finden.

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Dr. Mark Dankhoff, Arzt der DAK-Gesundheit

Hier erklärt DAK-Arzt Dr. Mark Dankhoff, welche Ursachen Impotenz und eine damit verbundene Erektionsstörung haben können und welche Behandlungsmöglichkeiten es für die erektile Dysfunktion gibt.

Was ist Impotenz?

Erektionsstörungen werden im allgemeinen Sprachgebrauch oft als Impotenz bezeichnet. Dieser Begriff kommt nicht nur unter Fachleuten immer mehr aus der Mode, weil er ungenau ist – er bezeichnet neben der Unfähigkeit, den Geschlechtsakt auszuüben, auch die Zeugungsunfähigkeit – und häufig abwertend verwendet wird. Eine erektile Dysfunktion – so der Fachbegriff – liegt dann vor, wenn ein Mann mindestens sechs Monate oder länger keine Erektion bekommen oder diese nicht aufrechterhalten kann und dadurch ein befriedigender Geschlechtsverkehr nicht möglich ist. Studien haben ergeben, dass etwa jeder fünfte Mann zwischen 30 und 80 Jahren unter Erektionsstörungen leidet – in Deutschland sind also rund sechs Millionen Männer betroffen.

Ursachen für erektile Dysfunktion

Erektionsstörungen haben zumeist körperliche Ursachen, die vielfältig sein können. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Herz-/Kreislauf-Erkrankungen

  • Diabetes

  • Verletzungen & Nervenerkrankungen

  • Operationen am Becken

  • Nebenwirkungen von Medikamenten

  • Rauchen & Alkohol

  • Hormonelle Störungen

Ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und übermäßiger Alkohol- oder Tabakkonsum können zusätzlich zu den genannten Ursachen für Erektionsstörungen verschärfend wirken. Das ist auch der Grund, warum die Häufigkeit von Erektionsstörungen mit dem Alter zunimmt: Während bei den 40- bis 49-Jährigen knapp jeder zehnte Mann betroffen ist, ist es unter den 60- bis 69-Jährigen bereits jeder dritte. Auch psychische Probleme wie Beziehungssorgen, Stress, Depressionen und Versagensangst können Ursachen für die erektile Dysfunktion sein. Das gilt für allem auch für jüngere Männer. 

Erektionsstörungen als Warnsignal

Untersuchungen haben ergeben, dass bei vielen Männern, die sich mit Erektionsstörungen an einen Arzt gewandt haben, erste Anzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes sowie von Störungen des Hormonhaushalts oder des Stoffwechsels entdeckt wurden. Länger anhaltende Erektionsstörungen können also ein erstes Warnzeichen einer gefährlichen Krankheit sein. Eine frühzeitige Klärung der Ursachen von Erektionsstörungen hilft demnach dabei, die Gesundheit und Lebensqualität zu erhalten.

Maßnahmen gegen Impotenz – Diagnose und Behandlung

Gegen Erektionsstörungen gibt es wirksame Maßnahmen – diese gute Nachricht kann allen Männern Mut machen, die bisher keinen Weg gefunden haben, über ihr Problem zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. Weil diese Art der Impotenz bei den Betroffenen häufig Unsicherheit, Scham und Minderwertigkeitsgefühle hervorruft, ist der erste Schritt zur Behandlung der schwerste.

Wer sich seinen Erektionsstörungen stellen möchte und Hilfe sucht, ist zunächst bei seinem Hausarzt gut aufgehoben, im weiteren Verlauf der Behandlung helfen dann je nach Diagnose Fachärzte wie Urologen, Neurologen oder Psychotherapeuten weiter. Bei der Diagnose werden Sie zunächst genau darüber befragt, wie sich die Erektionsstörungen bei Ihnen äußern. Außerdem bezieht der Arzt Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und eventuelle vorherige Erkrankungen ein, um zu ermitteln, welche der oben genannten Ursachen bei Ihnen vorliegt.

Behandlung von Impotenz: Medikamente, Hilfsmittel

Je nach Diagnose gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden. Entscheidet sich der Arzt für den Einsatz von Medikamenten, stehen dafür die sogenannten PDE-5-Hemmer zur Verfügung. Diese hemmen das Enzym Phosphodiesterase-5 und sorgen so dafür, dass sich die Blutgefäße weiten und sich die Schwellkörper des Penis bei sexueller Erregung leichter mit Blut füllen können. Zu den bekanntesten Medikamenten dieser Art gehören unter anderem Viagra® und Cialis®. Unser DAK-Mediziner Dr. Dankhoff rät dazu: „Kaufen Sie Medikamente niemals von Quellen, die Sie nicht überprüfen können. Vor allem im Internet sind viele Fälschungen im Umlauf, deren Einnahme zum Teil schwere gesundheitliche Schäden verursachen kann. Verlassen Sie sich dabei auf den Rat Ihres Arztes und Ihres Apothekers, dann sind Sie auf der sicheren Seite.“

Weitere medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten sind die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) sowie MUSE (Medicated Urethral System for Erection). Dabei werden die entsprechenden Wirkstoffe per Injektion oder Einführen in die Harnröhre in den Penis appliziert, um eine Erektion zu erzeugen. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind eine Hormontherapie, die beim Patienten eine zu niedrige Testosteron-Konzentration ausgleichen soll, sowie der Einsatz einer Penispumpe, die auf mechanische Weise durch Unterdruck eine Erektion erzeugt und meist zusammen mit einem Penisring verwendet wird. Operative Eingriffe wie Schwellkörper-Implantate oder Gefäßoperationen werden heute wegen zu niedriger Erfolgsraten kaum noch vorgenommen.

Erektionsstörungen bei jungen Männern

Treten Erektionsstörungen bei jungen Männern auf, sind meist eher psychische als körperliche Störungen der Grund dafür. Beziehungsprobleme, Stress, Depressionen und Versagensangst bei sexueller Unerfahrenheit können der Auslöser der Impotenz sein. Bei älteren Männern können durch körperliche Ursachen hervorgerufene Erektionsstörungen solche psychischen Probleme hervorrufen und damit die Erektionsstörung verstärken. In beiden Fällen hilft psychologische Beratung weiter – von der Sexual- oder Paarberatung bis hin zur Psychotherapie, je nachdem, welche Intensität notwendig ist. In jedem Fall kann es hilfreich sein, den jeweiligen Lebenspartner in die Gespräche mit einzubeziehen.

Das zahlt die DAK-Gesundheit

Bei der Behandlung von Erektionsstörungen gibt es bezüglich der Kostenübernahme durch die DAK-Gesundheit klare Regelungen. Alle oben genannten Behandlungsmethoden, von Hilfsmitteln über operative Eingriffe bis hin zu psychotherapeutischen Maßnahmen, werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt – bis auf eine Ausnahme: die Medikamente zur  PDE-5-Hemmung (Viagra®, Cialis® und Co.) sowie für die Methoden SKAT und MUSE. Sie sind seit einer Gesetzesänderung aus dem Jahr 2004 von den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen, weil bei ihnen laut Begründung „die Erhöhung der Lebensqualität im Vordergrund“ stehe.

Weitere Fragen zur Kostenübernahme beantwortet Ihnen gerne Ihr Kundenberater im Servicezentrum. Diese erreichen Sie über unseren DAK Beraterchat, im Servicezentrum in Ihrer Nähe oder unter unserer Service-Hotline: 040 325 325 555.

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Zuletzt aktualisiert:
Wed Aug 31 13:23:21 CEST 2016

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