Eine Frau hat Zahnschmerzen. Erste Hilfe bei Zahnschmerzen erhält sie durch die DAK-Gesundheit

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen

DAK-Expertin verrät, wie Sie Karies und Parodontose vermeiden

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen wünscht sich das wohl jeder. Wenn der Schmerz akut ist, wird der Gang in die Zahnarztpraxis unausweichlich. Nur der Zahnarzt kann bei Zahnschmerzen professionelle Hilfe leisten. Aber wie steht es um lästige und zum Teil schmerzhafte Zahnbeschwerden wie Karies und Parodontose? Erfahren Sie von unserer Zahnexpertin der DAK-Gesundheit, Dr. med. dent. Roschan Farhumand, wie Zahnbeschwerden entstehen und wie Sie vorbeugend Ihre Zähne gesund halten können, um Zahnschmerzen ganz zu vermeiden. Erste Hilfe bei Zahnschmerzen – das sollten Sie wissen!


Zahnschmerzen durch Karies

Zahnschmerzen sind oft eine Folge von Karies

Zahnexpertin der DAK-Gesundheit: Dr. med. dent. Roschan Farhumand

Zahnexpertin Dr. med. dent. Roschan Farhumand von der DAK-Gesundheit

Wenn umgangssprachlich von einem „Loch im Zahn“ die Rede ist, dann ist der Zahn meist von Karies befallen. Nicht selten gehen mit diesem Symptom Zahnschmerzen einher. Die Ursache von Karies sind säurebildende Bakterien, die sich insbesondere durch häufigen Zuckerkonsum explosionsartig vermehren. Die Bakterien bilden auf den Zahnoberflächen einen Belag – er wird auch „Plaque“ genannt.

Wird dieser Belag nicht täglich entfernt, entsteht Karies an den Zahnbereichen, wo die Zahnbürste beim Putzen nicht hingelangt. „An diesen Stellen treffen die bakteriellen Säuren auf die Zahnoberfläche und lösen ihn auf – ein ,Loch' entsteht", erklärt Dr. Farhumand von der DAK-Gesundheit. „Der bakterielle Plaque legt sich wie ein Film über die Zähne und ernährt sich von zuckerreichen Lebensmitteln.“ Denn wenn Zucker von den Bakterien verdaut wird, entstehen die oben erwähnten Säuren, die ungehindert alle Zahnoberflächen attackieren. „Die gute Nachricht: Mit den richtigen Zahnpflege-Hilfsmitteln lässt sich Karies ganz einfach vermeiden", entwarnt Dr. Farhumand.

Karies erkennen – noch bevor Zahnschmerzen entstehen

Die Bakterien im Zahnbelag bilden die Säure, die den Zahnschmelz angreift. Werden die Zähne nicht regelmäßig geputzt, zerstört die Säure den Zahn Stück für Stück. Sobald ein Zahn auf diese Weise Schaden nimmt, spricht man von Karies.
Sie müssen aber noch keine Zahnschmerzen haben, um erste Anzeichen für Karies zu erkennen: Laut Dr. Farhumand handele es sich meist um weißliche oder bräunliche Flecken auf den Zähnen. „Außerdem können die Zähne schmerzempfindlich werden, vor allem wenn man kalte oder süße Nahrungsmittel zu sich nimmt“, klärt die Zahnmedizinerin auf. Wenn Sie unsicher sind, ob Karies Ihre Zähne angegriffen hat, suchen Sie am besten direkt Ihre Zahnarztpraxis auf. Zahnmediziner können meist auf einen Blick feststellen, ob eine Karies-Erkrankung vorliegt.

Bye-bye, Zahnschmerzen! So verhindern Sie Karies

Um Zahnschmerzen zu vermeiden, die durch Karies verursacht sind, sollten Sie, laut Zahnexpertin Dr. Farhumand, auf Folgendes achten: „Putzen Sie regelmäßig zwei Mal am Tag alle Zahnflächen gründlich – insbesondere die Zahnzwischenräume, da hier keine Selbstreinigung stattfindet. Beugen Sie Karies auch vor, indem Sie möglichst wenig zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen“. Karies entstehe demnach nur, wenn das Zähneputzen über einen längeren Zeitraum ausbleibe und die durch Zucker entstehenden Säuren überhaupt erst die Chance bekämen, die Zähne anzugreifen. „Außerdem helfen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Fluoridierungen, um Karies vorzubeugen und im Notfall frühzeitig zu behandeln“, sagt Dr. Farhumand.

Wussten Sie übrigens, dass Kaugummikauen gut für Ihre Zähne ist? Im Speichel finden sich verschiedene Mineralien, die den Zahnschmelz stärken. Ein zuckerfreies Kaugummi kann den Speichelfluss verstärken und die Zähne mit den wertvollen Mineralien umspülen.

Zahnfleisch­ent­zündung oder Parodon­titis

Zahnschmerzen durch Parodontose oder eine Zahnfleischentzündung


Eine Parodontose, der Fachausdruck ist Parodontitis, kann sich aus einer Zahnfleischentzündung entwickeln. In der Regel ist eine Zahnfleischentzündung durch eine gründliche Zahnpflege schnell heilbar. Bei mangelnder oder falscher Zahnpflege über Jahre kann es allerdings passieren, dass eine Entzündung auf andere Teile des Zahnbetts oder sogar auf den Kieferknochen übergreift. Dort kann sie schwere und nicht wiederheilbare Schäden anrichten, die unbehandelt zu Zahnverlust führen. In diesem Fall spricht man von Parodontitis.

Jedoch spielen auch weitere Faktoren eine begünstigende Rolle bei der Entwicklung einer Parodontitis, wie beispielsweise chronischer Stress, vitalstoffarme Ernährung, Allgemeinerkrankungen und Rauchen.

Woran erkenne ich eine Zahnfleischentzündung und Parodontose?

Die ersten Anzeichen einer Zahnfleischentzündung oder Parodontose sind gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch und Zahnfleischbluten. Das Zahnfleischbluten kann vor allem durch Berührung, zum Beispiel beim Zähneputzen durch die Borsten, ausgelöst werden, es kann aber auch spontan ohne äußere Einflüsse auftreten. Im Gegensatz zu gesundem Zahnfleisch, das in der Regel eher rosa ist, ist entzündetes Zahnfleisch rot bis dunkelrot. „Anders als bei Zahnschmerzen, löst eine Zahnfleischentzündung häufig keine direkten Schmerzen aus und bleibt dadurch oft lange unbemerkt“, warnt Dr. Farhumand.

Wann treten die Zahnschmerzen auf?

Genau wie bei einer Zahnfleischentzündung treten auch bei einer Parodontitis die Beschwerden meist erst auf, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Neben den Anzeichen einer Zahnfleischentzündung, können dann andere Beschwerden dazu kommen, wie empfindliche Zahnhälse, Zahnschmerzen und Mundgeruch.

Was sind die Ursachen von einer Parodontitis?

Wie bei der Karies ist auch bei entzündetem Zahnfleisch der Auslöser die Plaque, also der bakterielle Zahnbelag. Dr. Farhumand erklärt: „Zahnfleischentzündungen entstehen vor allem durch eine schlechte oder falsche Zahnpflege.“

Wie kann ich Parodontose verhindern?

Die wichtigste Vorsorge bei Parodontitis ist, genau wie bei Karies, die gründliche Zahnpflege. Wird der Zahnbelag und mit ihm die schädlichen Bakterien regelmäßig durch gründliches Zähneputzen und der Verwendung von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten entfernt, besteht kaum ein Risiko für eine Zahnfleischerkrankung oder eine Parodontitis.

Zuletzt aktualisiert:
Tue Sep 22 14:59:54 CEST 2015
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