Gut und gesund schlafen – Sechs Tipps für eine erholsame Nacht

Warum Schlaf so wichtig für uns ist

Gut und gesund schlafen ist wie eine Achterbahnfahrt – klingt komisch, stimmt aber: Auf maximale Entspannung im Tiefschlaf folgt höchste Aktivität in den Traumphasen. Wenn wir gesund schlafen, durchlaufen wir diese Extreme in gerade einmal 90 Minuten, Erwachsene vier- bis sechsmal pro Nacht. Doch viele Menschen hierzulande haben Schlafprobleme. Die Langzeitfolgen sind nicht zu unterschätzen, denn bei dauerhaftem Schlafmangel leiden Gesundheit und Wohlbefinden. 

Wer gut schläft, bleibt gesund und schlau

Der Körper braucht sein nächtliches Regenerationsprogramm, um leistungsfähig zu bleiben, muss sich also buchstäblich gesund schlafen. Während der Nachtruhe laufen lebenswichtige Prozesse ab. Zum Beispiel schüttet das Gehirn im Tiefschlaf ein Wachstumshormon aus, das die Bildung neuer Zellen anregt. Dadurch können Wunden heilen und Knochen wachsen. Haut und Organe erneuern sich.

Außerdem vernetzt das Gehirn seine Nervenzellen neu, um die Eindrücke des Tages dauerhaft zu speichern. Dabei verinnerlicht es auch motorische Fähigkeiten wie Klavierspielen oder Fahrradfahren. Schlafen hält sogar schlank. Denn während wir gesund und entspannt schlafen, schütten unsere Fettzellen das Hormon Leptin aus. Das verhindert, dass der Körper nachts Hunger verspürt. 

Krank durch zu wenig Schlaf

Die Aussage zum gesunden Schlafen lässt sich auch umkehren: Zu wenig Schlaf macht krank. Wer weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, bekommt dreimal so häufig eine Erkältung wie andere Menschen. Personen mit anhaltenden Schlafproblemen leiden häufiger an Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Sechs Tipps für einen guten Schlaf

Wälzen auch Sie sich häufiger ruhelos in den Kissen? Dann schauen Sie doch mal, ob sich Ihre Schlafumgebung oder Ihre Zu-Bett-geh-Gewohnheiten noch optimieren lassen. Manchmal können nämlich schon kleine Veränderungen wahre Wunder bewirken. Lesen Sie sechs Tipps für eine erholsame Nacht:

1. Gut schlafen mit dem richtigen Klima

Leise, dunkel und nicht zu kalt sollte ein Zimmer sein, um darin gut zu schlafen. Ideal ist eine Temperatur von etwa 18 Grad. Lichtdichte Vorhänge lohnen sich für alle, die nicht mit der Sonne aufstehen möchten. Wer Lärmquellen nicht ganz ausschalten kann, der fährt mit Ohrenstöpseln gut. Schlafen und Fernseher, Computer oder Handy am Bett passen nicht zusammen! 

2. Das passende Bettzeug für Sie

Bei der idealen Matratze sinken Becken und Schultern in der Seitenlage leicht ein. Wenn die Wirbelsäule waagerecht liegt, ist alles gut. Schlafen müssen Sie im Matratzengeschäft natürlich nicht, ein ausgiebiges Probeliegen ist aber schon angesagt. Eine dünne Sommer- und eine dicke Winterdecke sorgen für gutes Schlafklima zu jeder Jahreszeit. Hausstaub-Allergiker sollten einen waschbaren Matratzenüberzug sowie waschbare Bettdecken und Kopfkissen verwenden. Wenn Ihr Arzt Ihnen eine antiallergene Bettausstattung verordnet, übernimmt die DAK-Gesundheit die Kosten dafür. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in Ihrem DAK-Servicezentrum, bestellen können Sie die antiallergene Bettwäsche direkt über unseren Hilfsmittellotsen.

3. Wie das Abendessen Ihnen hilft, gut zu schlafen

Mit leerem oder zu vollem Magen schläft es sich schlecht. Wer gut schlafen will, nimmt die letzte Mahlzeit des Tages etwa vier Stunden vor dem Zubettgehen zu sich und wählt leicht verdauliche Kost, zum Beispiel mageres Fleisch, Nudeln, Reis oder gegartes Gemüse. Nicht auf den Abendbrottisch – zumindest wenn Sie nicht gut schlafen – gehören deftige oder blähende Speisen wie fettes Fleisch, Kohl, Rohkost oder Vollkornbrot. 

4. Gut schlafen am besten ohne Kaffee und Wein

Wenn Sie Schlafprobleme haben, sollten Sie nach 15 Uhr auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Cola verzichten. Spätabends sollte auch das Glas Wein ausfallen. Zwar mag Alkohol beim Einschlafen helfen, er bringt jedoch Tiefschlaf- und Traumphasen durcheinander. Dadurch wird die Nachtruhe weniger erholsam, Ihre Chancen, gut zu schlafen, sinken. Außerdem fördert Alkohol das Schnarchen. 

5. Abschalten für erholsame Nächte

Nur wer gründlich abschalten kann, bleibt langfristig gesund und produktiv. Rituale helfen, den Tag innerlich zu beenden: eine kurze abendliche Dusche, der Wechsel aus der Büro- zur Freizeitkleidung oder ein halbstündiger Spaziergang. Viele können auch nach einer Yoga-Einheit am Abend besonders gut schlafen. Die DAK-Gesundheit bezuschusst Entspannungskurse wie Hatha-Yoga oder Tai Chi

6. Gut schlafen mit Tabletten?

Schlaftabletten sollten Sie nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen. Eine schonende Alternative sind Baldrian-Präparate. Mit einem guten Stress- und Zeitmanagement kommen Sie außerdem gelassener durch den Tag und müssen nicht unbedingt zum Pillendöschen greifen, um gut zu schlafen. Hilfestellungen hierzu bietet eines der bewährten Online-Coachings der DAK-Gesundheit: „Smarter leben“.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Mar 29 17:17:37 CEST 2017

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