Gegen die Frühjahrsmüdigkeit kann man etwas tun. DAK-Gesundheit erklärt, was gegen die Müdigkeit hilft.

Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

DAK-Experte Dr. Mark Dankhoff erklärt, wie Sie Antriebslosigkeit in Energie umwandeln

Frühjahrsmüdigkeit ist vielen gut bekannt. Das alljährliche Frühjahrs-Gähnen startet für gewöhnlich, nachdem die Thermometer-Anzeige schon ein paar Tage lang mildere Temperaturen verkündet. Während also draußen die ersten Krokusse aus dem Boden sprießen und die Sonnenstrahlen zum ersten Mal wieder an Kraft gewinnen, würden Frühjahrsmüde drinnen am liebsten ein Nickerchen machen. DAK-Experte Dr. Mark Dankhoff erklärt, warum uns im Frühjahr die Müdigkeit überkommt – und wie wir Antriebslosigkeit in Energie umwandeln.

DAK-Arzt Dr. Dankhoff gibt Tipps für mehr Energie während der Frühjahrsmüdigkeit

Medizin-Experte Dr. Mark Dankhoff von der DAK-Gesundheit zum Phänomen Frühjahrsmüdigkeit

Wetter als Ursache des Phänomens Frühjahrsmüdigkeit

Die Frühjahrsmüdigkeit ist vor allem die typische Begleiterscheinung eines Temperaturwechsels. Wenn wärmeres Frühlingswetter die frostigen Wintertemperaturen ablöst, wirkt sich das auch auf den menschlichen Organismus aus. Medizin-Experte Dr. med. Mark Dankhoff von der DAK-Gesundheit erklärt: „Der Körper weitet seine Blutgefäße und der Blutdruck fällt ab. Diese körperliche Reaktion verursacht Müdigkeit.“ In Jahren, in denen öfter Kalt-Warm-Perioden zu beobachten sind, kann sich die Müdigkeit darum öfter zeigen. „In diesen Zeiten sind wir dann über Wochen phasenweise sehr müde“, erklärt Dankhoff.

Schlafhormon Melatonin im Frühjahr besonders hoch

Das Hormon Melatonin spielt auch eine Rolle bei der Frühjahrsmüdigkeit. „Die Hormon-Konzentration im Blut ist im Frühjahr besonders hoch, denn in den dunklen Wintermonaten produziert der Körper besonders viel Melatonin“, sagt Dankhoff. Der Melatonin-Wert ist im Winter aufgrund der kürzeren Tageslichtdauer im Vergleich zum Sommer auch tagsüber höher. Es ist genau diese hohe Melatonin-Zufuhr, die uns müde macht.

Leiden alle Menschen unter Frühjahrsmüdigkeit?

Nein, nicht alle Menschen sind von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen. Menschen, die ohnehin einen niedrigen Blutdruck haben, klagen öfter über die Müdigkeit im Frühjahr. „Generell sind mehr Frauen als Männer betroffen“, sagt Dankhoff. Auch wetterfühlige Personen überkommt im Frühjahr häufig die Schläfrigkeit. Ältere Menschen reagieren ebenfalls feinfühliger auf den Klimawechsel im Frühling und sind oft von dem Phänomen Frühjahrsmüdigkeit betroffen. „Generell lässt sich festhalten, dass gesunde Menschen sehr gut mit dem Temperaturwechsel zurechtkommen“, sagt Dankhoff und spitzt zu: „Ich würde sogar sagen: Je fitter die Person ist, desto weniger schwer sind die Auswirkungen der Frühjahrsmüdigkeit.“

Frühlingserwachen! Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Machen Sie aus Ihrer Frühjahrsmüdigkeit ein Frühlingserwachen: Die Tipps von Dr. Dankhoff verbannen die Antriebslosigkeit und bekämpfen Ihre Müdigkeit.

Tankstelle Tageslicht

Gehen Sie hinaus, wenn es draußen hell ist, und wirken Sie dem Müdemacher-Hormon Melatonin entgegen. Versuchen Sie, so viel Sonnenlicht wie möglich zu erwischen, denn so sichern Sie sich Glückshormone. Stimmt wirklich: Sonnenlicht begünstigt die Bildung von Serotonin – ein Neurotransmitter-Hormon, das die Stimmung hebt.

Mit Schwung in den Tag: Strecken Sie sich!

Schwingen Sie die Beine aus dem Bett, dann recken und strecken Sie sich ausgiebig. Konzentrieren Sie sich einen Moment nur auf Ihren Körper und stellen Sie sich schon einmal vor, wie Sie energiegeladen das vor Ihnen liegende Tagesprogramm absolvieren.

Energiekick: Mineralwasser auf nüchternen Magen

Gönnen Sie sich noch vor dem ersten Becher Kaffee ein Glas Mineralwasser mit Kohlensäure und einem Schuss frischer Zitrone. Die Zitrone liefert wertvolles Vitamin C und das Wasser wirkt auf nüchternem Magen äußerst aktivierend. Glauben Sie nicht? Probieren Sie es aus.

Wechselduschen und Saunabesuche gegen Frühjahrsmüdigkeit

Bringen Sie Ihren Kreislauf mit Wechselduschen in Gang: Schon eine kurze Zeit unter dem abwechselnd heißen und kalten Wasser sollte reichen, damit Sie sich wacher fühlen. In der Sauna schwitzen Sie eventuell träge machende Giftstoffe einfach aus und sichern sich gleichzeitig einen frischen Teint.

Vitamine gegen Antriebslosigkeit

Vitaminreiche Kost gehört das ganze Jahr auf den Speiseplan – in Zeiten der Frühjahrsmüdigkeit und Antriebslosigkeit sind Obst und Gemüse besonders wertvoll für uns, denn diese Nahrungsmittel aktivieren den Körper und versorgen ihn mit allen wichtigen Nährstoffen. In einigen Obstsorten ist sogar der Stimmungsmacher Serotonin in Spuren enthalten. Zum Beispiel in Bananen, Äpfeln, Ananas und Weintrauben.

Antriebslos? Bewegung tut jetzt gut!

Gegen Frühjahrsmüdigkeit helfen Sport und Bewegung - in diesem Fall gilt: viel hilft viel. Aber auch kleine Bewegungseinheiten sind besser als gar keine. Meiden Sie Fahrstühle und Rolltreppen. Schwingen Sie sich aufs Rad, um ins Büro zu fahren, oder steigen Sie eine Station eher aus dem Bus oder der Bahn aus und laufen Sie die restliche Strecke zu Fuß. Auch die Mittagspause müssen Sie nicht zwingend sitzend verbringen, sondern können sie für einen Spaziergang nutzen. Seien Sie kreativ und suchen Sie sich Gelegenheiten, um Ihre Antriebslosigkeit wegzubewegen.

Schlaf-Tipp: Genug Schlaf beugt Frühjahrsmüdigkeit vor

Es ist eine banale Frage, aber sie ist berechtigt: Schlafen Sie nachts genug? Wenn Sie mitternachts noch wach sind, morgens aber früh heraus müssen, ist es nicht die Frühjahrsmüdigkeit, unter der Sie leiden, sondern ein simples Schlafdefizit. Je nach Schlaftyp benötigen die meisten Menschen durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht, um sich morgens ausgeruht zu fühlen. Gut schlafen können Sie auch – mit diesen sechs Tipps kommen Sie zu einem erholsamen Schlaf. Diese Tipps helfen Ihnen eventuell auch, wenn Sie einmal unter Schlaflosigkeit leiden sollten.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Mar 23 12:14:13 CET 2016

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