Wasser ist ein beliebter Durstlöscher

Wasser – der gesunde Durstlöscher

Wissenswertes rund ums Mineralwasser

Wasser ist der älteste und beliebteste Durstlöscher der Welt. Aber Wasser ist nicht gleich Wasser. Jedes Mineralwasser hat individuelle Eigenschaften, abhängig von der Region und dem Gestein, das es auf seiner Reise ins Erdinnere durchlaufen hat. Dabei nimmt Wasser Mineralstoffe in unterschiedlicher Konzentration und Zusammensetzung auf. Eine Extraportion Kalzium bekommt der beliebte Durstlöscher, wenn er kalkhaltiges Gestein durchströmt. Natrium und Chlorid gibt es vor allem in den Ablagerungen aus den Urmeeren. Auch der Kohlensäuregehalt des Wassers hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Besonders viel Kohlensäure enthalten Mineralwässer aus vulkanischem Gestein.

Ein kleiner Wasser-Wegweiser

  • Mineralwasser aus dem Westen Deutschlands wird häufig von vulkanischem Gestein oder großen Schiefervorkommen geprägt. Durstlöscher aus dieser Region fallen daher oftmals eher weich und mild aus.
  • Das Tiefland im Norden bringt mittelhartes bis härteres Wasser hervor mit höheren Anteilen an Sulfat.
  • Im Süden läuft das Wasser meist über breite Schotterebenen, die es mit einem Mix an Mineralstoffen versorgen.
  • Im nördlichen Osten wie auch in anderen Regionen bewirkt Lockergestein eine angenehme Herbheit. Das Urstromtal im südlichen Brandenburg zum Beispiel verschafft dem regionalen Mineralwasser eine starke Mineralität.

Wasser­arten

Wissenswertes über die verschiedenen Wasserarten

Hier erfahren Sie, was Heilwasser von Quellwasser unterscheidet, warum das vornehm klingende Tafelwasser auf den zweiten Blick gar nicht so guttut wie vermutet - und ob Sie überall zum Wasserhahn gehen sollten, wenn Sie durstig sind.

Durstlöscher aus der Natur: Natürliches Mineralwasser

„Natürliches Mineralwasser“ ist ein Qualitätsversprechen für den Verbraucher. In Reinheit, Hygiene und Qualität hebt sich dieses Wasser von vielen anderen Produkten ab. Es ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das amtlich anerkannt werden muss – so legt es die Mineral­ und Tafelwasserverordnung (MTV) fest. Das Anerkennungsverfahren umfasst über 200 geologische, chemische und mikrobiologische Einzeluntersuchungen. Besonders wichtig ist, dass der Durstlöscher seinen Ursprung in einem unterirdischen Wasservorkommen hat und gut vor Verunreinigungen geschützt ist.

Um seine natürliche Reinheit zu bewahren, muss Mineralwasser direkt am Quellort abgefüllt werden. Nur wenige Behandlungsverfahren sind erlaubt, etwa die Zugabe oder Verringerung von Kohlensäure oder der Entzug von Schwefel und Eisen. Die Mineralbrunnenbetriebe, unabhängige Labors und die behördliche Lebensmittelüberwachung sorgen mit laufenden Kontrollen dafür, dass die gesetzlichen Anforderungen an den Durstlöscher exakt eingehalten werden. So ist die engmaschige Überprüfung der Zusammensetzung von Mineralwasser Pflicht.

Heilwasser – ein Arzneimittel

Heilwasser entspringt ebenso wie natürliches Mineralwasser aus unterirdischen und vor Verunreinigung geschützten Wasservorkommen und muss direkt am Quellort abgefüllt werden. Darüber hinaus unterliegt dieser besondere Durstlöscher dem Arzneimittelgesetz. Durch seine besondere Kombination an Mineralstoffen besitzt er eine vorbeugende, lindernde oder heilende Wirkung, die anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt sein muss.

Frisch aus der Quelle: Quellwasser

Quellwasser stammt ebenfalls aus unterirdischen Wasservorkommen und muss am Quellort abgefüllt werden. In seiner Zusammensetzung muss es den Anforderungen entsprechen, die für Trinkwasser gelten. So zum Beispiel: geschmacklich neutral und kühl, nicht gesundheitsschädigend und mit einem Gehalt an gelösten mineralischen Stoffen in bestimmten Konzentrationen. Eine amtliche Anerkennung ist bei diesem Durstlöscher nicht erforderlich.

Wasser als Industrieprodukt: Tafelwasser

Tafelwasser wird industriell hergestellt, ist also kein Naturprodukt. Es kann aus verschiedenen Wasserarten und anderen Zutaten zusammengesetzt sein. Erlaubt sind die Mischung von Trinkwasser, Mineralwasser, Natursole, Meerwasser sowie die Zugabe von Mineralstoffen und Kohlensäure. Für die Mischungsverhältnisse gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Im Café oder Restaurant wird der Durstlöscher Tafelwasser meist aus großen Schankanlagen gezapft und im Glas serviert.

Trinkwasser Durstlöscher aus der Leitung

Trinkwasser (Leitungswasser) wird in Deutschland zu zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser (Flüsse, Seen, Talsperren) gewonnen. Bevor es aus dem Wasserhahn kommen darf, muss es erst aufbereitet werden. Dabei sind diverse Verfahren und chemische Hilfsstoffe zugelassen. Die Trinkwasserverordnung regelt die Qualität des Trinkwassers. Ihre Vorschriften beziehen sich allerdings nur auf die Qualität des Wassers bis zum Abgabepunkt, das heißt bis zur Wasseruhr, nicht bis zum Wasserhahn im Privathaushalt. Hier können sich beispielsweise aus den Rohrleitungen noch Kupfer oder Blei einmischen.

Trink­tipps

Den Durst löschen, aber richtig: Trinktipps für Sie

Ein gesunder Erwachsener sollte täglich einen bis eineinhalb Liter trinken. Bei heißem Wetter, starker körperlicher Beanspruchung und Schwitzen steigt der Flüssigkeitsbedarf des Körpers deutlich an. Hier können drei bis fünf Liter täglich notwendig werden, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Aber auch im Alltag gibt es Situationen, die eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme notwendig machen. So kann allein trockene Büroluft den Bedarf an Durstlöschern auf das Doppelte steigen lassen.

Das Durstgefühl ist bei Jung und Alt ein zu spätes Warnsignal – wenn wir Durst bekommen, leidet der Körper bereits an einer Unterversorgung. Senioren empfangen dieses verspätete Signal mit größerer Verzögerung, denn im Alter lässt das Durstgefühl deutlich nach.

Nervenstark im Job – mit Wasser

Richtiges Trinken gibt Energie, Konzentrationsfähigkeit und ein gutes Durchhaltevermögen. In vielen Jobs sind den ganzen Tag Konzentration, Kreativität und Nervenstärke gefordert. Hier hilft natürliches Mineralwasser – am besten mit viel Magnesium (mindestens 50, besser noch 100 Milligramm Magnesium pro Liter). Denn Magnesium spielt bei der neuromuskulären Reizübertragung eine wichtige Rolle. Es fördert die Konzentration und stärkt die Nerven.

Bei körperlich anstrengender Arbeit ist ein Mineralwasser mit einem hohen Natriumgehalt (mindestens 200 Milligramm pro Liter) der ideale Durstlöscher. Mit dem Schweiß verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch besonders schnell Natrium. Um den Arbeitsalltag fit zu überstehen, muss beides durch viel Wasser ausgeglichen werden. Der Wasserbedarf steigt leicht auf das Doppelte, auf drei bis vier Liter, an.

Fit beim Sport – Wasser sei Dank

Ob Profi oder Hobbysportler, richtiges Trinken ist ein Muss. Als Faustregel gilt: Mindestens einen halben bis einen Liter Durstlöscher sollte ein Sportler pro Trainingsstunde einplanen. Neben Flüssigkeit verliert der Körper mit dem Schweiß wichtige Mineralstoffe, die durch natürliches Mineralwasser ausgeglichen werden können.

Sportler haben einen erhöhten Bedarf an Natrium, Chlorid, Kalium und Magnesium. Die Kalziumverluste sind weniger problematisch und lassen sich in der Regel über die Nahrung ausgleichen. Der Bedarf an Natrium, Chlorid und Magnesium wird durch Mineralwasser hervorragend gedeckt, da die Mineralstoffe bereits in gelöster Form vorhanden sind. Sie können deshalb schnell in die Blutbahn übergehen. Auch Hydrogencarbonat ist ein wichtiger Inhaltsstoff von Mineralwasser: Er verzögert die Übersäuerung der Muskeln und fördert die Regeneration.

Entscheidende Kriterien für ein Sportgetränk sind aber nicht allein die Inhaltsstoffe, sondern auch Bekömmlichkeit und Verwertbarkeit. Viele Sportler meiden während der Belastungsphasen kohlensäurehaltiges Mineralwasser und greifen lieber zu Wasser ohne Kohlensäure. So oder so ist es wichtig, dass der Körper die Inhaltsstoffe im Mineralwasser gut und vor allem schnell aufnimmt. Mineralwasser ist das optimale Sportgetränk.

Senioren: Das richtige Wasser wählen

Je älter der Mensch wird, desto wichtiger ist regelmäßiges Trinken für ihn. Denn der Wasseranteil im Körper nimmt stetig ab, zudem wird das Durstempfinden bei Senioren schwächer. Deshalb brauchen sie täglich rund zweieinhalb Liter Flüssigkeit, wobei die Sorte des Durstlöschers am besten ganz auf den individuellen Bedarf abgestimmt wird: 

  • Kalziumreiches Mineralwasser (ab 150 Milligramm pro Liter, besser noch 250 Milligramm) sorgt (nicht nur) bei Senioren für stabile Knochen und Zähne und kann somit einen Beitrag zur Vorbeugung von Osteoporose leisten.
  • Magnesiumreiches Mineralwasser (mindestens 50 Milligramm, besser noch 100 Milligramm pro Liter) unterstützt die Muskulatur und das Nervensystem.
  • Natriumarmes Mineralwasser (weniger als 20 Milligramm pro Liter) ist günstig bei kochsalzsensitivem Bluthochdruck.
  • Natriumreiches Mineralwasser (mehr als 200 Milligramm pro Liter) empfiehlt sich bei Natriummangel.


Mineral­wasser für Säuglinge?

Nur bestes Wasser für die Kleinsten

In der Säuglingsernährung spielt die Auswahl eines geeigneten Wassers für die Zubereitung der Flaschennahrung eine wesentliche Rolle. Babys stellen besondere Ansprüche an die Ernährung, da viele Körperfunktionen noch nicht ausgereift sind. Mit natürlichem Mineralwasser gehen Eltern auf Nummer sicher.

Steht auf dem Etikett „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“, ist garantiert, dass alle Inhaltsstoffe den Bedürfnissen der Kleinsten entsprechen. Der Aufdruck ist ein Werbehinweis, also eine freiwillige Deklaration auf dem Etikett natürlicher Mineralwässer. Die deutsche Mineral- und Tafelwasserverordnung erlaubt ihn, wenn für bestimmte Inhaltsstoffe Höchstwerte nicht überschritten werden. So muss beispielsweise der Natriumgehalt unter 20 Milligramm pro Liter liegen. Auch für Inhaltsstoffe wie Nitrat, Nitrit, Sulfat oder Fluorid sind Höchstwerte festgelegt. Gesetzlich geregelt ist das durch die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung.

Grenzwerte bei Wasser für Säuglinge

InhaltsstoffZulässige Höchstmenge
Natrium20 mg/l
Nitrat10 mg/l
Nitrit0,02 mg/l
Sulfat240 mg/l
Fluorid0,7 mg/l
Mangan0,05 mg/l
Arsen 0,005 mg/l
Uran 0,002 mg/l
Radium 226125 mg/l
Radium 22820 mg/l

Eines aber gilt immer:

Ganz gleich, ob Mineral- oder Leitungswasser genutzt wird – das Wasser für Säuglinge sollte vor der Verwendung abgekocht werden. Geöffnete Wasserflaschen stets kühl aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen.

Zuletzt aktualisiert:
Tue Jun 30 12:18:04 CEST 2015

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