Clean Eating: Wenn frische und unbehandelte Nahrungsmittel im Fokus stehen

Ernährungstrend: Clean Eating

DAK-Expertin Silke Willms: „Empfehlenswerte Ernährungsweise mit vielen Vitaminen und Mineral- und Ballaststoffen.“

Clean Eating ist keine schnelllebige Diät, sondern ein langfristiges Konzept. Beim Clean Eating geht es um ausschließlich vollwertige, frische, naturbelassene Lebensmittel.

Was ist Clean Eating?

Die Ernährung um Clean Eating soll nicht nur gesund halten und womöglich dabei helfen, ein paar Pfunde abzunehmen, sondern auch ein neues Lebensgefühl schenken. Tosca Reno, eine Ernährungstherapeutin aus Kanada, brachte 2007 mit einem Buch („Die Eat-Clean Diät. Das Original: Der New York Times Bestseller“) darüber den Trend ins Rollen. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht: das „reine, saubere Essen“ ist eine moderne Form der Vollwertkost, wie sie von Ernährungsexperten seit Langem empfohlen wird.

Welche Risiken gibt es beim Clean Eating?

Eigentlich keine, doch fällt es in manchen Situationen schwer, die gesunde Ernährungsweise durchzuhalten, etwa in hektischen Zeiten, auf Reisen oder beim Mittagessen mit Kollegen in der Kantine. Die Lösung ist fast immer Planung, Vorbereitung und Vorkochen. Und wenn es nicht anders geht, auch mal ein Abweichen vom Clean-Eating-Konzept – und dann ohne schlechtes Gewissen.

Clean Eating – die Regeln der Gesund-Esser

Gekocht, gebacken und angerichtet werden möglichst gesunde frische Zutaten. Naturbelassenes Essen ist entscheidend; für Fruchtjoghurt werden also zum Beispiel Naturjoghurt und frische reife Früchte gemixt. Lebensmittel mit mehr als fünf Zutaten gelten meistens nicht als clean, Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel sind tabu. Auch Zucker, Weißmehlprodukte, viel Salz und Frittiertes sind nicht clean. Verzehrt werden sollten lieber sechs kleine Mahlzeiten am Tag als drei große, um Heißhunger zwischendurch zu vermeiden. Das Frühstück ist ganz wichtig: es gibt Energie für den ganzen Tag. Ebenso reichliches Trinken. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit über den Tag werden empfohlen, Tee oder Wasser, keine Softdrinks und Kaffee höchstens als Ausnahme.

Das steht auf der Clean-Eating-Einkaufsliste
DAK-Ernährungsexpertin Silke Willms empfiehlt Clean Eating

Ernährungsexpertin Silke Willms von der DAK-Gesundheit

Besonders viel frisches regionales Gemüse, Obst, Salat, aber auch Hülsenfrüchte, Fisch, hochwertige Fette wie Walnuss- oder Raps-Öl und Vollkornprodukte. Fleisch kann, muss aber nicht sein. Ebenso steht es um Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Käse und Milch.

Fazit: „Clean Eating ist gut für alle Gesundheitsbewussten“

DAK-Ernährungsexpertin Silke Willms befürwortet Clean Eating: „Eine rundum empfehlenswerte Ernährungsweise mit vielen Vitaminen und Mineral- und Ballaststoffen, ohne hochverarbeitete Lebensmittel. Die Empfehlung, drei Liter Wasser zu trinken, ist allerdings ambitioniert, so viel muss kein Mensch schaffen. 1,5 bis 2 Liter am Tag genügen. Auf stark gezuckerte Softdrinks zu verzichten, ist jedoch ein sinnvoller Weg.“

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Zuletzt aktualisiert:
Wed Apr 27 09:08:04 CEST 2016

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