Eine häufige Ursache von Brustzysten ist die Mastopathie – eine Veränderung im Brustdrüsengewebe

Brustzysten: Meist völlig ungefährlich

Veränderungen im Drüsengewebe fördern Brustzysten

Brustzysten können vereinzelt, aber auch in größerer Menge auftreten. Sie haben verschiedene Ursachen, sind aber in den meisten Fällen völlig harmlos. Wie bei den Zysten in den Eierstöcken handelt es sich auch bei der Brustzyste um eine flüssigkeitsgefüllte Verhärtung, die von einer Kapsel im Brustdrüsengewebe umgeben ist.

Die Ursache von Brustzysten: Mastopathie

Nach den Wechseljahren tritt bei reiferen Frauen häufig eine Mastopathie auf. Der Begriff beschreibt eine gutartige Veränderung im Brustdrüsengewebe. Die Mastopathie ist sehr häufig eine Ursache für die Entstehung einer Brustzyste. Daneben gibt es auch angeborene Brustzysten.

DAK-Arzt Dr. Dankhoff klärt auf zum Thema Brustzysten

Medizin-Experte Dr. Mark Dankhoff von der DAK-Gesundheit zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten von Brustzysten

Brustzysten verursachen fast keine Symptome

Brustzysten bereiten den wenigsten Patientinnen Schmerzen. Erkannt wird die Zyste in der Brust daher häufig nur durchs Ertasten. Entweder durch eine Tastuntersuchung beim Gynäkologen oder die Frau ertastet die Zyste selbst. In einigen Fällen läuft Sekret aus der Brustwarze, was auf eine Brustzyste hindeuten kann. „Wenn Frauen, die nicht schwanger sind, so etwas an sich beobachten, sollten sie zum Arzt gehen, um die Ursache abzuklären“, empfiehlt Medizin-Experte Dr. Mark Dankhoff.

Diagnose Brustzyste: Wie erkennt der Frauenarzt die Zyste?

Gynäkologen führen eine Ultraschalluntersuchung durch, wenn sie den Verdacht auf eine Brustzyste haben. Wenn diese Untersuchung nicht ausreicht, folgen andere Untersuchungsmethoden. Eine davon ist die Mammographie, die mithilfe bestimmter Röntgengeräte durchgeführt wird.

Therapie: Wie werden Brustzysten behandelt?

Bei den meisten Brustzysten ist eine Behandlung nicht notwendig, da sich viele Zysten auch von selbst zurückbilden. Große Brustzysten punktiert der Gynäkologe. Mit einem kleinen Nadelstich oder winzigem Schnitt kann die Flüssigkeit der Zyste im Inneren geleert werden. Kehren Zysten immer wieder, sollte der Mediziner die ganze Zyste operativ entfernen. Denn bei diesen Zysten besteht die Gefahr einer bösartigen Entartung zum Brustkrebs.

Regelmäßige Kontrolle bei diagnostizierter Brustzyste

Sie haben eine Brustzyste? „Dann sollten Sie diese alle drei Monate kontrollieren lassen“, rät Dankhoff. „Auf diese Weise kann eine Veränderung der Zystenstruktur rasch festgestellt werden“, sagt der Mediziner. Gynäkologen führen diese Kontrolluntersuchung üblicherweise mit einer Ultraschalluntersuchung durch, um die Verwandlung in einen bösartigen Tumor regelmäßig ausschließen zu können. Ist die Zyste in der Brust sehr groß beziehungsweise kehrt sie trotz der Punktierung immer wieder, wird sich der Frauenarzt wahrscheinlich für eine Entfernung aussprechen.

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Zuletzt aktualisiert:
Fri Aug 12 13:14:59 CEST 2016

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