Eine Frau legt ihre Hand schützend über ihre Brust, wer Brustkrebs frühzeitig erkennt kann mit der Behandlung beginnen

Brustkrebs – erkennen und behandeln

Jede achte bis zehnte Frau ist irgendwann betroffen

Wie sich Brustkrebs erkennen lässt, sollte jede Frau wissen. Schließlich steht Brustkrebs mit über 74.000 Fällen pro Jahr – so das Robert Koch-Institut – an der Spitze der Krebserkrankungen bei Frauen in Deutschland. Bei jeder achten bis zehnten Frau wird man irgendwann in ihrem Leben Brustkrebs erkennen. Deshalb sind das Brust-Abtasten und Maßnahmen zur Brustkrebs-Früherkennung so wichtig. Zum Glück gibt es auch gute Nachrichten, und zwar zu den Brustkrebs-Heilungschancen: Trotz höherer Fallzahlen sterben heute weniger Frauen an Brustkrebs als vor zwanzig Jahren.

Wissens­wertes

Wenn Ärzte Brustkrebs erkennen Wissenswertes für Sie


Brustkrebs erkennen, behandeln und länger leben: Das trifft in der Mehrzahl der Fälle zu. So leben fünf Jahre nach der Erstbehandlung noch über 80 Prozent der Patientinnen. Wird die Erkrankung in einem frühen Stadium erkannt, ist bei Brustkrebs die Prognose gut. Auffällig: Brustkrebs (Fachbegriff: Mammakarzinom) tritt bereits in eher jungen Jahren auf. Die Hälfte der Betroffenen ist unter 65, jede zehnte sogar unter 45. Für die in der westlichen Welt steigenden Brustkrebsraten bei jungen Frauen gibt es bislang keine zufriedenstellende Erklärung. Auch Männer können erkranken, jedoch nur in etwa einem von hundert Fällen. 

Brustkrebs erkennen: Die linke Seite ist häufiger betroffen


Statistisch gesehen trifft es etwas öfter die linke Brust. Am häufigsten ist der Milchgangskrebs (duktales Karzinom). Brustkrebs entsteht auch nicht an allen Stellen der Brust gleich häufig. Bei einer gedachten Unterteilung der Brust in vier Quadranten findet er sich meist im oberen äußeren Viertel (55 Prozent der Karzinome), das besonders reich an Drüsen ist. Wenn Sie meinen, in einem anderen Bereich Ihrer Brust Hinweise auf Brustkrebs zu ertasten, sollten Sie natürlich trotzdem umgehend einen Arzt aufsuchen. 

Brustkrebs-Symptome: Schmerzen bleiben zunächst aus


Brustkrebs im Frühstadium führt normalerweise nicht zu Beschwerden. Oft fängt alles mit einem Knoten an, der selbst ertastet wird oder bei der Vorsorge auffällt. Brustkrebs lässt sich aber auch anhand anderer Anzeichen erkennen: Verhärtungen, verminderte Bewegung der Brust beim Heben der Arme, bleibende Hautrötung, Hauteinziehung, Veränderung der Brustwarze oder Flüssigkeitsaustritt sowie ein allgemeines Schwächegefühl, Appetit- oder Gewichtsverlust. Diese Symptome bedeuten nicht zwangsläufig Krebs, sollten aber zeitnah abgeklärt werden.

Brustkrebs erkennen: Wie hoch ist mein persönliches Risiko?


Etwa fünf Prozent der Fälle sind erblich bedingter Brustkrebs. Erkennen, wie es um Ihr persönliches Risiko steht, können Sie mit Hilfe einer tumorgenetischen Beratung. Familien, in denen es mehrfach Brust- oder auch Eierstockkrebs gab, wird diese Maßnahme empfohlen. Weitere Risikofaktoren sind: 

  • das Alter. Mit über 50 steigt Ihr Risiko für Brustkrebs.

  • erste Menstruation vor dem zwölften Lebensjahr

  • kinderlos oder erst nach dem 30. Lebensjahr schwanger. Wenn Sie dagegen früher Mutter werden und lange stillen, sinkt Ihr Brustkrebs-Risiko.

  • späte Wechseljahre

  • Östrogen- und Progesteronpräparate gegen Wechseljahresbeschwerden

  • starkes Übergewicht, sehr kalorienreiche Ernährung

  • Bewegungsmangel

  • Rauchen

  • regelmäßiger Alkoholkonsum

Diagnose

Wie lässt sich Brustkrebs erkennen? Die Diagnose


In vielen Fällen lassen sich Hinweise auf Brustkrebs durch Abtasten der Brust erkennen. Die Untersuchung der Brust durch den Frauenarzt gehört zum gesetzlichen Krebs-Früherkennungsprogramm ab dem 30. Lebensjahr. Die DAK-Gesundheit rät zudem zur monatlichen Selbstuntersuchung, möglichst einige Tage nach der Regelblutung. Wie das genau geht, zeigt Ihnen am besten Ihr Arzt. Finden sich Brustkrebs-Symptome, wird dem mit Röntgenstrahlen (Mammografie) oder Ultraschall (Sonografie) nachgegangen. Gerade bei jüngeren Frauen mit dichtem Drüsengewebe liefert Letztere die zuverlässigeren Resultate, im Einzelfall kann auch eine Kernspin-Mammografie nötig sein. Vom 50. bis 69. Lebensjahr können Frauen vorsorglich an einem qualitätsgesicherten Mammografie-Screening teilnehmen. 

Brustkrebs erkennen: Ist ein Tumor gut- oder bösartig?


Um einen Tumor auf Gut- oder Bösartigkeit zu untersuchen, entnimmt man meist per Stanzbiopsie Gewebeproben. Ein bösartiges Karzinom wird näher bestimmt, der Status der Hormon- und HER2/neu-Rezeptoren sowie der Entartungsgrad sind entscheidend für die Therapie. Per Skelettszintigrafie, Computertomografie (CT), Röntgenaufnahme der Lunge, Sonografie der Leber sowie Kernspintomografie (MRT) wird bei Brustkrebs nach Metastasen gesucht, um das Ausmaß der Erkrankung zu erkennen.

Therapie

Therapie bei Brustkrebs


Brustkrebs kann sich schnell im Körper ausbreiten und wird daher schon frühzeitig systemisch (im ganzen Körper wirksam) behandelt. Operation, Chemo-, Strahlen- und Hormontherapie werden individuell kombiniert. Dabei kann bei Brustkrebs eine Chemotherapie auch schon vor einer Operation stattfinden (neoadjuvante Chemotherapie), etwa wenn eine Entfernung des Tumors aufgrund seiner Größe oder des schnellen Wachstums noch nicht möglich ist. Bei Brustkrebs im Frühstadium geht es um Heilung, bei Brustkrebs mit Metastasen um Lebenszeitverlängerung und im Spätstadium um Linderung der Beschwerden. 

Brustkrebs erkennen und behandeln: Meist bleibt die Brust erhalten


Eine brusterhaltende Therapie ist heute bei bis zu 80 Prozent der Brustkrebspatientinnen möglich. Dabei kommt es auf das Verhältnis zwischen Tumor- und Brustvolumen an, und der Tumor darf nicht in die Muskulatur oder Haut eingedrungen sein. Da sich in den Achsel-Lymphknoten meist die ersten Brustkrebs-Metastasen bilden, werden in der Regel einige mit entfernt. Fast alle Patientinnen erhalten nach einer Operation eine adjuvante (unterstützende) Behandlung. Bei den häufigen östrogenabhängigen Tumoren verhindern sogenannte Antiöstrogene die Entstehung von Metastasen. Frauen, deren Brust abgenommen wurde, können sich für einen Brustaufbau mit Implantat oder körpereigenem Material entscheiden oder Prothesen nutzen.

DAK-Gesundheit

Was die DAK-Gesundheit zum Thema Brustkrebs bietet


Die DAK-Gesundheit zahlt als Regelleistung, um Brustkrebs zu erkennen, das jährliche Abtasten der Brust und der benachbarten Lymphknoten für Frauen ab 30. Alle zwei Jahre können sich Frauen von 50 bis 69 Jahre im Rahmen des Mammografie-Screenings auf Brustkrebs untersuchen lassen. 

Für Frauen, die aufgrund eines familiären Gendefekts ein höheres Erkrankungsrisiko haben, übernimmt die DAK-Gesundheit die entsprechenden Genuntersuchungen sowie gegebenenfalls auch die prophylaktische Brustentfernung. Wir haben Informationen zum Ablauf für Sie zusammengestellt. 

Das DAK-Gesundheitsprogramm Brustkrebs für Sie


Wenn Sie bereits erkrankt sind, können Sie am DAK-Gesundheitsprogramm Brustkrebs teilnehmen – bis zu fünfeinhalb Jahre lang und in allen Phasen der Behandlung. Die Betreuung durch Ärzte und Krankenhäuser sowie die Angebote der DAK-Gesundheit sind dabei optimal aufeinander abgestimmt.

Gut aufgehoben beim DAK-Versorgungsmanagement

Mit all Ihren Fragen zu Therapie, Nachsorge und auch zu Themen wie Krankengeld und Wiedereingliederung können Sie sich jederzeit an unsere Gesundheitsberater wenden – unser Versorgungsmanagement ist gerne für Sie da!

Zuletzt aktualisiert:
Wed Mar 23 15:40:47 CET 2016

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