Bluthochdruck lässt sich häufig gut behandeln.

Wie Bluthochdruck dem Körper schadet

So können Sie der Hypertonie vorbeugen

Beim Bluthochdruck ist der Druck des Blutes in den Gefäßen des Körpers erhöht. Der medizinische Fachbegriff dafür lautet Hypertonie. Kurzzeitig erhöhter Blutdruck muss der Gesundheit nicht schaden. Wer aber dauerhaft unter hohem Blutdruck leidet, trägt ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen. So kann hoher Blutdruck verschiedene Symptome wie Nervosität, Schlafprobleme, Schwindel, Herzklopfen und Kopfschmerzen auslösen. Langfristig drohen ernstere Folgen. Ein zu hoher Blutdruck belastet auf Dauer die Gefäße und Organe wie Herz und Nieren. Damit steigt auch das Risiko für einen Schlaganfall, Herzschwäche, Herzinfarkt und Nierenleiden oder Nierenversagen.

Bluthochdruck: Ab wann ist er zu hoch?

Als zu hoch gilt der Blutdruck, wenn er in mehreren Messungen an mindestens zwei Tagen die Grenzwerte 140 zu 90 mmHg überschreitet. Der erste Wert steht für den systolischen Blutdruck. Er herrscht in dem Moment in den Gefäßen, in dem der Herzmuskel sich zusammenzieht und Blut durch den Körper pumpt. Der zweite Wert steht für den diastolischen Blutdruck: Er wird gemessen, wenn der Herzmuskel zwischen zwei Kontraktionen erschlafft.

DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich berät über die Behandlung von Bluthochdruck.

Dr. Susanne Bleich, Ärztin der DAK-Gesundheit

Ursachen für Bluthochdruck

Die häufigste Form von hohem Blutdruck ist die sogenannte primäre Hypertonie. Hierbei ist die genaue Ursache des Bluthochdrucks nicht bekannt. Die primäre Hypertonie tritt in einigen Familien verstärkt auf. Übergewicht, eine salzreiche Ernährung und Alkoholgenuss können den Bluthochdruck zusätzlich begünstigen.

Etwa fünf bis zehn Prozent der Menschen mit Bluthochdruck leiden an einer sekundären Hypertonie. Die Ursache ist eine organische Erkrankung, zum Beispiel der Nieren, des Herzens oder eine Schilddrüsenüberfunktion. Wird die Grunderkrankung behandelt, sinkt der Blutdruck in der Regel wieder. Im Allgemeinen wird der Blutdruck auch mit zunehmendem Alter höher.

Wie Sie Bluthochdruck vorbeugen können

„Eine gesunde Lebensweise kann helfen, Bluthochdruck vorzubeugen‟, sagt DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich. „Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und nicht zu viel Fett, Salz und Zucker. Auch regelmäßige Bewegung ist wichtig. Vermeiden sollte man Rauchen, starken Alkoholkonsum und zu viel Stress.‟

Behandlung des Bluthochdrucks

Bluthochdruck lässt sich im Allgemeinen gut behandeln. Die erste Maßnahme zur Behandlung von primärem Bluthochdruck ist eine Änderung des Lebensstils und der Gewohnheiten. Betroffene können versuchen, sich im Alltag mehr zu bewegen, ihre Ernährung auf salzärmere Kost mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten umzustellen und ihr Gewicht zu reduzieren. Bluthochdruckpatienten sollten auch das Rauchen einstellen, Alkohol nur in Maßen genießen und versuchen, Stress abzubauen. Wenn eine Umstellung der Gewohnheiten den Bluthochdruck nicht ausreichend senken kann, erfolgt oft eine Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft kann es zu Bluthochdruck kommen. Etwa zehn Prozent der Schwangeren leiden unter zu hohem Blutdruck. Zwar bringen die meisten Betroffenen ein gesundes Baby zur Welt. Trotzdem sollte Bluthochdruck in der Schwangerschaft beobachtet werden, denn er kann das Risiko für Komplikationen erhöhen. In einigen Fällen ist der erhöhte Blutdruck auch ein Anzeichen einer sogenannten Präeklampsie, einer gefährlichen Erkrankung, die sich während der Schwangerschaft entwickelt.

Blutdruck regelmäßig kontrollieren

Behalten Sie Ihren Blutdruck im Auge. Gehen Sie am besten regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung. Die DAK-Gesundheit bezahlt Ihnen den Check-up 35. Alle zwei Jahre können Sie sich ab Ihrem 35. Geburtstag auf Herz und Nieren durchchecken lassen. So kommen Sie dem Bluthochdruck zuvor.

Zuletzt aktualisiert:
Thu Sep 29 11:30:01 CEST 2016

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