Allergien im Urlaub

Tipps von DAK-Gesundheit Expertin Dr. Cordula Sohst-Brennenstuhl

Pusteln am Strand, Pollenalarm auf dem Waldwanderweg, Juckreiz auf dem Ponyhof? Für rund ein Drittel der Deutschen bedeutet die Urlaubszeit vor allem eines: schniefen, jucken und brennen.

Mit einigen Tipps können Urlauber aber die freie Zeit genießen, ohne allergische Reaktionen befürchten zu müssen. Die Expertin Dr. Cordula Sohst-Brennenstuhl, Fachärztin für Allgemeinmedizin bei der DAK-Gesundheit, verrät sie Ihnen!

Pollen

Wenn Bäume, Kräuter und Gräser blühen, juckt vielen Deutschen die Nase. Und leider finden sich die kleinen Allergieauslöser in weiten Teilen der Welt.

Tipps der DAK-Gesundheit Expertin:

  • Frühzeitig im Pollenflugkalender prüfen, welche Urlaubsziele zur geplanten Reisezeit pollenfrei sind.
  • Auf Nummer sicher gehen: im Zweifelsfall pflanzenreiche Gegenden meiden.
  • Ab in die Berge: Hochgebirge ab 1.500 Metern sind im Hochsommer pollenarm, auch rund um die Nordsee und am Mittelmeer blüht zu dieser Zeit nichts mehr.

Hausstaub­milben

Reagieren Sie auf die Hinterlassenschaften von Hausstaubmilben in Matratzen und Möbeln? Dann ab in die Berge!

Tipps der DAK-Gesundheit Expertin:

  • Den Urlaub möglichst nicht in den Herbst legen: In dieser Zeitstirbt ein Großteil der Spinnentiere und setzt besonders viel vom Allergen frei.
  • Unterkünfte mit Teppichboden, Polstermöbeln und schweren Vorhängen meiden! Oder aber den Reiseveranstalter vorab bitten, die "Brutstätten" entfernen zu lassen.
  • Für starke Milbenallergiker: Matratzenschutz mitnehmen!
  • Am sichersten ist es übrigens, wenn Sie Urlaub in den Bergen buchen. Dort kommen kaum Milben vor.

Sonne

Ungewohnt starke Sonneneinstrahlung wird für immer mehr Deutsche zur Qual. Juckende Knötchen an Hals und Dekolleté betreffen vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren.

Tipps der DAK-Gesundheit Expertin:

  • Arzneimittel wie Antibiotika oder Johanniskraut-Präparate meiden - diese können Allergien begünstigen. Am besten beim Arzt vorab erkundigen, auf welche Medikamente verzichtet werden sollte.
  • Sunblocker mit Lichtschutzfaktor 60 verwenden! Die verhindern, dass sich die Pusteln bilden. Spezielle Sonnenschutzmittel für Allergiker gibt es in der Apotheke.
  • Am besten im Schatten aufhalten und Schultern, Dekollete und Arme mit Kleidung bedecken.
  • Keine Kosmetik verwenden.

Nahrungs­mittel

Auch auf Lebensmittel kann man allergisch reagieren: beispielsweise auf Laktose, Gluten, Fructose oder Konservierungsstoffe. Böse Überraschungen gibt es, wenn fremdsprachige Speisekarten nicht erkennen lassen, ob eine Mahlzeit Allergene enthält.

Tipps der DAK-Gesundheit Expertin:

  • Allergieauslöser wie beispielsweise Milch, Eier, Meeresfrüchte und bestimmte Gewürze im Wörterbuch nachschlagen.
  • Auf kulinarische Experimente verzichten.
  • Notfallmedikamente immer in Reichweite bereit halten.
  • Übersetzungshilfe: Damit Ihnen im Urlaub nicht die Worte fehlen, finden Sie hier die Übersetzungshilfe für Allergiker (pdf, 400 KB) zum kostenlosen Download.

Tierhaare

Jeder zehnte Bundesbürger reagiert allergisch auf die Eiweiße, die im Fell von Katzen, Hunden oder auch Pferden haften. Sauberkeit allein reicht da leider nicht.

Tipps der DAK-Gesundheit Expertin:

  • Vor der Reise unbedingt vom Arzt abklären lassen, auf welche Tiere man allergisch reagiert.
  • Erkundigen, ob das reservierte Zimmer zuvor von einem Gast mit Haustier belegt wurde – oder der Vermieter selber Tiere hält.
  • Wer doch einmal mit Tierhaaren in Berührung kommt: Sofort Hände waschen und Kleidung wechseln.
  • Auf's Rauchen verzichten: Rauchen begünstigt nämlich Ihre Allergie.
  • Wer ganz sicher gehen möchte: Buchen Sie ein Zimmer in einem speziellen Allergiker-Hotel.

Zuletzt aktualisiert:
Mon May 25 14:01:23 CEST 2015

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