Allergien bei Kindern nehmen immer mehr zu

Allergien bei Kindern nehmen zu! Folge: Asthma

Die DAK-Gesundheitsprogramme sorgen für mehr Lebensqualität

Heuschnupfen und andere Allergien bei Kindern verbreiten sich immer weiter. Die Forschung sieht als einen Grund für die Häufigkeit der Allergien bei Kindern, dass Eltern heutzutage immer penibler auf Sauberkeit und Hygiene im Alltag ihrer Kinder achten. So wird ihr Immunsystem gegen Umwelteinflüsse immer mehr abgeschirmt – und reagiert dann eher über, wenn es doch einmal mit den entsprechenden Stoffen in Berührung kommt. Die Folge ist eine Verbreitung der Allergien bei Kindern.

Allergien bei Kindern – jedes sechste Kind hat Heuschnupfen

Besonders betroffen von Allergien bei Kindern sind Kinder und Jugendliche zwischen drei und 17 Jahren. Laut einer 2012 vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Langzeitstudie zur Kindergesundheit tragen bereits heute mehr als vier von zehn Kindern dieser Altersgruppe Antikörper gegen 20 getestete Allergene in sich. Jedes sechste Kind leidet spätestens ab dem Grundschulalter unter Heuschnupfen. So sind Allergien bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile eines der häufigsten Gesundheitsprobleme. Und: Jungen sind um fast zehn Prozent häufiger betroffen als Mädchen.

Ähnliches gilt für die Lebensmittelallergien: Auch von diesen Überempfindlichkeiten sind Kinder häufiger betroffen als Erwachsene. Etwa 1,5 Prozent der Kinder haben eine Lebensmittelallergie und bekommen in Folge dessen nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel Schwellungen an Gesicht und Körper, Ausschlag, Durchfall, Blähungen oder sogar Atemnot - und das meistens innerhalb weniger Minuten oder Stunden.

Der Facharzt hilft Kindern bei Allergien

Die Gegenmaßnahmen, um Allergien bei Kindern und Jugendlichen zu begegnen, sind die gleichen wie bei Erwachsenen. Wenn Sie Symptome bei Ihrem Kind feststellen, die auf eine Allergie hindeuten, gehen Sie am besten mit ihm zu einem Allergologen. Der Facharzt diagnostiziert die Allergie und ermittelt die entsprechenden Allergene. Möglichkeiten der Therapie sind neben Maßnahmen, um im Alltag den Kontakt mit den allergenen Stoffen zu vermeiden, vor allem die Hyposensibilisierung sowie die Einnahme von Medikamenten wie Antihistaminika oder Kortison. Mehr zur Therapie bei Allergien lesen Sie in dem Artikel Behandlung und Therapie von Allergien.

Asthma bei Kindern – meist eine Folge der Allergie

Reagieren Kinder auf bestimmte Allergene überempfindlich, bilden sie häufig das so genannte allergische Asthma aus. Die gute Nachricht: Wird es diagnostiziert, sind die Allergene meist bekannt und können fortan gemieden werden. Natürlich ist es nicht immer ganz leicht, Tierhaaren, Konservierungs- und Duftstoffen, Pollen oder Hausstaubmilben aus dem Weg zu gehen. Doch schon die allergiegerechte Gestaltung der Wohnung hilft, die Belastung deutlich zu verringern. Trockene und kühle Raumluft, feuchtes Staubwischen, wenige Textilien im Kinderzimmer, keine tierischen Bettfüllungen und keine Kuscheltiere im Bett wirken etwa Hausstaubmilben entgegen.

Grundsätzlich ist auch Sport gut gegen Asthmaanfälle. Zudem hilft es den Kindern, frühzeitig ihre Belastungsgrenzen zu erkennen. Auch psychische Belastungen können zu Asthmaanfällen führen. Deshalb gilt es, den Kindern einen hohen Zeit- und Leistungsdruck sowie extreme emotionale Belastungen zu ersparen – ohne sie übertrieben zu behüten. Nahrungsmittel und Substanzen, die pseudo-allergische Reaktionen auslösen, müssen ebenso konsequent gemieden werden wie die echten Allergene.

Umwelt einbeziehen

Ein Asthmaanfall kann jederzeit im Alltag entstehen, und je jünger das Kind ist, umso schwieriger kann es sich in einem solchen Moment selbst versorgen. Deshalb es für Kinder wichtig, dass auch ihre Umgebung auf einen Asthmaanfall vorbereitet ist. Folgende Punkte sind dabei wichtig:

  • Erzieher, Lehrer, Trainer, Eltern von Freunden müssen über die Krankheit informiert sein.

  • Das Bedarfsmedikament sollte immer dabei sein – bei Klassenfahrten, Besuchen bei Freunden oder Ähnlichem zusätzlich auch die Notfallmedikamente.

  • Ein Asthmapass sollte ebenfalls immer dabei sein. In ihm sind Personalien, verordnete Notfallmedikamente, Telefonnummer des Arztes und bestehende Allergien vermerkt.

  • Zusätzlich sollten alle Ergebnisse der Lungenfunktionsmessungen in einen Pass oder ein Tagebuch eingetragen werden, der im Urlaub und bei Klassenfahrten dabei sein muss. So können sich andere Ärzte im Notfall rascher ein Bild über den Krankheitsverlauf machen.

Gesundheitsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Asthma

Für Kinder mit Asthma, die bei der DAK-Gesundheit versichert sind, bietet sich die Teilnahme am Gesundheitsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Asthma bronchiale an. Ziel dieses maßgeschneiderten Programms ist es, die Behandlung und die Lebensqualität der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu verbessern. So können Folgeerkrankungen verhindert oder deren Fortschreiten verlangsamt werden. Hausärzte, Fachärzte, Krankenhäuser und andere Leistungserbringer, wie zum Beispiel Ernährungsberater, arbeiten eng zusammen. Diagnostik, Therapie und begleitende Angebote der DAK-Gesundheit werden exakt aufeinander abgestimmt.

Zuletzt aktualisiert:
Fri Apr 08 13:41:55 CEST 2016

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