Schnelle Tipps gegen Kopfschmerzen – nicht immer sind Medikamente nötig, um Kopfschmerz zu lindern

Tipps gegen Kopfschmerzen – was hilft mir?

Schmerzmittel sind nicht immer das Nonplusultra

Schnelle Tipps gegen Kopfschmerzen – wenn der Kopf Sie plagt, brauchen Sie sie dringend. Und vor allem: gute Tipps! Sie werfen in solchen Situationen meist schnell eine Tablette ein? Das ist nicht immer die beste Lösung. Machen Sie sich hier schlau dazu, was bei Ihren Kopfschmerzen wirklich hilft. Gerade, wenn Sie häufiger ähnliche Beschwerden haben, ist Ursachenforschung wichtig, damit es möglichst gar nicht erst zu Kopfschmerzen kommt.

Ursachen­for­schung

Ursachenforschung – woher können Kopfschmerzen kommen?

Wenn es in Ihrem Kopf bohrt oder hämmert, wollen Sie nur eines: dass der Schmerz nachlässt, möglichst auf die Schnelle. Für alles andere haben Sie buchstäblich keinen Kopf. Das ist nur zu verständlich. Dennoch lautet die Nummer eins unter unseren Tipps gegen Kopfschmerzen für alle, die häufiger gegen Kopfschmerzen vorgehen müssen: Nehmen Sie den Schmerz genau unter die Lupe. Fragen Sie sich, woher können Kopfschmerzen kommen. Am besten führen Sie dazu ein Kopfschmerztagebuch. So können Sie Ihrem Arzt Ihre Kopfschmerzen wirklich treffend beschreiben und eine gezielte Behandlung beginnen. 

Tipps gegen Kopfschmerzen: Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch


Dokumentieren Sie möglichst viele Ihrer Kopfschmerzattacken mit Stichworten zu den folgenden Punkten – das ist schnell erledigt und hilft Ihnen längerfristig: 

  • Art und Stärke des Schmerzes

  • Zeitpunkt und Dauer

  • Auffälligkeiten

  • eingenommene Medikamente

  • Einschränkung der Lebensqualität am betroffenen Tag 

Noch ein Tipp gegen Kopfschmerzen


Noch schneller fertig sind Sie, wenn Sie das Kopfschmerztagebuch des Universitätsklinikums Jena (siehe unten) nutzen. Zum nächsten Gespräch mit Ihrem Arzt diese Notizen unbedingt mitnehmen! Nebenbei verhilft Ihr Kopfschmerztagebuch Ihnen auch zu einem besseren Körperbewusstsein und bringt Sie vielleicht auf Möglichkeiten der Selbsthilfe. Etwa, wenn Ihre Kopfschmerzen unter Umständen auftreten, die Sie beeinflussen können.

Bewegung

Tipps gegen Kopfschmerzen: Sport und Bewegung hilft!

Bewegung gehört zu den Top-Tipps bei Kopfschmerzen. Bei akuten Spannungskopfschmerzen hilft es, wenn Sie ein paar Schritte an der frischen Luft gehen. Ein Spaziergang oder eine Runde Joggen erfrischt und versorgt den Kopf mit ausreichend Sauerstoff. Bei anderen Kopfschmerzarten wirkt Bewegung eher vorbeugend – dafür aber in beachtlichem Maße. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass bereits 30 Minuten Training an drei Tagen die Woche die Anzahl der Tage mit Kopfschmerzen halbieren können. 

Sport – der beste Tipp gegen Kopfschmerzen 


Schnelle Sprints und Ausdauersport sind bisher nicht so Ihre Welt? Dann gehen Sie es langsam an – das hilft am besten. Wenn Sie sich dagegen beim Training übernehmen, kann das erst recht zu Kopfschmerzen führen. Statt auf die Schnelle sportlich aufzurüsten, tasten Sie sich langsam an neue Herausforderungen heran. Bereits gleichmäßiges Gehen, zum Beispiel bei einem Waldspaziergang, hilft und ist für den Anfang völlig ausreichend. Ihr Arzt wird Ihnen gerne Tipps für ein passendes Trainingsprogramm geben.

Welche Sportart hilft bei Kopfschmerzen am besten? 


Besonders effektive und schnelle Helfer gegen häufige Kopfschmerzen sind Sportarten mit gleichmäßigen Bewegungsabläufen wie Schwimmen, Radfahren oder Joggen. Auch Entspannungskurse wie Yoga können den Stressabbau fördern und Kopfschmerzen vorbeugen. Auch hier gilt: Steigern Sie die Belastung nur ganz allmählich.

Extra-Tipps bei Migräne: Worauf muss ich beim Sport achten? 


Treiben Sie auf keinen Fall Sport während eines akuten Migräneanfalls! Hier helfen nur Ruhe und Entspannung gegen Ihre Kopfschmerzen. Um Migräneattacken vorzubeugen, sollten Sie aber ein regelmäßiges Ausdauertraining in Ihren Wochenplan integrieren. Und – man kann es nicht oft genug sagen – beginnen Sie langsam. Vor dem Training ist eine Aufwärmphase ratsam.

Schmerz­mittel

Medikamente gegen Kopfschmerzen?

„Nimm doch eine Schmerztablette“ – von allen denkbaren Tipps hört man diesen wohl am häufigsten, wenn man über Kopfschmerzen klagt. 51 Prozent der Befragten einer Umfrage der DAK-Gesundheit geben an, bei Kopfschmerzen vor allem auf Medikamente zurückzugreifen. Bei der Behandlung mit Schmerzmitteln ist jedoch Vorsicht geboten. Vor der Einnahme sollte ein Arzt konsultiert werden, denn nicht bei jeder Art von Kopfschmerzen empfiehlt sich die Einnahme von Medikamenten. 

Rezeptfreie Medikamente gegen Kopfschmerzen


Die Schmerzmittel ASS (Acetylsalicylsäure), Paracetamol und Ibuprofen sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Sie können bei Spannungskopfschmerzen oder leichten Migräneanfällen vorübergehend lindernd wirken. Die klassische Schmerztablette hilft jedoch nicht immer: Nehmen Sie sie auf keinen Fall bei Clusterkopfschmerzen ein! Hier kann eine Einnahme sogar schaden. Bei Spannungskopfschmerz können Sie es auch mit etwas Pfefferminzöl, auf Stirn und Schläfen aufgetragen, probieren: Das Öl kühlt und kann ähnlich wirksam sein wie Paracetamol.

Mit Triptanen gegen Kopfschmerzen 


Bei sehr starken Migräneanfällen und auch bei Clusterkopfschmerzen sind die rezeptfreien Schmerzmittel wirkungslos. In diesen Fällen kann Ihnen Ihr Arzt gegen Kopfschmerzen Triptane verschreiben. Wichtig: Diese Arzneistoffe sollten niemals eigenmächtig, sondern nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Wer einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatte oder unter koronarer Herzkrankheit leidet, darf keine Triptane einnehmen.

Ständige Kopfschmerzen: Ab wann zum Arzt? 


Wenn Sie ständig Kopfschmerzen haben, scheuen Sie sich nicht, deshalb einen Termin mit Ihrem Arzt zu vereinbaren. In über 95 Prozent der Fälle kann bereits ein Gespräch mit Ihrem Arzt der Ursache Ihrer Kopfschmerzen auf den Grund gehen.

Medikamente gegen Kopfschmerzen sollten niemals ohne Absprache mit einem Arzt häufiger als zehn Tage im Monat eingenommen werden. Wenn Sie bereits über dieser Marke liegen: Suchen Sie einen Arzt auf und entwickeln Sie gemeinsam einen Behandlungsplan gegen Ihre Kopfschmerzen. Auch wenn Sie sich bei der Dosierung eines Schmerzmittels oder der Einordnung Ihrer Kopfschmerzen nicht sicher sind, hilft Ihnen Ihr Arzt gerne mit fundierten Tipps und Empfehlungen weiter.

Kopfschmerzen im Büro

Tipps gegen Kopfschmerzen im Büro

Geht es an Ihrem Arbeitsplatz öfter mal hektisch zu? Dabei kann es schnell zu Kopfschmerzen im Job kommen. Vier Tipps gegen Kopfschmerzen im Büro: 

Kopfschmerzen im Büro – Tipp 1: Entspannen Sie Ihre Augen 


Ständiges Starren auf den Bildschirm strengt die Augen an und kann schnell zu Kopfschmerzen führen. Schon kleine Übungen helfen, die Augen zu entspannen. Außerdem sollte der Monitor ins rechte Licht gerückt werden, denn viele Arbeitsplätze sind schlecht beleuchtet. 

Kopfschmerzen im Büro – Tipp 2: Sitzen Sie aktiv 


Eine falsche Sitzhaltung verspannt die Schulter- und Nackenmuskulatur und begünstigt so Kopfschmerzen. Daher beide Füße beim Arbeiten fest aufstellen, Ober- und Unterarme sowie Ober- und Unterschenkel im rechten Winkel zueinander halten. Wer öfter aufsteht oder im Sitzen ab und zu sein Gewicht verlagert, hält die Wirbelsäule in Bewegung und vermeidet dadurch Verspannungen, die bis in den Kopf ziehen können.

Kopfschmerzen im Büro – Tipp 3: Verbessern Sie das Klima 


Ausreichend Sauerstoff ist entscheidend für einen klaren Kopf und beugt Kopfschmerzen vor. Einmal stündlich kräftiges Lüften ist daher auch im Winter Pflicht. Grundsätzlich ist eine Raumtemperatur zwischen 20 und 22 Grad Celsius optimal.

Kopfschmerzen im Büro – Tipp 4: Nutzen Sie Pausen 


Auch wenn das Arbeitspensum hoch ist – kleine Pausen müssen sein. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist oft auch auf die Schnelle möglich, löst Verspannungen und macht den Kopf frei. Denn der räumliche Abstand zu Arbeitsplatz und Kollegen hilft, Stress abzubauen und Kraft für die zweite Tageshälfte zu sammeln. Auch 51 Prozent der Befragten einer Umfrage der DAK-Gesundheit gehen bei akuten Kopfschmerzen erst einmal raus und lassen sich etwas Wind um die Nase wehen. Ist mal keine Zeit für die große Runde, helfen auch simple Übungen am offenen Bürofenster.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Sep 30 09:26:09 CEST 2015

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