Adipositas-Hotline und Internetchat: Die 3 häufigsten Fragen

Ihre Fragen und die Antworten unserer Experten

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16 Millionen Menschen sind zu dick. Jeder vierte Erwachsene zwischen 18 und 79 Jahren hat zu viele Pfunde auf den Rippen. Statistiken lassen eine Tendenz erkennen, dass die Zahl weiter steigen wird.

Wie man es schafft im Alltags-Wirrwarr abzunehmen und sein Gewicht zu halten, haben die Adipositas-Experten der DAK-Gesundheit an der Hotline und im Chat verraten. Lesen Sie hier, welche drei Fragen die Anrufer und Chatter am häufigsten stellten und wie die Antworten unserer Experten lauteten.

Frage 1: Wie kann ich den Jojo-Effekt nach einer Diät verhindern?

Die Gewichtsabnahme nach Diäten hält oftmals nur kurze Zeit an, nach Ende der Diät nehmen übergewichtige Menschen häufig schnell wieder zu. Manchmal zeigt die Waage einige Zeit nach der Diät, dass mehr zu- als abgenommen wurde. Eine langfristige und gesunde Gewichtsreduktion lässt sich nur durch konsequente und dauerhafte Umstellung der Ernährung und der alltäglichen Gewohnheiten erreichen. Ein realistisches Ziel ist eine Gewichtsabnahme von 0,5 bis 1 kg pro Monat. Zum erfolgreichen Abnehmen gehört regelmäßige Bewegung unbedingt dazu.

Frage 2: Wie sollte ich mich ernähren, um Gewicht zu verlieren?

Im Vordergrund steht eine angepasste Energiezufuhr bei einer ausreichenden Nährstoffversorgung. Es muss also weniger Energie zugeführt werden, als verbraucht wird. Im Klartext: Es darf nur so viel gegessen werden, wie der Körper verbrennt. Sinnvoll ist dabei eine fettreduzierte vollwertige und ballaststoffreiche Ernährung. Regionales und saisonales Gemüse und Obst sind der Schwerpunkt der Mahlzeiten. Ein Trick: Wer sich ausreichend Zeit für die Mahlzeit nimmt und bewusst kaut, wird während der Mahlzeit schneller satt. Auch die richtigen Getränke unterstützen beim Abnehmen: Wasser, stark verdünnter Fruchtsaft und Kräutertees helfen dabei, Gewicht zu verlieren.

Frage 3: Welche Diät kann ich mit Kindern machen?

Diäten sind bei Kindern der falsche Weg und mit dem Risiko einer Unterversorgung wichtiger Nährstoffe verbunden, die für die Kindes-Entwicklung notwendig sind. Eltern sollten vielmehr die Ernährungs- und Trinkgewohnheiten ihrer Kinder langsam umstellen. Am besten zieht die ganze Familie bei dieser Umgewöhnung mit und zwar Schritt für Schritt. Ziel ist es, das Gewicht zu halten und aus dem Übergewicht ‚herauszuwachsen‘. Ein totaler Verzicht auf Süßigkeiten ist nicht notwendig. Ein kleiner ‚Sonntags-Teller‘ mit Leckereien kann das Kind motivieren. Wann und wie viel die Kinder naschen möchten, bestimmen sie selbst – sie dürfen sich die Süßigkeiten über die Woche selbst einteilen. Toller Nebeneffekt: Mit diesem selbstbestimmten Handeln übernimmt der Nachwuchs aktiv die Verantwortung für das eigene Verhalten. Neben der richtigen Ernährung ist auch eine altersgerechte Bewegung unverzichtbar. Sie schützt vor Folgeerkrankungen und Haltungsschäden und fördert darüber hinaus Kondition und Konzentration.

Weitere Informationen zu Therapien und der Möglichkeit einer Operation als letzten Ausweg, finden Sie in der Rubrik Adipositas.

Zuletzt aktualisiert:
Mon Jun 12 09:13:17 CEST 2017
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