FAQs - Häufige Fragen

Gern beantworten wir Ihnen hier die häufigsten Fragen zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur DAK-Gesundheit.

Adressänderung: Wie gebe ich meine neue Adresse bekannt?

Wenn Sie umziehen und Ihre Adresse ändert sich, informieren Sie uns bitte telefonisch oder schriftlich. Wenn Sie bei Meine DAK registriert sind, können Sie ein Online-Formular mit den neuen Daten ausfüllen und es uns via Internet zuschicken.

Arbeitgeberwechsel: Was passiert bei einem neuen Job?

Informieren Sie uns bitte, wenn Sie Ihren Arbeitgeber wechseln – dazu sind Sie in Deutschland gesetzlich verpflichtet. Sie können Ihre Daten entweder unter Meine DAK aktualisieren, wenn Sie dort registriert sind, oder Sie rufen uns an. Halten Sie in dem Fall bitte Namen, Adresse und weitere Kontaktdaten Ihres neuen Arbeitgebers bereit und auch das Datum Ihrer Arbeitsaufnahme.

Arbeitsunfähigkeit: Was passiert, wenn ich krank werde?

Können Sie im Krankheitsfall nicht zur Arbeit gehen, müssen Sie sofort Ihren Arbeitgeber informieren. Bitte erkundigen Sie sich in Ihrem Betrieb über das Verfahren und über die Unterlagen, die Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen müssen.

Fallen Sie für mehr als drei Tage aus, brauchen Sie für gewöhnlich eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Normalerweise zahlt Ihr Arbeitgeber Ihr Gehalt für die Dauer Ihrer Krankheit bis zu sechs Wochen lang weiter. Dieser Zeitrahmen ist gesetzlich festgelegt, in manchen Arbeitsverträgen stehen sogar noch längere Zeiträume, in denen Angestellte finanziell abgesichert sind. Stoppt Ihr Arbeitgeber die Zahlung, springt die DAK-Gesundheit ein und zahlt Ihnen einen Teil Ihres Lohns weiter. Dabei handelt es sich um das sogenannte Krankengeld.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung besteht aus drei Seiten. Die erste Seite, das Original, geht an Ihre Krankenversicherung und muss innerhalb einer Woche dort vorliegen, die zweite Seite schicken Sie Ihrem Arbeitgeber und die dritte Seite ist eine Kopie, die Ihr Arzt für seine Unterlagen im Zusammenhang mit Ihrer Diagnose behält.

Arzneimittel und Medikamente: Wo kaufe ich sie und wie bezahle ich?

Im Krankheitsfall verschreibt Ihnen Ihr Doktor eventuell Medikamente. Die Kosten der verschreibungspflichtigen Medizin werden meist von Ihrer Krankenversicherung übernommen, allerdings müssen Versicherte einen Eigenanteil bezahlen. Dieser Eigenanteil beträgt zehn Prozent des Medikamenten-Preises, mindestens fünf, maximal aber zehn Euro pro Verschreibung.
Sie erhalten Ihre Medizin ausschließlich in Apotheken: Dort zeigen Sie einfach Ihr Rezept und zahlen den Eigenanteil. Die Kosten für nicht-rezeptpflichtige Medikamente müssen Versicherte normalerweise allein tragen.

Arztwahl: Muss ich mich an bestimmte Ärzte halten?

Pflichtversicherte Personen in Deutschland können sich aussuchen, von welchem Arzt sie behandelt werden möchten. Voraussetzung ist, dass der Arzt eine Erlaubnis hat, Personen zu behandeln, die gesetzlich versichert sind. Diese Zulassung haben jedoch ohnehin die meisten Ärzte in Deutschland.
Bei einem Arztbesuch müssen Sie Ihre Versichertenkarte vorzeigen. Der Arzt braucht Ihre Karte für die direkte Abrechnung mit der DAK-Gesundheit. Vergessen Sie nicht, im Vorfeld einen Termin mit Ihrem Arzt zu vereinbaren.

Beitragsberechnung: Wie viel muss ich monatlich zahlen?

Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen monatlich einen prozentualen Beitragssatz. Er liegt aktuell für Arbeitgeber bei 7,3 Prozent und für Arbeitnehmer bei 8,8 Prozent des Bruttogehalts. Selbstständige müssen 15,5 Prozent ihres Einkommens abführen. Studierende, die nicht mehr über ihre Eltern beitragsfrei mitversichert sind, zahlen rund 80 Euro im Monat für ihre Krankenversicherung.

EHIC (European Health Insurance Card): Was tun, wenn ich im Ausland krank werde?

Zwischen den Ländern der europäischen Union gibt es zwischenstaatliche Abkommen, so dass Sie als Mitglied auch außerhalb Deutschlands Versicherungsschutz genießen. Sollten Sie im europäischen Ausland während Ihres Urlaubs erkranken, können Sie alle gesetzlichen Leistungen vor Ort beanspruchen, die keinen Aufschub nach Ihrer Rückkehr dulden. Um behandelt zu werden, zeigen Sie einfach Ihre Karte der DAK-Gesundheit mit der integrierten European Health Insurance Card (EHIC) vor. Die Karte ist auf der Rückseite blau. Alternativ können Sie auch das Formular E111 vorzeigen. Kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen gern weiter.

Krankenbescheinigung: Wofür benötige ich das und wo bekomme ich es her?

Wenn Sie krank sind und zuhause bleiben, müssen Sie eine Krankenbescheinigung an Ihren Arbeitgeber schicken. Mit dieser sogenannten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bestätigt Ihr Arzt, dass Sie wegen Krankheit nicht arbeiten gehen können. Sie müssen die Bescheinigung schnellstmöglich Ihrem Arbeitgeber und der DAK-Gesundheit schicken.

Krankenhauswahl: Wer bestimmt, in welches Krankenhaus ich komme?

In einigen Fällen ist ein Besuch im Krankenhaus unvermeidbar. Ihr Arzt wird Sie gegebenenfalls in ein Krankenhaus einweisen. Wie bei der freien Arztwahl gilt auch hier, dass Sie selbst entscheiden können, in welchem Krankenhaus Sie behandelt werden möchten. In einem Notfall sollten Sie selbstverständlich auch ohne ärztliche Einweisung ein Krankenhaus aufsuchen. Personen ab 18 Jahren zahlen einen täglichen Eigenanteil von zehn Euro für maximal 28 Tage und verrechnen den Betrag direkt mit dem Krankenhaus.

Mutterschutzgeld: Wann bekomme ich wie viel?

In Deutschland gibt es einen Mutterschutz. Das ist der Zeitraum der Schwangerschaft, in dem Frauen nicht mehr arbeiten müssen. Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnt der Mutterschutz und endet acht Wochen nach der Geburt. Für Mehrlingsgeburten oder frühzeitige Geburten verlängert sich die Zeit auf bis zu zwölf Wochen.

Die DAK-Gesundheit zahlt Ihren Versicherten während dieser Zeit das Mutterschaftsgeld zusätzlich zu dem Arbeitgeberanteil. Das Mutterschaftsgeld bekommen auch Frauen, die selbstständig oder als Künstlerin arbeiten. Auch Studierende und arbeitslose Frauen werden entweder von der Krankenkasse oder dem Staat finanziell unterstützt.

Schicken Sie eine Bescheinigung Ihres Arztes mit dem erwarteten Geburtstermin an die DAK-Gesundheit, um den Betrag zu erhalten.

Unfälle am Arbeitsplatz: Was passiert dann?

Bei Unfällen, die während der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg passieren, tritt die Unfallversicherung ein. Bitte informieren Sie Ihren Arzt darüber, ob der Unfall während der Arbeit oder aber auf Ihrem Arbeits- bzw. Nachhauseweg passiert ist, sodass es in den Unterlagen entsprechend verzeichnet werden kann. Es ist daher in diesem Fall nicht nötig, dass Sie Ihre Versichertenkarte vorzeigen.

Zudem sind Sie verpflichtet, Ihren Arbeitgeber sofort über den Unfall zu informieren, weil der Vorfall der Unfallversicherung gemeldet werden muss. Für einige Leistungen gibt es feste Beträge – sollten die Kosten diese festgesetzten Beträge übersteigen, muss der Patient die anstehenden Kosten selbst bezahlen.

Studierende: Was muss ich für mein Studium in Deutschland bedenken?

Um in Deutschland studieren zu können, benötigen Sie eine Krankenversichertenkarte, denn ohne den Nachweis einer Krankenversicherung ist es unmöglich, sich an einer deutschen Universität einzuschreiben. Das Gesetz unterscheidet zwischen den folgenden Gruppen:

Studierende aus anderen EU-Ländern, die bereits in ihrem Heimatland eine Krankenversicherung haben, müssen sich nicht zusätzlich in Deutschland versichern. Mit der European Health Insurance Card (EHIC) können Sie direkt zum Arzt gehen und dort alle nötigen Leistungen in Anspruch nehmen.

Studierende aller anderen Länder benötigen eine Krankenversicherung, auch wenn sie bereits in ihrem Heimatland krankenversichert sind. Der Versicherungsschutz besteht meist bis zum Ende eines Semesters. Die Beiträge müssen ebenfalls ein ganzes Semester lang bezahlt werden, auch wenn Sie Deutschland schon eher verlassen.

Die Studierenden aus nicht-europäischen Ländern, die jünger als 30 Jahre sind oder noch nicht das 14. Fachsemester beendet haben, können sich zwischen einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden. Studierende über 30 Jahre oder jene, die bereits das 14. Fachsemester abgeschlossen haben, können sich nur über eine private Krankenversicherung versichern lassen.

Versicherungskarte: Wozu benötige ich sie?

Sobald Sie Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung sind, erhalten Sie eine personalisierte Versichertenkarte - die Elektronische Gesundheitskarte (eGK). Die ärztlichen Behandlungen werden direkt über diese Karte zwischen Arzt und Krankenversicherung abgerechnet. Das bedeutet für Sie, dass Sie beim Arzt keine Rechnung erhalten. Wann immer Sie sich ärztlich behandeln lassen, müssen Sie Ihre Karte vorzeigen. Damit wird Ihre Behandlung abgerechnet.

Zahnersatz: Was muss ich tun, um Zahnersatz zu bekommen?

Vor der Behandlung stellt Ihr Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan auf. Diesen reichen Sie zusammen mit Ihrem Bonusheft bei Ihrem DAK-Servicezentrum ein. Mit dem Bonusheft weisen Sie Ihre regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in den vergangenen Jahren beim Zahnarzt nach.
Der Heil- und Kostenplan ist nötig, um vor Beginn der Behandlung den DAK-Zuschuss festzusetzen. Die Höhe des Zuschusses variiert je nachdem, wie häufig der Patient Vorsorge-Untersuchungen wahrgenommen hat. Den bewilligten Heil- und Kostenplan gibt der Patient dann dem Zahnarzt zurück. Für den Rest des Betrages muss der Versicherte selbst aufkommen.
Die DAK-Gesundheit beteiligt sich an den Kosten für Kronen, Brücken und Co. mit einem Festzuschuss. Der Festzuschuss beträgt rund 50 Prozent der durchschnittlichen zahnärztlichen und zahntechnischen Kosten für eine Regelversorgung. Übrigens, die DAK-Gesundheit bietet zusammen mit der HanseMerkur Versicherung mehrere Zahn-Zusatzversicherungen an, mit denen Sie im Zweifelsfall zusätzlich abgesichert sind.

Zuletzt aktualisiert:
Thu Mar 09 13:32:31 CET 2017