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Eine Laufstil-Analyse zeigt, was für einen Schuh du benötigst

Die Sportschuhindustrie hat sich auf die verschiedenen Bedürfnisse der Sportler eingestellt. So gibt es nicht nur schmale oder breite Schuhe, sondern ebenso neutrale oder Stabilitätsschuhe, gedämpfte oder eher direkte Schuhe, profilierte Schuhe für unebene Wege oder Schuhe für Asphalt. Anstatt sich aber eigenständig durch das riesige Angebot zu testen, lohnt sich die fachkundige Beratung: Der erste Schritt auf dem Weg zum idealen Schuh sollte eine Laufstil-Analyse sein.

Denn im Idealfall sorgt der richtige Schuh nicht nur dafür, dass es deinen Füßen gut geht. Er sorgt auch für die Balance deines gesamten Körpers. Marco Krückemeier ist Bewegungsexperte und darauf spezialisiert, mittels Laufstil-Analyse passende Lösungen für sei-ne Kunden zu finden. Für den richtigen Schuh sind nicht nur die Eigenschaften des Fußes, sondern eben die des ganzen Körpers relevant. „Wir schauen uns nicht nur den Fuß an, sondern hinterfragen auch: Wie muss sich ein Knie bewegen? Wie muss sich die Hüfte bewegen? Wie bewegt sich der Oberkörper? Wie weit darf der Fuß einknicken? Daran orientieren wir uns.“ 

„Laufstil und Laufschuh sollten zusammenpassen“, sagt der Bewegungsexperte. Sein Tipp: „Man sollte in einen Laden gehen, wo es erfahrene Läufer gibt und die sich ein wenig mit Biomechanik, also unserem Bewegungsapparat, auskennen. Damit vor Ort eine Laufstil-Analyse stattfinden kann, sollte auch ein Laufband vorhanden sein. Außerdem sollte die Schuhauswahl nicht zu groß sein. Denn je kleiner die Auswahl, desto mehr wissen die Verkäufer über die Schuhe.“ Den richtigen Sportschuh zu finden sollte also niemals ein Schnellschuss sein. Nimm Dir genügend Zeit. Eine Beratung mit Laufstil-Analyse dauert mindestens eine halbe Stunde.

Mehr als Komfort

In vielen Fachgeschäften werden Sportschuhe in erster Linie nach Komfort verkauft. Natürlich ist es wichtig, dass man ein gutes Gefühl hat und der Schuh nicht drückt. Trotzdem gibt es weit mehr Punkte, die zu berücksichtigen sind: Läufst Du eher auf weichem Boden oder eher auf der Straße? Joggst du dreimal die Woche eine halbe Stunde oder trainierst du täglich? Sind diese Fragen beantwortet, gilt es, sich die Modelle zeigen zu lassen, die den individuellen Ansprüchen gerecht werden. 


Dabei ist ein bequemer Schuh ist nicht unbedingt auch ein wohltuender Schuh. Dass die ewigen Knieschmerzen ausgerechnet von den gemütlichen Lieblingstretern kommen, mag für viele schwer nachvollziehbar sein, ist aber durchaus möglich. „Ich hatte auch schon von den bequemsten Schuhen Schmerzen in der Achillessehne oder Fersenprobleme – ganz einfach, weil der Schuh von der Funktion her nicht zu mir gepasst hat.“ 

Timing ist alles

Wer es ganz richtig machen will, kann zum Schuhkauf seine alten Schuhe mitbringen. Anhand des Schuhs können Fachleute genau erkennen, wo die Sohle abgelaufen ist und wo der Schuh am meisten beansprucht wurde. Manche belasten mehr vorne, andere Sportler mehr hinten. Die meisten Läufer brauchen gerade dann die bestmögliche Unterstützung, wenn der Körper anfängt zu schwächeln und langsam in die Ermüdungsphase kommt. „Wenn man immer erst nach gut fünf Kilometern Probleme beim Laufen kriegt, macht es Sinn, vor dem Schuhkauf eine Runde laufen zu gehen. Bevor man sich im Geschäft auf das Laufband stellt. Denn dann ist der Fuß selbst viel näher an der Situation, in der der Schuh funktionieren muss. Bei einem ermüdeten Fuß sieht man besser, wie er unterstützt werden muss, als im erfrischten Zustand.“ Wer jetzt keine Lust hat, verschwitzt zum Shoppen zu gehen, sollte den Schuhkauf auf den späten Nachmittag oder frühen Abend verlegen. Denn dann wurde die Füße tagsüber schon strapaziert und sind länger und breiter.

Leicht und luftig

Weil sich unser Fuß durch viel Bewegung ausdehnt und nicht nur breiter, sondern auch länger wird, solltest du Laufschuhe stets mindestens eine Nummer größer als normal kaufen – besser noch zwei Nummern größer. Da bei fast niemanden beide Füße gleich groß sind, gilt, sich immer am größeren Fuß zu orientieren.