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Bewusster leben

So wirkt Musik 

Beim Hören von Musik, die wir mögen, schüttet unser Gehirn Endorphine aus. Gefällt uns nicht, was wir hören oder empfinden wir das Gehörte gar als störenden Lärm, stößt unser Körper stattdessen Stresshormone aus. Musik schlägt so eine Brücke zwischen unseren Gefühlen und unserer Körperlichkeit. Die Gänsehaut bei der Melodie eines Horrorfilms, die Tränen in den Augen oder das schneller schlagende Herz bei bestimmten Liedern oder auch das unbewusste Fußwippen: Musik sorgt für einen psychosomatischen Effekt – sie löst Emotionen aus, auf die wiederum spürbare körperliche Reaktionen folgen.  

Musik: Legales Doping 

Durch diese Wirkung kann Musik uns auch im Sport besser machen. Der renommierte Sportwissenschaftler Dr. Costas Karageorghis bestätigte in zahlreichen Untersuchungen, dass uns der richtige Sound auf den Ohren bis zu 15 Prozent länger durchhalten lässt. Paul Elvers vom Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik und Jochen Steffens von der Technischen Universität Berlin fanden zudem heraus, dass uns motivierende Musik risikofreudiger macht und wir uns folglich mehr zutrauen.

Tatsächlich kann uns der richtige Sound beflügeln. Ein australisches Forscherteam unter der Leitung des Sportpsychologen Professor Peter Terry untersuchte 139 verschiedene Studien, die sich mit dem Thema Sport und Musik auseinandersetzten. Die Bilanz – einfach ausgedrückt: Mit der richtigen Playlist sind wir nicht nur motivierter und leistungsfähiger, wir empfinden das Training auch als weniger anstrengend. Als zusätzlichen Bonus sorgt der psychosomatische Effekt für einen verbesserten Sauerstoffverbrauch.  

Motiviere Dich mit Deinem Lieblingssound 

Es regnet, du hast nur wenig geschlafen und willst am liebsten einfach nur auf der Couch liegen und entspannen? Gerade für Hobbysportler ist es manchmal eine echte Herausforderung sich aufzuraffen, in die Laufschuhe zu schlüpfen und Sport zu machen. Auch hier kann Musik wahre Wunder bewirken: Zum einen hilft ein akustisches Warm-Up dabei, in Stimmung zu kommen. Zum anderen kann Musik uns auch in zunächst vielleicht unangenehmen Situationen ein Wohlgefühl verschaffen. 

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Was soll auf die Playlist? 

Dabei ist es nicht egal, was wir hören. Wenn wir beim Klang von Death Metal genervt sind und bei Helene Fischer eher die Augen verdrehen, wäre eine solche Auswahl auch für Sport eher kontraproduktiv. Musik bringt uns vor allem dann positiv in Bewegung, wenn beim Hören positive Erinnerungen geweckt werden – und der Beat stimmt.  

Pass den Beat deinem Tempo an 

Am besten wählst du eine Playlist mit Songs, die dem Tempo der Aktivität angepasst sind. Dabei solltest du auf den Takt bzw. die BPM – also die Schläge pro Minute – achten. Im Idealfall ist der Takt auf deine Herzfrequenz abgestimmt. Soll heißen: Je größer die körperliche Herausforderung und je schneller dein Puls geht, desto mehr Beats darf die Begleitmusik haben. Und ein paar extra Beats spornen zusätzlich an. 

Im Schnitt haben die meisten Menschen einen Ruhepuls zwischen 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Strengen wir uns an, schlägt unser Herz schneller. Den ungefähren Trainingspuls berechnen Mediziner mittels einer simplen Faustformel: 180 minus Lebensalter. An diesem Pulswert kann sich der Beat der Musik orientieren.  

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Wer keine Pulsuhr hat und nicht weiß, wie schnell sein Herz schlägt, hält sich beim Joggen an die Schrittfrequenz. Der durchschnittliche Läufer macht etwa 160 Schritte pro Minute. Das heißt natürlich nicht, dass wir ausschließlich Songs wie Rihannas Cheers, Selena Gomez‘ Come and Get oder Lenny Kravitz’ Fly Away hören sollten, die alle mit 160 BPM pulsieren. Aber die Musik sollte etwa zwischen 120 und 140 BPM haben. Und keine Sorge, du musst jetzt nicht erst stundenlang recherchieren, wie viele Beats dein Lieblingslied hat. Auf iTunes, Spotify und zahlreichen anderen Plattformen finden sich unzählige Workout-Playlists, die extra für das Trainieren konzipiert wurden und fließende Übergänge zwischen den Titeln haben.