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Bewusster leben



Cooler Spaß 

Es gibt viele Gründe, warum Fahrradfahren kein Saisonsport sein sollte. Das Schönste an einer Tour im Winter: Die besten Routen, die im Sommer gnadenlos überfüllt sind, hast Du meist ganz für dich alleine. Dazu bist du an der frischen Luft und tankst an sonnigen Tagen ordentlich Vitamin-D. Die Bewegung hilft dir, Stress abzubauen und trainiert dein Herz-Kreislaufsystem: Wer regelmäßig in die Pedale tritt, senkt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 50 Prozent. Du brauchst noch mehr Gründe? Wie wäre es damit, dass du beim Radfahren Muskeln aufbaust und deine Ausdauer verbesserst? Dass du gelenkschonend deine Fettverbrennung ankurbelst, ist ein weiterer Bonus. Bevor du dich jetzt hoch motiviert auf den Sattel schwingst, solltest du aber ein paar Dinge beachten: 

Warm einpacken – aber nicht zu warm 

Ja, es kostet ein bisschen Überwindung, sich an einem kalten Tag auf den Fahrradsattel zu schwingen. Schon bei dem Gedanken durchfährt so manchen ein Schauer. Doch das muss nicht sein. Viele machen den Fehler, sich bei einer Radtour im Winter zu dick einzupacken. Das mag im ersten Moment angenehm sein, doch spätestens nach ein paar Minuten hast du dich warm gestrampelt. Bist du zu mollig angezogen, gerätst du dann ins Schwitzen. Das ist vor allem dann ungünstig, wenn du zwischendurch auch mal anhalten musst – etwa bei einer roten Ampel oder einem Bahnübergang. In diesem Moment wird dein heiß gelaufener, nun pausierender Körper mit der kalten Winterluft konfrontiert. Das Ergebnis: Durch die Verdunstungskälte fängst du an zu frieren. Zieh dich also am besten nur so warm an, dass du am Anfang die Kälte noch wahrnimmst. Den frostigen Start hast du im Nu vergessen, versprochen.

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Kein kühler Kopf und warme Hände 

Einen großen Wärmeverlust erleidest du über den Kopf – wenn du ihn unbedeckt dem Fahrtwind aussetzt. Daher zieh dir am besten unter deinen Fahrradhelm – ohne den du keine Tour angehen solltest – eine Thermo-Sturmhaube oder eine dünne Mütze aus Merinowolle an. Die Sturmhaube oder alternativ ein enger Schlauchschal kannst du bei eisigen Temperaturen auch über Mund und Nase ziehen. Dadurch atmest du weniger kalte Luft ein und dein Körper muss sich nicht zusätzlich anstrengen, die Atemluft auf Körpertemperatur zu bringen, bevor sie die Lunge erreicht.  

Kalte Finger können richtig weh tun. Dass es deine Hände mollig warm haben, ist aber auch aus Sicherheitsgründen relevant, denn sie müssen jederzeit die Bremse oder Klingel bedienen können. Mit windabweisenden, isolierenden Handschuhen – bei sehr kalten Temperaturen ergänzt um ein enganliegendes Paar Handschuhe darunter – bleiben deine Finger beweglich und kühlen nicht aus. Und auch kalte Füße machen beim Radfahren keinen Spaß. Damit deine Füße nicht nass werden und auskühlen, solltest du dich für gut isolierte, wasserdichte Schuhe und Thermosocken entscheiden.  

Lass die Haut atmen 

Selbst an wärmeren Tagen frierst du in nasser Kleidung mit der Zeit. Kleide Dich also am besten in atmungsaktiver Sportbekleidung, die sowohl wärmt als auch einen guten Luftaustausch ermöglicht. Als erste Schicht auf der Haut solltest du zu Merinowolle oder synthetische Fasern greifen. Merinowolle ist ein Naturprodukt und eignet sich hervorragend für sportliche Aktivitäten. Die Wolle des Merinoschafes besitzt nicht nur antibakterielle Eigenschaften, sondern kann auch Feuchtigkeit aufnehmen, während sie gleichzeitig wärmt und ein trockenes Hautgefühl hinterlässt. Auch Funktionswäsche aus Kunstfaser bietet sich zum Unterziehen an. Viele synthetische Stoffe sind winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv und thermoregulierend. Verzichte möglichst auf Baumwollkleidung. Baumwolle kann viel Schweiß aufsaugen und speichern. Die Kleidung liegt dann nass auf der Haut und lässt dich so auskühlen, statt dich zu wärmen. 

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Sehen und gesehen werden 

Die schlechten Lichtverhältnisse in der dunklen Jahreszeit werden von vielen unterschätzt. Deswegen warnt bereits der ADAC: Eine gute Beleuchtung ist für jeden Winterradler überlebenswichtig. Unbedingt erforderlich sind laut Europas größtem Verkehrsclub ein Frontscheinwerfer mit weißem Reflektor sowie ein Rücklicht und ein roter Rückstrahler. Der Gesetzgeber schreibt außerdem zusätzliche Reflektoren vor. Mindestens ein großer weißer Frontreflektor vorne und ein roter Reflektor hinten sind Pflicht. Auch die Pedale sollten über gelbe Reflektoren verfügen. Jegliche Beleuchtung muss übrigens laut Straßenverkehrs-Zulassungsordnung vom Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen sein und über ein entsprechendes Prüfzeichen verfügen. Helle oder grelle, neonfarbene Kleidung sorgt zusätzlich dafür, dass du von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wirst. 

Mehr Gripp bei Glätte 

Zugegeben, eine Radtour bei Eis und Schnee hat so seine Tücken. Bevor es losgeht, solltest du also nicht nur dich, sondern auch dein Fahrrad gut vorbereiten. Winterreifen sind keine Pflicht, aber dickere Reifen mit mehr Profil geben dir mehr Bodenhaftung. Alternativ kannst du den Reifendruck verringern und ein bisschen Luft rauslassen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (adfc) rät außerdem, bei Nässe und Glätte das Tempo zu reduzieren und bei der Fahrt mehr Abstand zu halten. In Kurven solltest du bei rutschigem Untergrund weder bremsen noch in die Pedale treten. Um im Notfall mehr Kontrolle zu haben, kannst du auch einfach deinen Sattel ein bisschen tiefer einstellen. So kannst du leichter und schneller mit den Füßen den Boden erreichen. Allerdings solltest du diese Maßnahme nur auf kurzen Strecken vornehmen – auf Dauer oder längeren Strecken werden deine Knie nicht begeistert sein.