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Welche Vorteile bietet die DAK-Gesundheit für Rentner?

Die DAK-Gesundheit ist eine Krankenkasse für alle Lebensphasen. Mit passenden Angeboten und ausgezeichnetem Service sind wir auch im Alter an Ihrer Seite. Profitieren Sie als Rentner zum Beispiel von diesen Vorteilen:

  • Spezialistennetzwerk für besondere Behandlungen
  • Onlinecoachings
  • Bezuschussung von Gesundheitskursen
  • Erreichbarkeit rund um die Uhr
  • Gesundheitsprogramme für chronische Erkrankungen                                               

Welche Beiträge muss ich als Rentner an die Krankenkasse zahlen?

Wenn Sie eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, gilt für Sie in Deutschland die Versicherungspflicht. Das bedeutet, Sie müssen sich in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Erfüllen Sie gewisse Voraussetzungen der Rentenversicherung nicht, können Sie sich in vielen Fällen freiwillig bei einer Krankenkasse versichern.

Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung für versicherungspflichtige Rentner beträgt 14,6 Prozent. Hinzu kommt bei der DAK-Gesundheit ein kassenindividueller Zusatzbeitragssatz von 1,5 Prozent. Diese teilen Sie sich mit dem Rentenversicherungsträger. Sie zahlen somit 8,05 Prozent. Zur Pflegeversicherung zahlen Sie den Beitragssatz von 3,05  Prozent bzw. 3,30  Prozent für Kinderlose allein.

Für freiwillig versicherte Rentner gelten je nach Einkommensart unterschiedliche Beitragssätze (siehe unten). Sie können einen Zuschuss beim Rentenversicherungsträger für die Beiträge auf Ihre gesetzliche Rente beantragen. Der Rentenversicherungsträger zahlt ihn zusammen mit Ihrer Rente aus. Die Beiträge aus allen anderen Einkommensarten, den Zusatzbeitrag und den Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen Sie allein.

Beiträge für Rentner in der Krankenversicherung
 Beitragssatz Anteil RentenversicherungsträgerAnteil Rentner
Allgemeiner Beitragssatz für Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung14,6 %7,3 %7,3 %
Kassenindividueller Zusatzbeitrag1,5 %0,75 %0,75 %
Gesamtbeitragssatz16,1 %8,05 %8,05 %
Ermäßigter Beitragssatz14 %  
Gesamtbeitragssatz für ausländische gesetzliche Renten8,05 % 8,05 %
Beiträge für Rentner in der Pflegeversicherung
Allgemeiner Beitragssatz
 
3,05 %
Der Beitrag ist alleine vom Mitglied/Rentner zu zahlen.
Beitragssatz für Kinderlose 3,3 % (3,05 % + 0,25 %)
Der Beitrag ist alleine vom Mitglied/Rentner zu zahlen.

Auf welche Einnahmen muss ich als versicherungspflichtiger Rentner Beiträge zahlen?

Sind Sie in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert, zahlen Sie Beiträge aus folgenden Einkommen:

  • Gesetzliche Rente von der Deutschen Rentenversicherung
  • Ausländische gesetzliche Renten
  • Versorgungsbezüge aus dem In- und Ausland, wie zum Beispiel Betriebsrenten, Pensionen,  Renten der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst (zum Beispiel VBL), Lebensversicherungen aus einer Direktversicherung (davon werden für höchstens 120 Monate monatlich 1/120 der Zahlung berücksichtigt), Renten der Versorgungseinrichtungen für besondere Berufsgruppen (zum Beispiel Ärzte oder Architekten)
  • Einkommen aus einer nebenberuflichen Selbstständigkeit

Falls Sie nicht mehr als 159,25 Euro (2020 vorläufig ) / 155,75 Euro (2019) pro Monat Einkommen aus Versorgungsbezügen und nebenberuflicher selbstständiger Tätigkeit haben, brauchen Sie dafür keine Beiträge zu zahlen.

Beiträge zahlen Sie nur bis zu einer Höchstgrenze, der  Beitragsbemessungsgrenze von 4.687,50 Euro (2020 vorläufig) / 4.537,50 Euro (2019) monatlich.

Auf welche Einnahmen muss ich als freiwillig versicherter Rentner Beiträge zahlen?

Freiwillig versicherte Rentner zahlen den Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag auf ihr gesamtes monatliches Einkommen.
Es gilt allerdings eine gesetzlich festgelegte Mindest- und Höchsteinnahmegrenze. Beiträge müssen Sie höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 4.687,50 Euro monatlich (2020 vorläufig) /  4.537,50  Euro monatlich (2019) zahlen. Alle weiteren Einnahmen sind beitragsfrei. Die Mindesthöhe für die Berechnung der Beiträge beträgt 1.061,67 Euro (2020 vorläufig) / 1038,33 Euro (2019) monatlich, selbst wenn Sie weniger Einnahmen haben.

Je nach Einkommensart gelten unterschiedliche Beitragssätze. Der allgemeine Beitragssatz von 16,1 Prozent (inklusive kassenindividueller Zusatzbeitragssatz von 1,5 Prozent) gilt für folgende Einkommensarten:

  • Renten
  • Versorgungsbezüge, zum Beispiel Betriebsrenten
  • Pensionen
  • Waisengeld
  • Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit

Der ermäßigte Beitragssatz von 15,5 Prozent (inklusive kassenindividueller Zusatzbeitragssatz von 1,5 Prozent) gilt für folgende Einnahmen:

  • Unterhalt, der aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen gezahlt werden muss (zum Beispiel von geschiedenen Ehepartnern)
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen, Aktien und Ähnlichem
  • steuerpflichtige Veräußerungsgewinne
  • Überbrückungsgeld
Rentner mit Job: So holen Sie sich Ihre Beiträge zurück

Rentner mit einem versicherungspflichtigen Job können sich ein Teil Ihrer Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aus der Rente rückwirkend erstatten lassen.

Voraussetzung: Die gesamten Jahreseinkünfte – zum Beispiel Arbeitsentgelte, Versorgungsbezüge, Leistungen der Arbeitsagentur oder Renten – übersteigen die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung. Erstattet werden nur die vom Rentner selbst bezahlten Beiträge für den Rententeil, der die Beitragsbemessungsgrenze von 4.687,50 Euro (2020 vorläufig), (2019: 4.537,50 Euro) übersteigt.

Besonderheiten in der Beitragsberechnung

  • Einnahmen aus einer Direktversicherung oder einer Pensionskasse

    Einmalige oder laufende Einnahmen aus einem Lebensversicherungsvertrag im Rahmen einer Direktversicherung sind beitragspflichtig, wenn der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer des Vertrages war. Die Beitragspflicht besteht auch dann, wenn die Beiträge ganz oder teilweise vom Arbeitnehmer getragen wurden.

    Es besteht dagegen keine Beitragspflicht für Leistungen, die aus Zeiträumen resultieren, in denen der Arbeitnehmer den Lebensversicherungsvertrag als Versicherungsnehmer übernommen hat und die Beiträge allein zahlte. Dies gilt sowohl für den Fall, dass der Arbeitnehmer nach dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses als Versicherungsnehmer in den Versicherungsvertrag einrückt, als auch in den Fällen, in denen der Arbeitnehmer einen Lebensversicherungsvertrag in das Beschäftigungsverhältnis eingebracht hat.

    Das bedeutet: Ein Versicherungsnehmerwechsel führt bei einer Lebensversicherung, die im Rahmen einer Direktversicherung bestand, dazu, dass die Leistung von der Zahlstelle des Versorgungsbezuges in einen beitragspflichtigen betriebsbezogenen Teil und in einen (für pflichtversicherte Mitglieder) nicht beitragspflichtigen privaten Teil aufzuteilen ist.

    Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch bei einer Versorgungsleistung aus einer Pensionskasse diese Aufteilung in einen betrieblichen und einen privaten Anteil vorzunehmen. Dies ist immer dann der Fall, wenn die bei der Pensionskasse unter Beteiligung des Arbeitgebers zustande gekommene Versicherung nach dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses freiwillig fortgesetzt wurde, indem

    1. der Versicherungsvertrag geändert und von dem ehemaligen Arbeitnehmer als alleiniger Versicherungsnehmer fortgeführt  oder
    2. ab diesem Zeitpunkt von dem ehemaligen Arbeitnehmer ein neuer Versicherungsvertrag mit der Pensionskasse geschlossen wurde.

    Der Arbeitgeber darf an dem, nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses abgeschlossenen, Vertrag nicht mehr beteiligt gewesen sein.

  • Beiträge auf Einnahmen aus ausländischen Renten

    Die Beiträge aus der ausländischen Rente werden vom Bruttobetrag der Rente berechnet und sind von dem Versicherten allein zu entrichten. Da der ausländische Rentenversicherungsträger an der Tragung der Beiträge nicht beteiligt ist, gilt für diese Einnahmen ein besonderer Beitragssatz von 8,05 Prozent. 

  • Beiträge auf Einnahmen aus Überbrückungsgelder

    Zahlt ein Arbeitgeber einem ehemaligen Beschäftigten für die Zeit zwischen dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses und dem frühestmöglichen Rentenbeginn ein Überbrückungsgeld, handelt es sich nicht um Bezüge der betrieblichen Altersvorsorge. Unerheblich ist dabei, ob es sich um eine Einmalzahlung oder um eine monatliche Ratenzahlung handelt.

    Wichtig dafür: Die Leistungen mit einem „Überbrückungszweck“ fließen nur, um dem ehemaligen Arbeitnehmer den Übergang in ein neues Arbeitsverhältnis bzw. in die Rente zu erleichtern. Sie enden mit Erreichen des Ruhestands. Eine Absicherung fürs Alter im Sinne von Versorgungsbezügen liegt damit in diesen Fällen nicht vor.

    Die Überbrückungsleistungen unterliegen für versicherungspflichtige Mitglieder nicht mehr der Beitragspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung. Zu viel gezahlte Beiträge werden den betroffenen Versicherten auf Antrag im Rahmen von gesetzlich vorgeschriebenen Verjährungsfristen erstattet.

    Bei den freiwillig Versicherten zählen alle Einnahmen zu der Bemessungsgrundlage für den Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag. Das Überbrückungsgeld ist somit beitragspflichtig. Angesetzt wird der ermäßigte Beitragssatz. Auf Antrag des Versicherten werden  die zu viel gezahlten Beiträge im Rahmen der gesetzlichen Verjährungsfrist erstattet.