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Schwangere und Corona

Die gute Nachricht ist: Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass Schwangere durch das Coronavirus gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Die Übertragung auf das ungeborene Kind kann jedoch nicht mehr ausgeschlossen werden. Die wenigen überhaupt beobachteten Neugeborenen mit einer Infektion zeigten allerdings keinerlei Krankheitssymptome. Das zumindest ist der aktuelle Erkenntnisstand. Entsprechend gibt es vom Robert-Koch-Institut, Deutschlands zentraler Behörde für die Überwachung von Infektionskrankheiten, auch keine Empfehlung, Schwangeren grundsätzlich ein Beschäftigungsverbot auszusprechen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) ist dieser Ansicht. Sie hat ausführliche Informationen zu den Risiken des Coronavirus für schwangere Frauen und Säuglinge zusammengestellt. 

Generelles Beschäftigungsverbot

Das Mutterschutzgesetz schreibt ein generelles Beschäftigungsverbot für Schwangere und Stillende vor, die normalerweise schwere körperliche Arbeiten verrichten, also schwer heben zum Beispiel. Auch Frauen, die schädlichen Einwirkungen durch gesundheitsgefährdende Stoffe, Strahlen, Gase, Kälte oder Lärm ausgesetzt sind, sollten in diesem Umfeld nicht weiterarbeiten. Die Verantwortung für die Umsetzung von Mutterschutz und Beschäftigungsverbot liegt bei Ihnen als Arbeitgeber. Eine werdende Mutter muss dieses Recht nicht beantragen und kann nur in Ausnahmen darauf verzichten. 

Individuelles Beschäftigungsverbot

Ein individuelles Beschäftigungsverbot wird Frauen erteilt, wenn das Leben oder die Gesundheit von Mutter oder Kind gefährdet sind, etwa durch Komplikationen. 

Beschäftigungsverbot oder arbeitsunfähig?

Ein Beschäftigungsverbot wird durch Ärztinnen und Ärzte bescheinigt und muss dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Das ärztliche Zeugnis muss ausdrücklich angeben, ob ein Beschäftigungsverbot oder aber eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Das macht den Unterschied bei der Lohnfortzahlung: Erteilt der Arzt ein Beschäftigungsverbot, sind Sie als Arbeitgeber zur Lohnfortzahlung bis zu dessen Ende verpflichtet. Dieser sogenannte Mutterschutzlohn errechnet sich aus dem durchschnittlichen Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor dem Eintritt der Schwangerschaft. Ist die werdende Mutter arbeitsunfähig, also krankgeschrieben, müssen Sie das Entgelt nur für einen Zeitraum von sechs Wochen weiterzahlen. 

Mehr Informationen erhalten Sie im Arbeitgeberleitfaden zum Mutterschutz vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen.

U2-Umlage: Finanzielle Hilfen für Arbeitgeber

Durch die Entgeltfortzahlung bei Mutterschaft bzw. bei einem  Beschäftigungsverbot besteht ein wirtschaftliches Risiko für den Arbeitgeber. Für ihn fällt eine Arbeitskraft aus, doch trotzdem muss er das Entgelt fortzahlen.
Durch das Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen (AAG) haben Unternehmen Anspruch auf eine Erstattung ihrer Aufwendungen. Mehr erfahren Sie unter Entgeltfortzahlung bei Mutterschaft (U2-Umlage)