Demenz – ein Thema mit Zukunft

DAK-Gesundheit veranstaltet Experten-Symposium in Berlin

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Mit dem demografischen Wandel steigt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich an: Im Jahr 2050 wird es rund drei Millionen Betroffene geben, das sind mehr als doppelt so viele wie heute. Im Rahmen ihrer Aufklärungskampagne „Demenz in Deutschland“ greift die DAK-Gesundheit dieses gesellschafts- und gesundheitspolitisch wichtige Thema auf. Bei einem Symposium am 15. Oktober in Berlin beraten auf Initiative der Krankenkasse in Kooperation mit dem Pharmaunternehmen Lilly Deutschland ausgewiesene Experten über zukunftsorientierte Lösungsansätze.

In der aktuellen Diskussion stehen häufig akute Probleme bei der Betreuung demenzkranker Menschen im Vordergrund. Mit ihrer Tagung „Zukunft Demenz – Heute, Morgen, Übermorgen“ wollen die Initiatoren dagegen eine Debatte über die Weiterentwicklung der Versorgung anstoßen. Eine generationengerechte Infrastruktur in den Kommunen gehört dabei zu den wesentlichen Zielsetzungen. „Städte und Gemeinden sollten hier wieder mehr Gestaltungskraft entwickeln“, mahnt DAK-Vorstandschef Prof. Dr. Herbert Rebscher.

Demenz als Teil des Lebens

Eine immer älter werdende Bevölkerung bringt zwangsläufig mehr demenzielle Erkrankungen hervor – vermeiden lässt sich diese Entwicklung nicht. Gerade darum fordert Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, einen Bewusstseinswandel. „Wir müssen begreifen, dass Demenz ein Teil des Lebens ist.“ Es fehlten aber noch innovative Konzepte für Wohnen und Leben mit Demenz, konstatiert Dr. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums Deutsche Altershilfe. Deren Kern könne nur das Bekenntnis zu einem möglichst selbstbestimmten Leben von Menschen mit Demenz sein. „Die Betroffenen sollen merken, dass sie wichtig sind und wertgeschätzt werden.“

Die unzureichende medizinische Versorgung vieler Erkrankter kritisiert Prof. Dr. Wolfgang Maier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. „Nach wie vor wird die Versorgung von Demenzpatienten als vorwiegend pflegerische Aufgabe betrachtet“, sagt er.

Mehr Aufmerksamkeit für das Zukunftsthema Demenz

Mit ihrer breit angelegten Aufklärungskampagne „Demenz in Deutschland“ will die DAK-Gesundheit dem Zukunftsthema mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Erste Schritte in diese Richtung waren eine regionale Pressekampagne mit Zahlen zum Anstieg der Demenz-Erkrankungen in Städten und Landkreisen sowie eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zur Angst der Menschen vor Demenz. Weitere Bausteine sind der neue interaktive Online-Pflegeberater unter www.dak.de/pflegeberater und Pflegekursangebote für Angehörige demenzkranker Menschen. In Kürze folgt mit Blick auf die anstehende Pflegereform im Januar 2015 eine Telefon-Hotline zur Änderung im Leistungsspektrum.

Die DAK-Gesundheit ist mit 6,2 Millionen Versicherten eine der größten Krankenkassen Deutschlands.  

Zuletzt aktualisiert:
Feb 17, 2015

Jörg Bodanowitz

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