Pressemitteilung

Kampf gegen Komasaufen: Schüler aus Bayern gewinnen Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ 2014

10.000 junge Künstler bei DAK-Kampagne gegen Alkoholmissbrauch – Drogenbeauftragte und „Luxuslärm“ ehren Bundessieger

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Trinken bis der Arzt kommt: Jeden Tag landen im Durchschnitt 70 Kinder und Jugendliche nach Alkoholmissbrauch im Krankenhaus. Wie kann das Rauschtrinken gestoppt werden? Seit Februar 2014 haben 10.000 Schüler kreative Ideen zu diesem Thema entwickelt und sich am bundesweiten DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ beteiligt. Der erste Platz ging an zwei Schülerinnen aus Bayern.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, die Band „Luxuslärm“ und der Chef der DAK-Gesundheit, Herbert Rebscher, wählten die Darstellung einer Anti-Alkohol-Aktivistin zum besten Plakat 2014 gegen das „Komasaufen“. Mit der beeindruckenden Team-Arbeit gewannen die 15-jährigen Künstlerinnen den Hauptpreis von 500 Euro. Der zweite und dritte Platz wurde an Schüler aus Berlin und Nordrhein-Westfalen vergeben. Der Sonderpreis „Junge Künstler“ ging nach Brandenburg.

Jugendliche als Botschafter gegen Rauschtrinken

„Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche ganz wichtige Botschafter“, sagt Herbert Rebscher von der DAK-Gesundheit. „Wenn Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention.“ Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2012 insgesamt fast 26.700Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Bei den 10- bis 15-Jährigen gab es 4.000 Betroffene.

Kampagne im fünften Jahr erfolgreich

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, lobte die große Beteiligung von 10.000 Schülerinnen und Schülern an der Kampagne „bunt statt blau“, die sie als Schirmherrin unterstützt. „Hier wird mit einer einfachen Idee und sehr geringen Kosten eine große Wirkung erzielt“, erklärt Marlene Mortler. „Bei Jugendlichen wirken Plakatmotive viel besser, wenn sie von Gleichaltrigen gestaltet wurden. Der Slogan `bunt statt blau´ bringt Jungen und Mädchen dazu, sich kreativ mit dem Thema Rauschtrinken auseinander zu setzen. Eine tolle Idee mit beeindruckenden Ergebnissen.“ Im neuen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wird auf den DAK-Wettbewerb als erfolgreiche und beispielhafte Präventionskampagne hingewiesen, an der seit Start im Jahr 2010 bereits 62.000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren teilgenommen haben. Aktuell lässt die DAK-Gesundheit in einer Studie wissenschaftlich untersuchen, ob sich die Teilnahme an der Aktion beim Alkoholkonsum Jugendlicher positiv auswirkt.

Luxuslärm unterstützt Aktion

Auch die bekannte Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne erneut als Mitglied der Bundesjury. „Die Aktion ist für uns wichtig, weil der Kampf gegen das Komasaufen nicht vorbei ist“, erklärt die Band nach der Entscheidung. „Die Plakate der Teilnehmer haben sich über die Jahre sehr verändert. Diese Entwicklung zu beobachten, ist auch für uns spannend.“

Bundessiegerinnen malen kämpferische Nein-Sagerin

Das Kunstwerk der Bundessiegerinnen Nicole Underberg und Verena Kobert aus Bayern zeigt eine junge Frau, die sich symbolisch ein blaues Kleid mit dem Worten „stay strong – say no to alcohol“ vom Körper reißt. „Darunter kommt das bunte Positive hervor“, sagen die 15-jährigen Künstlerinnen zu ihrem erfolgreichen Plakat. „Wir trinken selbst keinen Alkohol, sagen deshalb oft Nein und bleiben stark.“

Wanderausstellung der Siegerplakate

Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak.de/buntstattblau. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK-Gesundheit bereits seit zehn Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Der Plakatwettbewerb wird im Frühjahr 2015 fortgesetzt.

Statement

Statement von Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit

(Es gilt das gesprochene Wort!)

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Sehr geehrte Frau Mortler, liebe Musiker von „Luxuslärm“, liebe Künstler,

die DAK-Gesundheit präsentiert heute bereits im fünften Jahr die besten Plakate gegen das sogenannte Komasaufen. Unsere Kampagne „bunt statt blau“ und die Zusammenarbeit mit der Bundesdrogenbeauftragten haben inzwischen Tradition. Aus einem scheinbar einfachen Plakatwettbewerb ist eine sehr erfolgreiche und anerkannte Präventionskampagne geworden. Darauf bin ich stolz und danke allen Beteiligten. Der Termin „bunt statt blau“ mit den Bundessiegern und „Luxuslärm“ ist ein Höhepunkt des Jahres. Ich freue mich auf den ersten gemeinsamen Auftritt mit Frau Mortler und bedanke mich, dass sie die neue Schirmherrin von „bunt statt blau“ ist.

Was ist das Besondere an unserer Kampagne? In einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) gaben 73 Prozent der jugendlichen Teilnehmer „bunt statt blau“ die Schulnote „sehr gut“ oder „gut“. Den Spaßfaktor der Aktion bewerten die Schüler als hoch. Neun von zehn Schülern würden sich erneut beteiligen. Die positive Bewertung zeigt, dass „bunt statt blau“ sehr gut ankommt. Unser Ziel ist, dass junge Künstler mit ihren Plakaten zu glaubwürdigen Botschaftern im Kampf gegen Alkoholmissbrauch werden. Das Konzept geht offensichtlich auf.

Laut Studie des IFT-Nord erklärten 78 Prozent der befragten Teilnehmer aus 2013, sie hätten durch den Wettbewerb etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Die Befragten waren ebenfalls mehrheitlich der Meinung, die Kampagne „bunt statt blau“ würde dazu beitragen, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen. Wir lassen derzeit in einer Folgebefragung untersuchen, ob die Teilnehmer der Jahre 2013 und 2014 auch tatsächlich anders mit Alkohol umgehen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Wirksamkeitsstudie von Professor Hanewinkel und seinem Team.

Im Kampf gegen das sogenannte Komasaufen brauchen wir Ausdauer. Tag für Tag landen durchschnittlich 70 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Das sind zu viele und diese Zahl müssen wir senken – auch durch nachhaltige Präventionsangebote. In den vergangenen fünf Jahren haben sich schon 62.000 Jungen und Mädchen an „bunt statt blau“ beteiligt. Wenn Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und über Plakate Auswege zeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention. Aus meiner Sicht sollte die Kampagne auf jeden Fall zehn Jahre laufen, um so eine langfristige Wirkung zu ermöglichen. Ich lade schon jetzt alle Schulen und Netzwerkpartner ein: Am 1. Februar startet „bunt statt blau“ 2015. Machen Sie wieder mit!

Zuletzt aktualisiert:
Jun 26, 2014

Jörg Bodanowitz

Chef-Pressesprecher

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  • Tel.: 040 2396 1409

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