Pressemitteilung

Bundessieg „bunt statt blau“: Schülerin aus Lüneburg gewinnt Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

7.000 Künstler bei DAK-Kampagne zum Thema Alkoholmissbrauch - Drogenbeauftragte und „Luxuslärm“ ehren Preisträger 2016

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Kunst gegen Komasaufen: Eine 14-jährige Schülerin aus Niedersachsen gewinnt den Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ 2016. Im Frühjahr hatten sich bundesweit mehr als 7.000 junge Künstler mit kreativen Ideen an der Kampagne der DAK-Gesundheit zum Thema Alkoholmissbrauch beteiligt.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, die Band „Luxuslärm“ und der Chef der DAK-Gesundheit, Herbert Rebscher, wählten die Zeichnung eines bunten Mädchenkopfes mit blauer Wodka-Flasche und dem Spruch „Schieß Dich nicht ab!“ zum besten Plakat 2016 gegen das „Komasaufen“. Mit der beeindruckenden Arbeit gewann die 14-jährige Künstlerin Hannah Hauswald aus Lüneburg (Niedersachsen) den Hauptpreis von 500 Euro. Der zweite und dritte Platz gingen an Schüler aus Hessen und Berlin. Den Sonderpreis „Jüngere Künstler“ erhielt ein 13-jähriges Mädchen aus Rheinland-Pfalz.

Bunte Alternativen zum Alkoholmissbrauch

„Die Siegerplakate der jungen Künstler zeigen sehr plakativ Auswege und Alternativen zum Thema Alkoholmissbrauch auf“, sagt Herbert Rebscher von der DAK-Gesundheit. „Auch im siebten Wettbewerbsjahr entstehen neue Ideen, mit denen Schüler Risiken beim Rauschtrinken aufzeigen.“ Für die Jury sei es beeindruckend, wie die Teilnehmer unter dem Motto „bunt statt blau“ im wahrsten Sinne des Wortes Farbe gegen das „Komasaufen“ bekennen würden. Das sei das Besondere dieser erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne.

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2014 insgesamt mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Bei den 10- bis 15-Jährigen gab es 3.000 Betroffene. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, unterstützt die Kampagne „bunt statt blau“ als Schirmherrin: „Der Konsum von Alkohol ist in unserer Gesellschaft noch immer viel zu selbstverständlich. Die Risiken des Trinkens werden ausgeblendet. Alkohol bedeutet eben nicht nur Party, Spaß und Freude. Unsere Kinder wissen das und sind manchem Erwachsenen ein Stück voraus. Mit ihren Wettbewerbsbeiträgen sagen über 7.000 Schülerinnen und Schüler ‚Ja’ zu Kreativität und Fantasie und ‚Nein’ zum Alkoholmissbrauch und erzielen Wirkungen über Altersgrenzen hinweg. Das macht ‚bunt statt blau’ so großartig. Immer weniger Kinder und Jugendliche trinken Alkohol und konsumieren riskant. Wird dürfen jedoch nicht nachlassen, bereits in jungen Jahren für die Risiken des Alkohols zu sensibilisieren. Die Kampagne `bunt statt blau´ ist hierbei ein wichtiger Baustein.“ Seit dem Start im Jahr 2010 haben 80.000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren teilgenommen. Nach einer Begleitstudie wirkt sich die Teilnahme am Wettbewerb beim Alkoholkonsum Jugendlicher positiv aus. Jeder Fünfte sagte, er denke jetzt anders über die Wirkung von Alkohol. Ferner beteiligten sich Jugendliche nach der Aktion seltener am Rauschtrinken als Schüler ohne Teilnahme.

Luxuslärm unterstützt Aktion

Auch die bekannte Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne bereits im sechsten Jahr als Mitglied der Bundesjury. Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Komasaufen“ inspirierte die Musiker zum Song „Federleicht“, der auf dem aktuellen 5. Studioalbum „Fallen und Fliegen“ erschienen ist und fester Bestandteil von Liveauftritten ist.

Bundessiegerin malt Mädchenkopf und Wodkaflasche
Das Kunstwerk der Bundessiegerin Hannah Hauswald aus Lüneburg in Niedersachsen zeigt einen bunten Mädchenkopf mit blauer Wodkaflasche. Dazu der Spruch: „Schieß Dich nicht ab!“ „Die Flasche steht symbolisch für eine Pistole, welche sich das Mädchen an die Schläfe setzt, als ob sie einen Selbstmord begehen würde“, erklärt die 14-Jährige ihr erfolgreiches Plakat. „Mein Plakat zeigt, wie der Alkoholkonsum Lebensfreude und Hoffnung verdrängen kann.“

Wanderausstellung der Siegerplakate

Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak.de/buntstattblau. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK-Gesundheit bereits seit elf Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Der Plakatwettbewerb wird im Frühjahr 2017 fortgesetzt.

Statement

Statement von Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher, Vorsitzender des Vorstandes der DAK-Gesundheit, im Rahmen der Pressekonferenz „bunt statt blau“ am 14. Juni 2016 in Berlin

(Es gilt das gesprochene Wort!)

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Zunächst bedanke ich mich bei Frau Mortler – als heutige Gastgeberin und Schirmherrin von „bunt statt blau“. Und ich bedanke mich bei den mehr als 7.000 Teilnehmern in diesem Jahr.

Der Termin mit den Bundessiegern ist für mich seit dem Start der Kampagne jedes Jahr ein ganz besonderer. Es ist für mich immer wieder beeindruckend, welche Kreativität und Kraft die drei einfachen Worte „bunt statt blau“ bei den jungen Menschen auslösen. Die Siegerplakate zeigen sehr plakativ Auswege und Alternativen zum Thema Alkoholmissbrauch auf. Auch im 7. Wettbewerbsjahr entstehen immer noch neue Ideen, mit denen Schüler die Risiken beim Rauschtrinken aufzeigen.

Die Kampagne „bunt statt blau“ ist aus meiner Sicht sehr erfolgreich. Nach aktuellen Statistiken geht die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die als Alkoholopfer im Krankenhaus landen, seit zwei Jahren zurück. Für diese Trendwende gibt es mehrere Ursachen. Eine ist Prävention und gute Aufklärungsarbeit. Hier ist „bunt statt blau“ ein wichtiger und erfolgreicher Baustein. Wir erreichen mit unserer Kampagne gegen das „Komasaufen“ Schüler und Lehrer. Seit dem Start im Jahr 2010 gibt es 80.000 Teilnehmer zwischen zwölf und 17 Jahren. Und wir wissen aus Begleitstudien, dass die jungen Künstler durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ anders mit Alkohol umgehen als andere Jugendliche. Die Kampagne wirkt also.

Die Präventionskampagne „bunt statt blau“ der DAK-Gesundheit ist wichtig. Aber sie steht nicht allein. Im November haben wir mit Frau Mortler unsere Studie „Internetsucht im Kinderzimmer“ vorgestellt, die bundesweit für große Aufmerksamkeit sorgt. Die

Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat das Thema Onlinesucht zum neuen Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht – und das unterstützen wir. Außerdem haben wir im April die bundesweite Initiative „fit4future“ für gesunde Schulen gestartet. Das gemeinsame Projekt mit der Cleven-Stiftung bietet künftig 2.000 Grundschulen neue Angebote in Sachen Ernährung, Bewegung und Brainfitness. Schirmherr ist hier Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. All das zeigt: Wir setzen in der Prävention auf Qualität und Nachhaltigkeit.

„bunt statt blau“ ist eine wichtige und erfolgreiche Kampagne für die DAK-Gesundheit, die auch weitergehen wird, wenn ich als Vorstandsvorsitzender zum Jahresende aus dem Amt ausscheide. Mein designierter Nachfolger, der langjährige CDU-Abgeordnete und frühere saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm, kennt und schätzt den Wettbewerb und wird sicher in einem Jahr hier in Berlin die Bundessieger 2017 küren. Von den Auftritten der Band „Luxuslärm“ und ihrer Sängerin Jini habe ich ihm auf jeden Fall schon erzählt. Damit das klar ist: Die Vorbereitungen für „bunt statt blau“ 2017 laufen. Mein Schlusssatz – wie in jedem Jahr: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb.

Zuletzt aktualisiert:
Jun 14, 2016

Jörg Bodanowitz

Chef-Pressesprecher

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