Sommerferien 2014: Mehrheit der Deutschen gut erholt

DAK-Urlaubsreport – Jüngere Berufstätige belastet Arbeitsstress auch in der Freizeit

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Sonne, Familie und kein Stress: Die große Mehrheit der Deutschen konnte die Sommerferien richtig genießen. Neun von zehn Urlaubern erholten sich in den vergangenen Wochen gut oder sehr gut. Allerdings verfolgte die Arbeit vor allem jüngere Berufstätige bis in die Freizeit. 15 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 30 und 44 Jahren haben sich nicht erholt. Das zeigt der aktuelle Urlaubsreport 2014 der DAK-Gesundheit, eine repräsentative Forsa-Umfrage* im Auftrag der Krankenkasse.

Im Vergleich zu identischen DAK-Studien der Vorjahre war die Erholung 2014 bislang am größten. Besonders gut entspannen konnten sich in diesem Jahr die 45- bis 59-Jährigen sowie die Menschen in Ostdeutschland. Hier sagte nur jeder zehnte Befragte, er hätte sich weniger gut oder überhaupt nicht erholt. Die meisten Probleme beim Ausspannen hatten die 30- bis 44-Jährigen sowie die Baden-Württemberger.

Jeder Zehnte musste für Arbeitgeber erreichbar sein

Hauptgrund der Schwierigkeiten: 37 Prozent der Urlauber mit schlechter Erholung konnten nach eigenen Angaben nicht vom Job abschalten. Im vergangenen Jahr hatten dies noch 52 Prozent der Betroffenen angegeben. Weitere Gründe für die fehlende Entspannung in den Sommerferien 2014 waren Stress mit Familie oder Freunden (18 Prozent), Krankheit (17 Prozent) oder schlechtes Wetter (15 Prozent). Jeder zehnte Befragte musste für den Arbeitgeber über Handy oder Internet erreichbar sein.

Beim Baden nicht an Bürostuhl denken

„Der Urlaubsreport 2014 zeigt, dass sich die meisten Menschen in der freien Zeit gut erholen können“, erklärt Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK-Gesundheit. Allerdings gebe es in einzelnen Lebensphasen deutliche Unterschiede. Gerade die sogenannte Rushhour-Generation der 30- bis 44-Jährigen habe oft großen beruflichen Druck und wolle ständig erreichbar sein. „Wichtig ist, dass diese Belastung die Menschen nicht bis in die Ferien verfolgt“, sagt der Experte. „Wer beim Baden in Gedanken noch auf seinem Bürostuhl sitzt, kommt selten erholt an seinen Arbeitsplatz zurück. Das wirkt sich über kurz oder lang auch negativ auf die Gesundheit aus.“

Erholung durch Handy-Verzicht

Die Erkenntnis, Job und Ferien deutlich zu trennen, scheint sich laut aktueller Befragung langsam in der Bevölkerung durchzusetzen. Jeder dritte Sommerurlauber 2014 erklärte, der Verzicht auf Handy oder Internet habe besonders zur Erholung beigetragen. 2012 gaben dies noch deutlich weniger Menschen an. 61 Prozent der gut erholten Urlauber sagten in diesem Jahr, Hauptgrund sei die fehlende Arbeitsbelastung gewesen. Bei den 30- bis 44-Jährigen nannten 68 Prozent der Befragten diesen Grund. Am wichtigsten waren den Urlaubern weiterhin Sonne und Natur sowie Zeit mit der Familie. Dies nannten 79 sowie 64 Prozent aller Befragten.

Bewegung und Stress-Abbau in den Ferien

Die meisten Deutschen nutzten ihre Sommerferien für spezielle Gesundheitsmaßnahmen. Der gezielte Abbau von Stress war den Urlaubern mit 61 Prozent fast so wichtig wie Bewegung, Sport- oder Fitnesstraining (65 Prozent). Es folgten viel Schlaf (53 Prozent) und gesunde Ernährung (47 Prozent). Nur zwölf Prozent der Befragten nutzten Wellnessangebote. Bei den 30- bis 44-Jährigen erklärten 71 Prozent der Befragten, sie hätten in ihrem Urlaub gezielt den Stress reduziert.

Erkältung im Urlaub

Sieben Prozent der Urlauber waren krank oder verletzt. Die meisten Betroffenen (41 Prozent) hatten in den Ferien eine Erkältung. 22 Prozent der Krankheitsfälle wurden durch einen Unfall oder Sturz ausgelöst. Magen-Darm-Probleme hatten 15 Prozent. Einen schweren Sonnenbrand erlitten drei Prozent. Während in Baden-Württemberg nur vier Prozent der Urlauber in den Ferien krank wurden, waren es in Norddeutschland neun Prozent.

Urlaubsreport 2014: So erholten sich die Deutschen am meisten

  1. Sonne und Natur (79 Prozent)
  2. Zeit für sich selbst (68 Prozent)
  3. Zeit mit der Familie (64 Prozent)
  4. Ortswechsel (63 Prozent)
  5. Wegfall Arbeitsbelastung (61 Prozent)
  6. Bewegung und Sport (49 Prozent)
  7. Verzicht Handy / Internet (33 Prozent)

* Repräsentative Bevölkerungsbefragung durch Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit, 12. bis 15. August 2014, 1.015 Befragte, die in diesem Sommer schon Urlaub hatten

Zuletzt aktualisiert:
Aug 26, 2014

Jörg Bodanowitz

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