Krankenversicherung für Rentner

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für Rentner

Als Rentner die freie Zeit genießen – das geht nur, wenn Sie gesund sind und bleiben. Bei der DAK-Gesundheit möchten wir genau das für Sie. Und im Krankheitsfall sind Sie bei uns bestens versorgt.

Vorteile für Rentner bei der DAK-Gesundheit

Die DAK-Gesundheit ist eine Krankenkasse für alle Lebensphasen. Mit passenden Angeboten und ausgezeichnetem Service sind wir auch im Alter an Ihrer Seite. Profitieren Sie als Rentner zum Beispiel von diesen Vorteilen: 

  • Spezialisten-Netzwerk für besondere Behandlungen
  • Online-Coachings
  • Bezuschussung von Gesundheitskursen
  • Erreichbarkeit rund um die Uhr
  • Gesundheitsprogramme für chronische Erkrankungen

Beiträge für versicherungspflichtige Rentner

Wenn Sie eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, gilt für Sie in Deutschland die Versicherungspflicht. Das bedeutet, Sie müssen sich als Rentner in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Diese können Sie frei wählen. Erfüllen Sie gewisse Voraussetzungen für die Rentenversicherungspflicht nicht, können Sie sich in vielen Fällen freiwillig bei der DAK-Gesundheit versichern.

Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung für versicherungspflichtige Rentner beträgt 14,6 Prozent. Hinzu kommt bei der DAK-Gesundheit ein kassenindividueller Zusatzbeitragssatz von 1,5 Prozent, somit 16,1 Prozent. Sie zahlen 8,05 Prozent, die Hälfte des Beitragssatzes. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt die übrigen 8,05 Prozent. In der Pflegeversicherung zahlen Sie den Beitrag in Höhe von 3,05 Prozent bzw. 3,30 Prozent als Kinderlose allein. 

Sind Sie in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert, zahlen Sie Beiträge aus folgenden Einkommen:

  • Gesetzliche Rente von der Deutschen Rentenversicherung
  • Ausländische gesetzliche Renten
  • Versorgungsbezüge aus dem In- und Ausland, wie zum Beispiel Betriebsrenten, Pensionen, Renten der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst (zum Beispiel VBL), Lebensversicherungen aus einer Direktversicherung (davon werden für höchstens 120 Monate monatlich 1/120 der Zahlung berücksichtigt), Renten der Versorgungseinrichtungen für besondere Berufsgruppen (zum Beispiel Ärzte oder Architekten)
  • Einkommen aus einer nebenberuflichen Selbstständigkeit

Beiträge zahlen Sie nur bis zu einer Höchstgrenze, der Beitragsbemessungsgrenze von 4.537,50  Euro monatlich. Falls Sie nicht mehr als 155,75 Euro (2019) pro Monat Einkommen aus Versorgungsbezügen und nebenberuflicher selbstständiger Tätigkeit haben, zahlen Sie dafür keine Beiträge.

Beiträge für freiwillig versicherte Rentner

Freiwillig versicherte Rentner zahlen den Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag aus ihrem gesamten monatlichen Einkommen. Sie können einen Zuschuss beim Rentenversicherungsträger für die Beiträge auf Ihre gesetzliche Rente beantragen. Der Rentenversicherungsträger zahlt ihn zusammen mit Ihrer Rente an Sie aus. Die Beiträge auf alle anderen Einkommensarten zahlen Sie allein.

Je nach Einkommen gelten der allgemeine oder der ermäßigte Beitragssatz. Der allgemeine Beitragssatz von 16,1 Prozent - inklusive Zusatzbeitrag - gilt bei freiwillig versicherten Rentnern zum Beispiel für folgende Einkommensarten:

  • Renten
  • Versorgungsbezüge, zum Beispiel Betriebsrenten
  • Pensionen
  • Waisengeld
  • Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit

Der ermäßigte Beitragssatz von 15,5 Prozent wird bei folgenden Einkommensarten angewendet:

  • Unterhalt, der aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen gezahlt werden muss
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen, Aktien und Ähnlichem
  • steuerpflichtige Veräußerungsgewinne
  • Überbrückungsgeld

Für freiwillig versicherte Rentner gilt eine Mindest- und eine Höchsteinnahmegrenze. Beiträge müssen Sie höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 4.537,50  Euro monatlich (2019) zahlen. Alle weiteren Einnahmen sind beitragsfrei. Die Mindesthöhe für die Berechnung der Beiträge beträgt 1038,33 Euro monatlich. Dieser Betrag ist gesetzlich festgelegt. Aus diesem Einkommen wird Ihr Beitrag mindestens berechnet, selbst wenn Sie weniger Einnahmen haben.

Krankenversicherung

Allgemeiner Beitragssatz für Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung    

14,6%

Kassenindividueller Zusatzbeitrag                                                                            

1,5%

Kassenindividueller Gesamtbeitragssatz   

16,1%
Anteil Rentenversicherungsträger8,05%
Anteil Rentner8,05%
Ermäßigter Beitragssatz14%

Kassenindividueller Gesamtbeitragssatz für ausländische gesetzliche Renten

8,05%
Pflegeversicherung
Allgemeiner Beitragssatz3,05%
Der Beitrag ist allein vom Mitglied/Rentner zu tragen
Beitragssatz für Kinderlose

3,3%
Der Beitrag ist allein vom Mitglied/Rentner zu tragen

Besonderheiten in der Beitragsberechnung

Leistungen einer Direktversicherung oder einer Pensionskasse

Einmalige oder laufende Einnahmen aus einem Lebensversicherungsvertrag im Rahmen einer Direktversicherung sind beitragspflichtig, wenn der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer des Vertrages war. Die Beitragspflicht besteht auch dann, wenn die Beiträge ganz oder teilweise vom Arbeitnehmer getragen wurden.

Es besteht dagegen keine Beitragspflicht für Leistungen, die aus Zeiträumen resultieren, in denen der Arbeitnehmer den Lebensversicherungsvertrag als Versicherungsnehmer übernommen hat und die Beiträge allein zahlte. Dies gilt sowohl für den Fall, dass der Arbeitnehmer nach dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses als Versicherungsnehmer in den Versicherungsvertrag einrückt, als auch in den Fällen, in denen der Arbeitnehmer einen Lebensversicherungsvertrag in das Beschäftigungsverhältnis eingebracht hat.

Das bedeutet: Ein Versicherungsnehmerwechsel führt bei einer Lebensversicherung, die im Rahmen einer Direktversicherung bestand, dazu, dass die Leistung von der Zahlstelle des Versorgungsbezuges in einen beitragspflichtigen betriebsbezogenen Teil und in einen (für pflichtversicherte Mitglieder) nicht beitragspflichtigen privaten Teil aufzuteilen ist.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch bei einer Versorgungsleistung aus einer Pensionskasse diese Aufteilung in einen betrieblichen und einen privaten Anteil vorzunehmen. Dies ist immer dann der Fall, wenn die bei der Pensionskasse unter Beteiligung des Arbeitgebers zustande gekommene Versicherung nach dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses freiwillig fortgesetzt wurde, indem

a)    der Versicherungsvertrag geändert und von dem ehemaligen Arbeitnehmer als alleiniger Versicherungsnehmer fortgeführt oder

b)    ab diesem Zeitpunkt von dem ehemaligen Arbeitnehmer ein neuer Versicherungsvertrag mit der Pensionskasse geschlossen wurde.

Der Arbeitgeber darf an dem, nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses abgeschlossenen, Vertrag nicht mehr beteiligt gewesen sein. 

Ausländische Renten

Die Beiträge aus der ausländischen Rente werden vom Bruttobetrag der Rente berechnet und sind von dem Versicherten allein zu entrichten. Da der ausländische Rentenversicherungsträger an der Tragung der Beiträge nicht beteiligt ist, gilt für diese Einnahmen ein besonderer Beitragssatz von 8,05 Prozent.

Überbrückungsgeld

Zahlt ein Arbeitgeber einem ehemaligen Beschäftigten für die Zeit zwischen dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses und dem frühestmöglichen Rentenbeginn ein Überbrückungsgeld, handelt es sich nicht um Bezüge der betrieblichen Altersvorsorge. Unerheblich ist dabei, ob es sich um eine Einmalzahlung oder um eine monatliche Ratenzahlung handelt.

Wichtig dafür: Die Leistungen mit einem „Überbrückungszweck“ fließen nur, um dem ehemaligen Arbeitnehmer den Übergang in ein neues Arbeitsverhältnis bzw. in die Rente zu erleichtern. Sie enden mit Erreichen des Ruhestands. Eine Absicherung fürs Alter im Sinne von Versorgungsbezügen liegt damit in diesen Fällen nicht vor.

Die Überbrückungsleistungen unterliegen für versicherungspflichtige Mitglieder nicht mehr der Beitragspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung. Zu viel gezahlte Beiträge werden den betroffenen Versicherten auf Antrag im Rahmen von gesetzlich vorgeschriebenen Verjährungsfristen erstattet.

Bei den freiwillig Versicherten zählen alle Einnahmen zu der Bemessungsgrundlage für den Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag. Das Überbrückungsgeld ist somit beitragspflichtig. Angesetzt wird der ermäßigte Beitragssatz. Auf Antrag des Versicherten werden  die zu viel gezahlten Beiträge im Rahmen der gesetzlichen Verjährungsfrist erstattet. 

Rentner mit Beschäftigung

Rentner mit einer versicherungspflichtigen Beschäftigung können sich ein Teil Ihrer Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aus der Rente für das vergangene Jahr erstatten lassen. Voraussetzung: Die gesamten Jahreseinkünfte – zum Beispiel Arbeitsentgelte, Versorgungsbezüge, Leistungen der Arbeitsagentur oder Renten – übersteigen die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung. Erstattet werden nur die vom Rentner selbst bezahlten Beiträge für den Rententeil, der die Beitragsbemessungsgrenze von 4425 Euro übersteigt.

Mehr Informationen erhalten Sie auch unter DAK-Arbeitgeber-Hotline: 040 325 325 810.

Zuletzt aktualisiert:
Jan 10, 2019