Die Wiedereingliederung eines Mitarbeiters nach der Entsendung ist oft schwieriger als die Vorbereitung. Lesen Sie hier, worauf Sie achten sollten.

Wiedereingliederung nach der Entsendung ins Ausland: So gelingt die Rückkehr

Checkliste für die wichtigen Schritte der Repatriierung

Nicht nur die Entsendung eines Mitarbeiters, auch dessen Wiedereingliederung im Anschluss nach der Entsendung will gut vorbereitet sein. War die Entsendung erfolgreich, gilt es nach der Rückkehr des Expatriates, dessen neu erworbenes Wissen auch gewinnbringend einzusetzen – und zwar für beide Seiten. Denn die Integrierung eines Mitarbeiters, der längere Zeit nach ganz anderen Regeln gearbeitet hat und nun in ein bestehendes Team zurückkehren soll, ist manchmal schwieriger als dessen Entsendung.

Was ist bei der Wiedereingliederung nach der Entsendung zu beachten?

Geschäftsabläufe und Firmenstrukturen haben sich verändert, auch die Kollegen sind nicht mehr die alten. Zudem fühlen viele Rückkehrer ihre gesammelten Erfahrungen und den Wissenszuwachs nicht angemessen berücksichtigt. So wundert es kaum, dass 40 Prozent aller ehemaligen Expatriates innerhalb von nur zwei Jahren nach der Rückkehr das Unternehmen wechselt. Ein herber Schlag für das Unternehmen, das nicht nur Geld, sondern auch Wissen verliert. Der Grund liegt für Expertin Antje Brügmann, Inhaberin von PROPELLO-Coaching auf der Hand: „Die Personalverantwortlichen haben die im Ausland Arbeitenden nicht mehr auf dem Zettel. Sie berücksichtigten sie nicht in der laufenden Personalplanung und vernachlässigen die erfolgreiche Repatriierung.“

Mit dieser Checkliste gelingt die Wiedereingliederung nach der Entsendung

  • Behalten Sie während der gesamten Zeit der Entsendung einen engen Kontakt zum Expatriate. Benennen Sie dafür einen Mentor am Stammsitz. Vereinbaren Sie regelmäßige Besuche des Entsendeten in der Heimat.
    Tipps von der Expertin zur Wiedereingliederung nach der Entsendung

    Antje Brügmann bietet Coachings zum Thema Entsendung und Arbeiten im Ausland an

  • Binden Sie den Entsendeten in die Informationskanäle des Unternehmens ein. Geben Sie interne Stellenausschreibungen weiter. Sprechen Sie den Expat auf seine eigenen Karrierewünsche an. Geben Sie drei Monate vor der Heimreise noch einmal detaillierte Informationen über die aktuellen Firmendaten.
  • Besprechen Sie mögliche neue Positionen mindestens sechs Monate vor der Rückkehr. Besuchen Sie den Expatriate drei Monate vor der Rückreise an seinem Arbeitsort im Ausland, wenn es möglich ist.
  • Klären Sie rechtzeitig, ob der vereinbarte Rückreisetermin bestehen bleibt. Bei Verlängerungen: Beachten Sie Fristen für Sozialversicherungsansprüche, Schulanmeldungen und ähnliches.
  • Bieten Sie Umzugshilfe an. Bieten Sie ein Coaching zur Repatriierung für ihn und seine Familie an.
  • Bereiten Sie das heimische Team auf den Rückkehrer vor. Erläutern Sie, welche Schwierigkeiten der Expatriate bei seiner Wiedereingliederung haben könnte und wovon alle profitieren können.
  • Klären Sie mit der Krankenversicherung, welche Vorbereitungen getroffen werden müssen, damit der Rückkehrer nahtlos in die deutsche Sozialversicherung zurückkehren kann.
  • Geben Sie dem Expatriate Zeit, sich wieder einzuarbeiten. Klären Sie eventuelle Weiterbildungsbedarfe.
  • Besprechen Sie gemeinsam mit Expatriate und Mentor, wo die Auslandserfahrung noch besser genutzt werden kann, damit die Wiedereingliederung nach der Entsendung für alle Beteiligten ein voller Erfolg wird.
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Zuletzt aktualisiert:
Wed Mar 02 14:22:16 CET 2016

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