Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern kommt nicht nur jedem einzelnen Mitarbeiter zugute, sondern bietet ganz konkrete Vorteile für jedes Unternehmen: Fehlzeiten gehen zurück, Innovationsfähigkeit und Qualität steigen.

"Arbeits­kreis Gesundheit"

Für langfristige, dauerhafte Verbesserungen reichen einzelne Maßnahmen nicht aus. Erfolgreiche Unternehmen brauchen eine gute Arbeitsorganisation, eine Führung, die von Wertschätzung geprägt und eine Arbeitskultur, die auf Gesundheit ausgerichtet ist.

Gründen Sie einen „Arbeitskreis Gesundheit“. Da Ihre Mitarbeiter die konkreten Arbeitsbedingungen am besten kennen, sollten Sie Kollegen aus allen wichtigen Bereichen Ihres Unternehmens dazu einladen. Damit fördern Sie gleichzeitig die Akzeptanz Ihres Vorhabens.

Als kleines oder mittelständisches Unternehmen können Sie auch Kooperationen mit anderen Betrieben eingehen, um voneinander zu lernen. Die DAK-Gesundheit unterstützt Sie gern dabei.

Fünf Schritte zum gesunden Betrieb

Wir machen uns gemeinsam mit Ihnen vor Ort ein Bild von der Situation an den verschiedenen Arbeitsplätzen. Dabei tauschen wir uns mit Mitarbeitern und Führungskräften aus. Weitere Hinweise bekommen wir zum Beispiel aus dem Gesundheitsbericht, aus Mitarbeiterbefragungen und Gesundheitszirkeln. Die DAK-Gesundheit erstellt auch für Ihr Unternehmen, ob groß, klein oder mittelständisch, gern ein individuelles Konzept.

Schritt 1: Wo liegen die Probleme?

Wir suchen zusammen mit Ihnen Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Wie oft bleiben Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen der Arbeit fern?
  • Wie alt sind Ihre Mitarbeiter?
  • Arbeiten bei Ihnen vorwiegend Männer oder Frauen?
  • Häufen sich bestimmte Erkrankungen oder gesundheitliche Probleme in Ihrem Betrieb?

Schritt 2: Welche Ziele haben Sie?

Maßgeblich für den Erfolg ist zu wissen, was man will. Nicht nur das Ziel muss klar formuliert werden, sondern auch die Zwischenschritte dorthin und Zielgruppen, die Sie erreichen wollen. Auch wichtig: Wie realistisch sind die Ziele – und bis wann sind sie erreichbar?

Schritt 3: Lösungen erarbeiten

Mit dem Know-how unserer Experten für betriebliches Gesundheitsmanagement und unseren Analysemöglichkeiten unterstützen wir Sie bei der Auswahl der richtigen Maßnahmen. Oft führen schon kleine Veränderungen, beispielsweise in der Arbeitsorganisation, zu großen Verbesserungen. Veränderungen können auch in den Bereichen Führung, Bewegung, Ernährung, Stress und Sucht erfolgen.

Schritt 4: Jetzt geht es in die Praxis

Um die Maßnahmen erfolgreich umzusetzen ist es wichtig, Ihrer Belegschaft einen möglichst leichten Zugang zu bieten. Zeigen Sie, dass auch die Betriebsleitung bereit für Veränderungen ist. Gesundheitsaktionen oder Vorträge motivieren zusätzlich. Manchmal hilft auch ein Termin beim Betriebsarzt – vor allem bei Mitarbeitern, die ganz konkreten Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind.

Schritt 5: Erfolg messen

Nicht alles kann reibungslos laufen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Ihr "Arbeitskreis Gesundheit" laufend die Umsetzung prüft und bei Bedarf optimiert. Dafür wird der Erfolg der einzelnen Maßnahmen gemessen, bei Problemen können bessere Lösungen erarbeitet werden.

Das Ziel ist erreicht, wenn Sie alle Bereiche der Arbeit und Organisation Ihres Unternehmens auch aus dem Blickwinkel der Gesundheit betrachten können und gesundheitsfördernde Elemente dauerhaft in die Abläufe und das Selbstverständnis Ihres Betriebs integrieren. Dann ist auch langfristiger Erfolg möglich.

Sprechen Sie uns an – in jedem DAK-Servicezentrum in Ihrer Nähe. Oder nutzen Sie unser Online-Formular. Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Weiter­füh­rende Links

Wir als Krankenkasse helfen Ihnen gern bei der Gesundheitsförderung in Ihrem Betrieb. Unsere Aufgaben sind in § 20 SGB V gesetzlich geregelt, zusammen mit dem dazugehörigen Handlungsleitfaden für Krankenkassen.

 

Hier finden Sie einige wichtige Links und Dokumente, die Ihnen Empfehlungen und Leitlinien geben, wie Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitsförderung und Prävention konkret gestaltet werden können.

Leitlinien

Ottawa-Charta der WHO (pdf, 28 KB)
Luxemburger Deklaration (pdf, 28 KB)
Handlungsleitfaden der Gesetzlichen Krankenversicherung zur Umsetzung von § 20 Abs. 1 und 2 SGB V (Pdf, 1,1 MB) 

Rechtsgrundlagen

§ 20SGB V - Drittes Kapitel: Betriebliche Gesundheitsförderung, Primärprävention und Selbsthilfe durch die gesetzlichen Krankenkassen
§1 und §14 SGB VII - Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren durch die gesetzliche Unfallversicherung; Zusammenarbeit mit der gesetzlichen Krankenversicherung
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) - Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit - regelt die Pflichten der Arbeitgeber sowie Pflichten und Rechte der Arbeitnehmer
Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) - Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit
Arbeitszeitgesetz (ArbZG) - regelt Arbeits-, Pausen- und Erholungszeiten zum Schutz der Gesundheit und zur Flexibilisierung der Arbeitszeit
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) - sicherheitstechnische, arbeitsmedizinische und Hygiene-Regeln für die Einrichtung und den Betrieb von Arbeitsstätten, auch Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz
Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV)
Beschäftigtenschutzgesetz - Gesetz zum Schutz der Beschäftigten vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz 

Zuletzt aktualisiert:
Mon May 02 09:02:25 CEST 2016

Weitere Informationen

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