NRW: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken

  • Krankenstand liegt mit 5,6 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter den Vorjahreswert

  • 20 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr - psychische Erkrankungen steigen an

  • DAK-Landeschefin Schoppen begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

Düsseldorf, 29. Juli 2026. Der Krankenstand in Nordrhein-Westfalen ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 5,6 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 385.000 DAK-versicherten Beschäftigten in NRW ausgewertet wurden. Laut Analyse gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 20 Prozent. Gleichzeitig verzeichneten psychische Erkrankungen bei den Krankschreibungen einen Anstieg um neun Prozent. Damit ist diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten. 

„Die aktuellen Zahlen zum Krankenstand in NRW sind ein positives Signal. Um diese Entwicklung nachhaltig zu unterstützen, bleiben Investitionen in Prävention, Gesundheitsförderung und gute Arbeitsbedingungen unverzichtbar. Gleichzeitig benötigen Beschäftigte und Unternehmen flexible Instrumente, um Arbeitsfähigkeit dauerhaft zu sichern. Die geplante Teilkrankschreibung kann dazu beitragen, indem sie einen stufenweisen Wiedereinstieg erleichtert und zusätzliche Handlungsspielräume schafft“, sagt Berit Schoppen, DAK-Landeschefin in Nordrhein-Westfalen.

Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 5,6 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 56 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 5,7 Prozent.

Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In NRW sanken die Fehltage aufgrund von Erkrankungen des Atmungssystems von 222 auf 178 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Rückgang von rund 20 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen um 9 Prozent von 185 auf 202 Tage je 100 Beschäftigte. Bei Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen war ein Anstieg um 4 Prozent zu verzeichnen – von rund 177 auf 184 Tage je 100 Beschäftigte. Damit waren psychische Erkrankungen wie Depressionen der häufigste Krankschreibungsgrund.

Erkrankungsdauer steigt leicht
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 9,7 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,6 Tage gewesen. 

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 385.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Nordrhein-Westfalen aus. Informationen über das Betriebliche Gesundheitsmanagement und spezielle Angebote der DAK-Gesundheit für Unternehmen und ihre Beschäftigten gibt es unter: www.dak.de/bgm 

 

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(Copyright:: DAK-Gesundheit / iStock_LightFieldStudios)

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