MV: Beschäftigte im Durchschnitt an rund 23 Tagen krankgeschrieben

  • Im Vorjahresvergleich bleibt der Krankenstand 2025 mit 6,3 Prozent stabil
  • Auffälliges Plus von sieben Prozent bei den Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen
  • DAK-Landeschef Andreas Mirwald fordert Ursachenforschung und mehr Fokus auf betriebliches Gesundheitsmanagement 

    Schwerin, 27. Januar 2026. Der Krankenstand in Mecklenburg-Vorpommern ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. DAK-versicherte Beschäftigte waren durchschnittlich an rund 23 Kalendertagen krankgeschrieben und hatten demnach genauso viel Arbeitsausfall wie im Vorjahr. Die meisten Fehltage gingen auf das Konto von Atemwegserkrankungen. Auf sie entfielen annähernd jeder fünfte Fehltag. Weitere wichtige Ursachen waren Muskel-Skelett-Erkrankungen auf Rang zwei, gefolgt von psychischen Krankheiten. Die Fehltage stiegen bei ihnen im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent. Insgesamt pendelt sich der Krankenstand in MV auf einem hohen Niveau ein. Deshalb fordert die DAK-Gesundheit eine fundierte Ursachenforschung. Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen sollten gemeinsam an einen Tisch kommen, um neue Lösungswege zu entwickeln und auch ein gesundes Arbeitsumfeld in den Fokus zu rücken.

 

Ursache Nummer eins für Krankschreibungen in Mecklenburg-Vorpommern waren im vergangenen Jahr Atemwegserkrankungen wie Bronchitis mit 448 Fehltagen je 100 erwerbstätig Versicherte, nach 446 Fehltagen 2024. Auf Platz zwei kamen Muskel-Skelett-Probleme etwa am Rücken. Sie lagen mit 416 Fehltagen je 100 Erwerbstätigen ebenfalls leicht unter Vorjahresniveau (422). Es folgten psychische Erkrankungen, die mit 412 Tagen je 100 Erwerbstätigen im Vergleich zu 2024 um sieben Prozent anstiegen (Vorjahr: 385). „Im Durchschnitt waren DAK-versicherte Beschäftigte in MV 2025 an rund 23 Kalendertagen krankgeschrieben. Es ist jetzt notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben und neue Lösungswege zu entwickeln. Dafür müssen alle relevanten Akteure - Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen - zusammenarbeiten“, kommentiert DAK-Landeschef Andreas Mirwald die Ergebnisse.

Krankenstand erheblich über dem Bundesdurchschnitt
Die Fehlzeiten in Mecklenburg-Vorpommern lagen im Vorjahr im Bundesvergleich weit vorn. DAK-versicherte Beschäftigte kamen 2025 im Bundesdurchschnitt auf 19,5 krankheitsbedingte Fehltage pro Kopf. MV liegt mit rund 23 Tagen mehr als 17 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Den meisten krankheitsbedingten Arbeitsausfall hatten die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt, dicht gefolgt von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Baden-Württemberg wies bundesweit den geringsten Arbeitsausfall auf. 

Chancen im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Große Chancen sieht Andreas Mirwald im betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken“, so Mirwald. Deshalb sei ein Betriebliches Gesundheitsmanagement wichtig, um das Thema Gesundheit in die betrieblichen Strukturen und Prozesse zu integrieren. „Wir unterstützen Arbeitgeber dabei, ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement aufzubauen.“

Für die aktuelle Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von mehr als 64.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Mecklenburg-Vorpommern aus.

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