Bremen: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesunken

  • Krankenstand liegt mit 5,1 Prozent um 0,6 Prozentpunkte unter den Vorjahreswert

  • 24 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr - psychische Erkrankungen ebenfalls gesunken

  • DAK-Landeschef Rühe begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

 

Bremen/ Bremerhaven, 23. Juli 2026. Der Krankenstand in Bremen ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 5,1 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 13.400 DAK-versicherten Beschäftigten in Bremen ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 24 Prozent. Bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen gab es ebenfalls einen Rückgang um 19 Prozent. Trotz dieses deutlichen Rückgangs bleiben psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Fehlzeiten.

„Der Rückgang des Krankenstands ist ein positives Signal für die Arbeitswelt in Bremen. Er zeigt, dass sich Investitionen in Gesundheit und Prävention lohnen. Jetzt gilt es, diesen Trend gemeinsam mit den Unternehmen weiter zu stärken und Beschäftigte mit modernen und flexiblen Lösungen bei einem gesunden Arbeitsleben zu unterstützen. Dazu kann auch Teilkrankschreibung beitragen, weil sie einen stufenweisen und praxisnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag ermöglichen“, sagt Michael-Niklas Rühe, DAK-Landeschef in Bremen.

Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 5,1 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 51 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,6 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 5,7 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Bremen sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 211 auf 161 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 24 Prozent. Zwar gingen auch die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen sowie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems zurück, dennoch blieben psychische Erkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund. Im Vorjahr waren es noch Atemwegserkrankungen. Auf dem zweiten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen.

Erkrankungsdauer deutlich gesunken
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 8,6 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,2 Tage gewesen. 

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 13.400 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Bremen aus. Informationen über das Betriebliche Gesundheitsmanagement und spezielle Angebote der DAK-Gesundheit für Unternehmen und ihre Beschäftigten gibt es unter: www.dak.de/bgm 

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