DAK-Gesundheitsreport 2013

Sind wir heute anders krank?

Psychisch krank oder „nur“ gestresst? Deutschland diskutiert darüber, inwieweit der Job heutzutage mehr Depressionen und Ängste verursacht. Worin liegt der Grund für mehr Fehlzeiten durch diese Krankheiten? Fakt ist: Laut dem neuen DAK-Gesundheitsreport rücken die psychischen Erkrankungen erstmals auf Platz zwei bei den Krankschreibungen.

Die öffentlichen Diskussionen der vergangenen Jahre haben das Thema Burnout und psychische Erkrankungen aus der Tabuzone geholt, vor allem in der Arzt-Patienten-Beziehung. „Viele Arbeitnehmer werden heute eher mit einem psychischen Leiden krankgeschrieben, während sie früher mit Diagnosen wie chronische Rückenschmerzen oder Magenbeschwerden arbeitsunfähig gewesen wären“, erläutert Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der DAK-Gesundheit.

Das häufigste psychische Leiden, das zu einer Krankschreibung führt, ist dem neuen Gesundheitsreport zufolge die Depression. Vor allem Frauen sind betroffen. Faktoren, die zu einer Depression führen können sind unter anderem eine starke Arbeitsverdichtung und wenig Entscheidungsspielraum bei der Arbeit. Aber auch eine ständige telefonische Erreichbarkeit über den Feierabend hinaus, erhöht das Risiko an einer Depression zu erkranken. Burnout ist allerdings kein Massenphänomen: Nur jeder 500ste Mann und jede 330ste Frau werden vom Arzt mit einem Burnout krankgeschrieben.

Ob Burnout oder Depression, Betroffene sollten mit ihrem Arzt darüber sprechen und gemeinsam entscheiden, welche Behandlungen in Frage kommen. Wenn Sie nicht genau wissen, an wen Sie sich wenden können, lassen Sie sich von den Ärzten unserer Medizin-Hotline DAKGesundheitdirekt beraten.

Ein Klassiker: Der DAK-Gesundheitsreport

Die DAK-Gesundheit wertet seit rund 15 Jahren die anonymisierten Krankschreibungen aller rund 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus. Der DAK-Gesundheitsreport gibt Antworten auf die Fragen: Welche Krankheiten tragen besonders zur Arbeitsunfähigkeit bei? Wie unterscheidet sich der Krankenstand in den Wirtschaftsbranchen, Bundesländern, bei Alter und Geschlecht? Gibt es Veränderungen gegenüber dem Vorjahr?

Gesundheitsreport 2013 (pdf, 2,2 MB) Schwerpunktthema: Update psychische Krankheiten - Sind wir heute anders krank?

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