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Persönlich vorstellen

Das persönliche Vorstellungsgespräch ist Ihre große Chance! Nutzen Sie diese und sorgen Sie im Vorwege dafür, dass Ihre Kleidung angemessen und Ihr Auftreten gewinnend ist. Informieren Sie sich hier, worauf Sie achten müssen…

Das richtige Outfit

GLÜCKWUNSCH! Sie haben sie in der Tasche, die Einladung für ein Bewerbungsgespräch. Jetzt muss nur noch das passende zum Anziehen her.

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Auch wenn Sie nicht wissen, welches Outfit zu welchem Job passt und worauf Personalchefs achten - die richtigen Teile zu finden und zu kombinieren, ist leichter, als Sie denken.

Erfolg auf den ersten Blick

Ob ein Bewerber als sympathisch und für das Unternehmen geeignet und passend wahrgenommen wird oder nicht, ist oft schon in den ersten Sekunden klar. Und wie bei jedem Kennenlernen entscheiden auch hier zu 75 Prozent Auftreten und Sympathie und zu 25 Prozent fachliche Qualifikationen über Erfolg oder Misserfolg. Fazit: Das passende Outfit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor; schließlich spiegelt es Ihr Interesse an dem Unternehmen und dem Ausbildungsplatz wider.

Was ziehe ich nun an?

Für Banken und Versicherungen sind helles Hemd / helle Bluse zum Anzug oder Kostüm im Allgemeinen richtig. In allen anderen Bereichen (zum Beispiel in kaufmännischen, sozialen, technischen und handwerklichen Berufen) sind Sie mit dezent farbigen Oberteilen zu Blazer und Stoffhose bzw. Rock (keine Minis) gut angezogen. Nur gelegentlich reicht eine klassisch geschnittene, gebügelte Jeans. Sehr häufig wird von Männern eine Krawatte erwartet. Hier ein paar Tipps dazu: www.krawatten-ties.com/krawatten-knoten.php.

Sie müssen sich nicht verkleiden

Es ist ratsam, sich im Vorstellungsgespräch möglichst „authentisch“ zu präsentieren. Das heißt, das Outfit sollte nicht nur zu dem Unternehmen, sondern auch zu Ihrer Persönlichkeit passen. Sie müssen sich also sozusagen nicht „verkleiden“. Denn nur wenn Sie sich wohlfühlen, können Sie (selbst-)sicher auftreten.

Das perfekte Outfit

Für das Bewerbungsgespräch muss es nicht teuer sein. Im Gegenteil: Bewerben Sie sich für einen Ausbildungsplatz, sehen aber in Ihrem Designer- Outfit aus wie Ihr künftiger Vorgesetzter, dann könnte das schnell als Arroganz ausgelegt werden. Greifen Sie also am besten zu klassischer und zeitloser Kleidung von guter Qualität. Die können Sie später unterschiedlich kombinieren und im Beruf und zu anderen Gelegenheiten tragen. Tipp: Lassen Sie sich bei der Auswahl von Ihren Eltern, Freunden oder dem Verkäufer/der Verkäuferin beraten.

Sorgfalt ist gefragt

Besonderen Wert legen nicht nur Personalchefs auf saubere und gepflegte Kleidung. Knitterfalten, Flecke, Essensgerüche oder gar kalter Rauch sind k.o.-Kriterien. Geben Sie das Outfit rechtzeitig in die Reinigung und lassen es bügeln. Neue Kleidung und Schuhe tragen Sie am besten zu Hause ein, dann fühlen Sie sich später damit nicht unsicher. Noch etwas: Viele Chefs achten speziell auf die Schuhe.

Was noch wichtig ist?

Arbeitgeber erwarten von künftigen Mitarbeitern vor allem eins: Zuverlässigkeit. Das signalisieren Sie mit korrekter Kleidung. Und mit Sauberkeit. Saubere Haare, saubere Fingernägel, geputzte Schuhe – und wenn Parfum, dann nur dezent. Auch sollte man nicht intensiv nach dem geliebten Duschgel riechen. Für Haare und Schmuck gilt: Weniger ist mehr. Vorsicht also mit auffälligem Schmuck, Tattoos und Piercings; so etwas wird von den meisten Personalchefs gar nicht gern gesehen. Nun fehlt nur noch eines für den perfekten ersten Eindruck: Ein freundliches und entspanntes Lächeln! VIEL ERFOLG!

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Körpersprache

So manche Einstellung wurde verhindert, weil sich die Vorzimmerdame mit einer schnippischen Bemerkung abgekanzelt fühlte oder das Auftreten der Bewerber/in einfach zu unsicher war. Für diese Alltagserfahrung gibt es jetzt sogar wissenschaftliche Beweise: Nach aktuellen Studien der University of California entscheiden zu 93 Prozent körpersprachliche Signale, also Blick, Stimme, Gesten, Mimik, über unsere Wirkung auf andere. Warum diese Erkenntnisse so wichtig sind? Auf andere sympathisch zu wirken, den richtigen Eindruck zu machen und Menschen im persönlichen Umgang zu überzeugen, bestimmt immer mehr über beruflichen Werdegang und persönlichen Erfolg.

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Die meisten körpersprachlichen Signale senden wir unbewusst - und wundern uns vielleicht über die Wirkung unserer Äußerungen. Denn andere Menschen reagieren oft genug nicht auf das Gesagte, sondern auf unsere unbewusst gesendeten (Körper-)Signale. Aber es wissen die wenigsten, wie sie selbst wirken, welchen Eindruck sie auf andere machen. Und so scheint es dann vom Zufall abzuhängen, ob sie im Gespräch Erfolg haben. Oder eben nicht.

Die Hände reden mit

Es ist gar nicht so schwierig,sich bestimmte Bewegungsabläufe und angelernte Mechanismen bewusst zu machen und sie auch gezielt einzusetzen oder eben wegzulassen. Eine erste Übung: andere beobachten und nachspüren, wie ihre Gesten auf mich wirken. Ein Tipp: Statt teure Seminare zu besuchen, sich selbst auf Video aufnehmen und gemeinsam mit guten Freunden gegenseitig kritisch analysieren, was da richtig läuft und was wie zu verbessern wäre.
Zwar gibt es keine Patentrezepte für die in jedem Fall "richtige" Körpersprache, doch grundsätzlich gilt: Ein offener Blick, ein Lächeln und ein eher fester Händedruck sprechen für ein sicheres Auftreten - und damit für ausreichend Selbstbewusstsein. Ein weiteres Beispiel: So lange die Arme am Gespräch nicht teilnehmen, wird kaum Sympathie beim Gegenüber ausgelöst. Wer die Arme am Körper herunterhängen lässt, versetzt sich nämlich selbst in eine starre monotone Stimmung, die sich sofort auf Stimme und Tonfall überträgt. Sind dagegen Arme und Hände offen, ist der Mensch auch offen für das Gespräch. Den Dialog unterstützt auch, wer sich nach vorn beugt und dadurch seinem Gesprächspartner näher kommt. Wer sich dagegen in seinen Stuhl zurücklehnt und außerdem noch die Arme vor der Brust verschränkt, macht zu, er zeigt an, dass für ihn der Dialog nicht interessant oder sogar beendet ist. Mit dem Finger oder gar einem Stift auf den anderen zu zeigen, wird als beschuldigende Geste verstanden - auch nicht gerade eine freundliche Haltung, ebenso, wie eine gerade Kopfhaltung und ein verspannter Gesichtsausdruck. Wer den Kopf ein wenig neigt und seine Haltung lockert, wirkt aufnahmebereit.

Von innen nach außen

Ein bisschen Übung kann schon helfen, im Gespräch mit dem möglichen neuen Chef einen guten Eindruck zu machen. Doch eines ist auch ganz klar: Keine Bewegung, keine Geste ist zufällig, sondern Ausdruck dessen, was wir gerade empfinden. Gut ist es also, wenn Sie sich klar darüber werden, was Sie wollen und was Sie können, und auch, was das Unternehmen zu bieten hat. Das stärkt nämlich das Selbstbewusstsein, und wenn alles stimmt, dann können Sie auch entsprechend auftreten. Und wenn es trotzdem nicht geklappt hat mit der Anstellung? Ruhig einmal telefonisch nach den genauen Gründen fragen. Das kann für die nächsten Bewerbungen und Gespräche hilfreich sein.

Wer sich gründlich mit der Körpersprache beschäftigen möchte, kann zu folgenden Büchern greifen:
Samy Molcho, Körpersprache im Beruf, Wilhelm Goldmann Verlag, ISBN 3-442-12733-5.

Bewerbung: Das Geheimwissen der Personalberater und Testpsychologen - und Strategien dagegen, Die Denkhalle, ISBN 3-935537-00-X.

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Der erste Eindruck entscheidet

Es gibt sie wirklich, die Sympathie auf den ersten Blick. Denn ob im Job oder in der Liebe, in der Schule oder beim Bäcker - wenn Sie einen anderen / eine andere das erste Mal sehen, machen Sie sich in wenigen Sekunden ein Bild von ihr oder ihm, und es entscheidet sich sofort, wie sehr Sie sich leiden können. Dafür gibt es keine zweite Chance!

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Wer schon einmal die Aufregung vor einem ersten Date mitgemacht hat, kennt das Problem: Was tue ich bloß, damit ich gut “ankomme”? Ziehe ich was Schräges, Flippiges an oder gehe ich mit einem dezenten Outfit auf Nummer sicher? Frisiere ich mich ganz normal oder wirkt der lässige “Ich bin gerade aufgestanden”-Look sympathischer? Und was sage ich bloß?

Natürlich bleiben

Was richtig ist, hängt vor allem von der Situation und den beteiligten Personen ab, und wer Eindruck machen will, muss sich darauf einstellen und wissen, was bei dem anderen gut ankommt. Aber: Die eigene Persönlichkeit ist viel viel wichtiger, denn Sie können sich sowieso nicht verstecken! Einfaches Beispiel: Wer den Vamp oder coolen Draufgänger mimt, obwohl sie oder er eher schüchtern und introvertiert ist, wirkt unglaubhaft - und das findet kaum jemand attraktiv. Warum also nicht die Chance nutzen, sich beim ersten Kennenlernen so zu geben, wie man ist? So freundlich und offen, wie Sie auch bei Ihren Freunden sind - nur eine Spur zurückhaltender.

Gefragt sind aber auch Einfühlungsvermögen, Eingehen auf den Anderen - schließlich zeigen Sie ihm so, dass Ihnen etwas an ihm liegt. Wie in der Werbung sollten Sie wissen, was der andere erwartet, und sich gern darauf einstellen. Dass Sie das tun, können Sie mit Ihrem Verhalten beim ersten Kontakt signalisieren.

Sympathisch wirken

In den allerersten Sekunden entscheidet sich, wie Sie ankommen, und rund 60 Prozent davon machen visuelle Eindrücke aus - das Gesicht, die Frisur, die Kleidung. An zweiter Stelle stehen Stimme und Aussprache mit mehr als 30 Prozent. Und nur etwas mehr als 5 Prozent entfallen auf den Inhalt der Aussage. (Was natürlich aber nicht bedeutet, dass Sie sich nicht thematisch auf Gespräche vorbereiten müssen!)

Ein freundliches offenes Lächeln kann Barrieren einreißen. Psychologen und Berufsberater empfehlen es ebenso wie Benimm-Experten, allerdings sollten Sie es nicht übertreiben. Überstarke Freundlichkeit kommt in Amerika gut an, aber nicht so sehr in Deutschland. Ähnlich ist es mit dem Blickkontakt: Starren Sie Ihr Gegenüber nicht dauernd an, Unterbrechungen sind erlaubt und sogar anzuraten.

Offen zuwenden

Eine offene Haltung empfiehlt der Kommunikationsexperte Nicholas Boothmans schon für die Begrüßung. Verschränkte Arme etwa signalisieren Abweisung, das Herz sollte nicht von Händen oder Armen bedeckt und Mantel und Jacke offen sein, sonst wirkt man wortwörtlich zugeknöpft.

Jetzt noch ein Händedruck, verbunden mit dem klaren Sich-Hinwenden zum Anderen, und schon ist die Kontaktaufnahme perfekt. Fast, denn ganz wichtig ist: Nennen Sie den Namen des Menschen, den Sie treffen. Ein “Hallo, Isabelle!” oder “Hi, Robert!” schaffen laut Boothmans viel mehr Sympathie, Nähe und Vertrautheit als unpersönliche Formeln wie “Guten Tag!” oder “Na du?”

Alles menschlich

Gelten diese Date-Regeln auch für Bewerbungsgespräche? Im Prinzip ja. Denn auch bei Personalchefs entscheidet der erste Eindruck - zumindest über die nächsten Monate oder Jahre der Karriere, oft sogar über das gesamte weitere
Arbeitsleben. Und deshalb gilt für Vorstellungsgespräche ebenfalls: Offen sein, auf den anderen zugehen. Bei der Kleidung ist statt Individualität Anpassung angesagt - es ist eben nicht gleich, ob Sie sich mit Freunden treffen oder bei einer Bank oder bei einer Werbeagentur vorstellen.

Noch etwas: Auch, ob der Personalchef eine Frau ist oder ein Mann, prägt die Wahrnehmung. Während Männer eher auf die fachliche Kompetenz achten, spielt bei Frauen instinktiv der Konkurrenzgedanke eine Rolle - besonders, wenn ihr eine Bewerberin gegenüber sitzt. Wenn Mädchen den Eindruck erwecken, sie könnten eine Rivalin für die Chefin werden, oder sie beim Chef vor allem durch aufreizendes Aussehen Eindruck machen möchten, wird es schwierig. Chefs stören sich häufig weniger daran, dass ein Bewerber ehrgeizig ist, viel weiß und noch mehr fragt; erkennbares Engagement wird als Gewinn für das Unternehmen betrachtet.

Selbstbewusst und sicher

Gut ist es in jedem Fall, etwas über die Firma zu wissen, denn dann fühlen Sie sich sicherer und es erleichtert Ihnen selbstbewusstes und dabei natürliches Auftreten: Da Sie vorbereitet sind, müssen Sie nicht ständig auf der Hut sein vor Überraschungen.

Wichtig, wie bei einem Date: Positiv auffallen. Die Kleidung ist ein Plus, aber entscheidend sind auch hier Auftreten und Blickkontakt. Selbst Personalchefs mögen ein freundliches Lächeln! Doch wer sich selbst treu bleibt, offen auf andere Menschen zugeht und ihnen vermittelt, dass ihm was an der Begegnung liegt, hat schon den wichtigsten Schritt getan; beim Date ebenso wie im Personalbüro. Ist das Eis gebrochen und der erste Kontakt hergestellt, dann läuft das Vorstellungsgespräch!

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